Barling Pfeifen

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Informationen

Barling - eine Legende

Lange Zeit lag die Marke brach, dabei ist sie im englischsprachigen Ausland sehr bekannt und ihre Sammler sind zahlreich. Man wähnte Barling zeitweise sogar auf demselben Qualitätsniveau wie Dunhill. Dementsprechend werden für Sammlerstücke auf Onlineplattformen Höchstpreise erzielt.
 

Geschichte

Zurück geht die Marke auf Benjamin Barling, der sie 1812 gründete und zunächst Meerschaumpfeifen mit aufwändigen Silberarbeiten aufwertete. In den frühen 1900er Jahren schwenkte man über zu einer eigenen Bruyèrepfeifen-Produktion in Camden Town, mitten in London. Die weitere Geschichte ist sehr wechselhaft, aber gut dokumentiert. Sammler unterscheiden zwischen drei Zeiträumen, in denen sich alte Barling-Pfeifen einordnen lassen. 1. „Pre-Transition“ von 1812 bis 1960, 2. „Transition“ von 1960 bis 1963. 3.“Post Transition“ von 1963 bis jetzt. Die teuersten Sammlerstücke sind natürlich aus der frühesten Epoche. Wer sich weiter mit der Geschichte dieser Marke auseinandersetzen möchte, dem sei der sehr umfangreiche Pipedia-Artikel empfohlen.

Angekommen bei Kopp Pipes

Die Firma Kopp Pipes hat sich dieser Marke jedenfalls angenommen und verfolgt einen zugleich modernen wie auch wundervoll altmodischen Ansatz. Im frühen 20. Jahrhundert konnte man bei englischen Serienpfeifen unter zig verschiedenen Ausführungen wählen. Die Shapes waren zumeist immer dieselben, aber unterschiedliche Qualitätsstufen, unterschiedliche Oberflächen und unterschiedliche Farben machten die Auswahl reichhaltig. So bekam man beispielsweise eine klassische Billard in rot gebeizt, in dunkelbraun, in hellbraun, in sandgestrahlt schwarz, in sandgestrahlt braun, in geöltem Finish, in Tanshell usw.
 

Unterschiedliche Ausführungen

Und genau dieses Prinzip wird wiederbelebt. Es wird also zwölf verschiedene Pfeifenformen geben, die sage und schreibe in zwölf verschiedenen Finishes angeboten werden. Zum Teil mit einzigartigen Silberapplikationen. Bisher kamen die Serien „Trafalgar“ und „Marylebone“ auf den Markt (September 2021), in jeweils drei verschiedenen Finishvarianten. Dies ist das Gegenteil von dem heutzutage üblichen „Eine Variante in Glatt, eine in Sand“. Natürlich darf man bei so einer alten, englischen Marke keine Shape-Experimente erwarten. Die Pfeifen haben definitiv einen klassischen Touch. Dennoch – und das ist das Zugeständnis an die Moderne – werden sie vorerst mit Acrylmundstück und 9mm Bohrung ausgeliefert. Die deutschen Pfeifenraucher dürfte dies sicherlich freuen. Weitere Varianten - möglicherweise auch ohne Filter - werden folgen...

Gefertigt in Europa

Leider konnte kein Produzent mehr in Großbritannien gefunden werden, der Serienpfeifen im größeren Stil fertigen kann oder will. So werden Barling Pfeifen also „auf dem Kontinent“ hergestellt. Doch das bisher gesehene Qualitätsniveau ist absolut über jeden Zweifel erhaben. Auch die stilvolle Verpackung ist standesgemäß.