HU Tobacco African Line Indaba 100g Dose
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Indaba 100g Dose
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Einheit
Eine Mischung, die sich nur schwer in gängige Schablonen pressen läßt. Mittelkräftige Ready Rubbed Virginias, robuste Kentucky Tabake und Dark Fired Virginia, verleihen dem Indaba sein unverwechselbares Geschmacksbild. Ein Blend mit schön schattierter, angenehmer Süße und Würze. Ein cremiger Rauchgenuss abseits des Alltäglichen.
Artikelnummer (SKU)
90022332
Im Sortiment seit
28.03.2018
Marke
Schnitt
Aroma
3
Raumduft
2
Aromatisierung
Typ
Stärke
Charakter
Rohtabak
Raumnote
Durchschnittliche Aromabewertung (2)
Importeur
HU Tobacco, Südenstr. 20, 86756 Reimlingen, hu-tobacco@t-online.de, https://hu-tobacco.de
HU Tobacco, Südenstr. 20, 86756 Reimlingen, hu-tobacco@t-online.de, https://hu-tobacco.de
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Bewertungen
Preis/Leistung
7
2 Bewertungen
Qualität
8
2 Bewertungen
Stärke
5
2 Bewertungen
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Sven 1. Einleitung: HU Indaba ist eine interessante, bewußt reduzierte und präzise komponierte Mischung der HU African Line. Sie kombiniert mittelkräftige Virginias (teils Ready Rubbed) mit Dark-Fired-Virginia und Dark-Fired-Kentucky; eine sehr dezente Karamell-Saucierung dient ausschließlich der harmonischen Verbindung der Tabakkomponenten. Komponiert von Hans Wiedemann im Jahr 2019, wird der Tabak bei Kopp in Rellingen gemischt. Der Name Indaba bezeichnet in der Zulu-Sprache eine afrikanische Stammesversammlung (in meiner Heimat entspräche das wohl dem Thing). 2. Optik und Schnitt: In der geöffneten Dose sieht man ein mittel- bis dunkelbraunes, unregelmäßig gebrochenes Flake-Gemisch mit helleren Virginia-Anteilen. Kein feines Ready Rubbed, sondern eher strukturerhaltende Broken-Flake-Charakteristik. 3. Kaltaroma: Aus der geöffneten, typischen Preßdeckeldose entströmt ein Bouquet von dunkler Dörrfrucht, Brotkruste, leichter Erdigkeit und nussigen Röstnoten. Die Karamell-Saucierung ist eher subtil. Eine leichte rauchige Tiefe erinnert trotz fehlendem Latakia etwas an englische Mischungen, vermutlich durch das Zusammenspiel von Dark-Fired-Virginia und Dark-Fired-Kentucky. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der Virginia liefert dunkle pumpernickelartige Brotsüße und Backobst, Dark-Fired Virginia ergänzt dunkel-würzige Rauchigkeit. Der Dark-Fired-Kentucky ist präsent mit Erde, Holz und einer Umaminote. Es imponiert von Beginn an eine angenehme Cremigkeit des Rauches. Mitte: Die Komponenten verschmelzen nun stärker. Der Fokus verschiebt sich von Breite zu Tiefe: Dunkle Frucht, Holz und milde Würze treten noch deutlicher hervor. Der Dark-Fired-Kentucky bleibt strukturell stabilisierend und rauchig. Die Textur wirkt weich, rund und sehr cremig. Ende: Eine Verdichtung zu dunkler, trockener Süße mit dominanten Holz-, Erd- und Röstaromen entwickelt sich. Frucht tritt zurück, Würze und Struktur übernehmen. Der Rauch bleibt bis zuletzt cremig, ohne Bitterkeit oder Schärfe. 5. Abbrand und Technik: Der Tabak ist technisch sehr unkompliziert. Der Broke-Flake-Schnitt unterstützt langsamen, wohltemperierten Abbrand ohne Tendenz zur Überhitzung und mit eher geringem Bedarf an Nachzündungen. Der Tabak belohnt bedächtiges Rauchen durch stabile, klar strukturierte Aromatik. Zungenbiß bleibt bei ruhiger Kadenz aus. 6. Raumnote: Die Raumnote ist tabakecht mit Anklängen an dunkles Brot, Haselnuß, trockener, erdig-rauchiger Würze und dezenter dörrfruchtiger Süße. Weniger klebrig-süß als typische dänische oder deutsche Aromaten, aber deutlich milder und angenehmer als viele kräftige Kentucky-Mischungen wie beispielsweise der berüchtigte Peterson‘s Irish Flake oder Robert McConnell‘s Stirling Flake. 7. Vergleich und Einordnung: Im Vergleich mit Klassikern ähnlicher Komposition läßt sich HU Indaba besonders gut im Spannungsfeld klassischer und moderner Virginia-Kentucky-Traditionen verorten. Im Folgenden möchte ich deshalb den Tabak mit zwei mir gut bekannten Klassikern vergleichen: Mac Baren’s Dark Twist und Bell’s Three Nuns (rezenter Observation): Mac Baren‘s Dark Twist: Deutlich sirup-süß, mit ausgeprägter Lakritz-, Karamell- und dunkler Fruchtsüße, teils fast Karamellbonbon-artig in meiner Wahrnehmung. Bell’s Three Nuns: Trocken, würzig, mit klarer pfeffriger Perique-Fruchtigkeit (Pflaume, Rosine, fermentierte Süße) und weniger Zuckersirupsüße. Indaba: Am trockensten und strukturiertesten der drei, mit Fokus auf Brot, Erde und Rauch statt Süß- oder Fruchtakzent. Damit steht m.E. HU Indaba etwas zwischen den beiden Vergleichstabaken, zeigt dabei aber einen durchaus eigenständigen Charakter. Im Gegensatz zum zuletzt rezensierten HU Manyara (vielschichtig, teils kakophonisch überladen erscheinend) ist Indaba m.E. klarer strukturiert. Drei Tabakachsen (Virginia, Dark-Fired Virginia, Kentucky) werden durch minimale Karamell-Saucierung verbunden. Dabei ergibt sich keine überbordende Vielstimmigkeit, sondern eine gekonnt balancierte Orchestrierung. 8. Eignung und Empfehlung: Geeignet für Raucher, die Virginia mit dunkler Würze und etwas Erdigkeit und Süße lieben, ohne Latakia oder schwere Aromatisierung. Interessant für Virginia-Liebhaber mit Wunsch nach mehr Tiefe sowie für Kentucky-Freunde, die eine mildere, weniger kantige Interpretation bevorzugen. 9. Fazit: HU Indaba ist ein klar strukturierter, disziplinierter, mittelkräftiger Pfeifentabak. Komponiert von Hans Wiedemann und gefertigt von Kopp liegt seine Qualität in der präzisen Abstimmung weniger Komponenten statt in überbordender Vielfalt: Virginia liefert brotige Süße und Frucht, Dark-Fired-Virginia dunkle Würze und Rauchigkeit, Dark-Fired-Kentucky Erdigkeit und fleischige Rauchigkeit. Die Karamell-Saucierung wirkt hier rein verbindend. Im Vergleich zu den ähnlich komponierten Klassikern Mac Baren‘s Dark Twist und Bell’s Three Nuns positioniert sich HU Indaba als die ausgewogenste und strukturell am stärksten fokussierte Variante. Wie so oft zeigt sich die wahre Meisterschaft in der Beschränkung auf das Wesentliche.
13.08.2026

Sven 1. Einleitung: HU Indaba ist eine interessante, bewußt reduzierte und präzise komponierte Mischung der HU African Line. Sie kombiniert mittelkräftige Virginias (teils Ready Rubbed) mit Dark-Fired-Virginia und Dark-Fired-Kentucky; eine sehr dezente Karamell-Saucierung dient ausschließlich der harmonischen Verbindung der Tabakkomponenten. Komponiert von Hans Wiedemann im Jahr 2019, wird der Tabak bei Kopp in Rellingen gemischt. Der Name Indaba bezeichnet in der Zulu-Sprache eine afrikanische Stammesversammlung (in meiner Heimat entspräche das wohl dem Thing). 2. Optik und Schnitt: In der geöffneten Dose sieht man ein mittel- bis dunkelbraunes, unregelmäßig gebrochenes Flake-Gemisch mit helleren Virginia-Anteilen. Kein feines Ready Rubbed, sondern eher strukturerhaltende Broken-Flake-Charakteristik. 3. Kaltaroma: Aus der geöffneten, typischen Preßdeckeldose entströmt ein Bouquet von dunkler Dörrfrucht, Brotkruste, leichter Erdigkeit und nussigen Röstnoten. Die Karamell-Saucierung ist eher subtil. Eine leichte rauchige Tiefe erinnert trotz fehlendem Latakia etwas an englische Mischungen, vermutlich durch das Zusammenspiel von Dark-Fired-Virginia und Dark-Fired-Kentucky. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der Virginia liefert dunkle pumpernickelartige Brotsüße und Backobst, Dark-Fired Virginia ergänzt dunkel-würzige Rauchigkeit. Der Dark-Fired-Kentucky ist präsent mit Erde, Holz und einer Umaminote. Es imponiert von Beginn an eine angenehme Cremigkeit des Rauches. Mitte: Die Komponenten verschmelzen nun stärker. Der Fokus verschiebt sich von Breite zu Tiefe: Dunkle Frucht, Holz und milde Würze treten noch deutlicher hervor. Der Dark-Fired-Kentucky bleibt strukturell stabilisierend und rauchig. Die Textur wirkt weich, rund und sehr cremig. Ende: Eine Verdichtung zu dunkler, trockener Süße mit dominanten Holz-, Erd- und Röstaromen entwickelt sich. Frucht tritt zurück, Würze und Struktur übernehmen. Der Rauch bleibt bis zuletzt cremig, ohne Bitterkeit oder Schärfe. 5. Abbrand und Technik: Der Tabak ist technisch sehr unkompliziert. Der Broke-Flake-Schnitt unterstützt langsamen, wohltemperierten Abbrand ohne Tendenz zur Überhitzung und mit eher geringem Bedarf an Nachzündungen. Der Tabak belohnt bedächtiges Rauchen durch stabile, klar strukturierte Aromatik. Zungenbiß bleibt bei ruhiger Kadenz aus. 6. Raumnote: Die Raumnote ist tabakecht mit Anklängen an dunkles Brot, Haselnuß, trockener, erdig-rauchiger Würze und dezenter dörrfruchtiger Süße. Weniger klebrig-süß als typische dänische oder deutsche Aromaten, aber deutlich milder und angenehmer als viele kräftige Kentucky-Mischungen wie beispielsweise der berüchtigte Peterson‘s Irish Flake oder Robert McConnell‘s Stirling Flake. 7. Vergleich und Einordnung: Im Vergleich mit Klassikern ähnlicher Komposition läßt sich HU Indaba besonders gut im Spannungsfeld klassischer und moderner Virginia-Kentucky-Traditionen verorten. Im Folgenden möchte ich deshalb den Tabak mit zwei mir gut bekannten Klassikern vergleichen: Mac Baren’s Dark Twist und Bell’s Three Nuns (rezenter Observation): Mac Baren‘s Dark Twist: Deutlich sirup-süß, mit ausgeprägter Lakritz-, Karamell- und dunkler Fruchtsüße, teils fast Karamellbonbon-artig in meiner Wahrnehmung. Bell’s Three Nuns: Trocken, würzig, mit klarer pfeffriger Perique-Fruchtigkeit (Pflaume, Rosine, fermentierte Süße) und weniger Zuckersirupsüße. Indaba: Am trockensten und strukturiertesten der drei, mit Fokus auf Brot, Erde und Rauch statt Süß- oder Fruchtakzent. Damit steht m.E. HU Indaba etwas zwischen den beiden Vergleichstabaken, zeigt dabei aber einen durchaus eigenständigen Charakter. Im Gegensatz zum zuletzt rezensierten HU Manyara (vielschichtig, teils kakophonisch überladen erscheinend) ist Indaba m.E. klarer strukturiert. Drei Tabakachsen (Virginia, Dark-Fired Virginia, Kentucky) werden durch minimale Karamell-Saucierung verbunden. Dabei ergibt sich keine überbordende Vielstimmigkeit, sondern eine gekonnt balancierte Orchestrierung. 8. Eignung und Empfehlung: Geeignet für Raucher, die Virginia mit dunkler Würze und etwas Erdigkeit und Süße lieben, ohne Latakia oder schwere Aromatisierung. Interessant für Virginia-Liebhaber mit Wunsch nach mehr Tiefe sowie für Kentucky-Freunde, die eine mildere, weniger kantige Interpretation bevorzugen. 9. Fazit: HU Indaba ist ein klar strukturierter, disziplinierter, mittelkräftiger Pfeifentabak. Komponiert von Hans Wiedemann und gefertigt von Kopp liegt seine Qualität in der präzisen Abstimmung weniger Komponenten statt in überbordender Vielfalt: Virginia liefert brotige Süße und Frucht, Dark-Fired-Virginia dunkle Würze und Rauchigkeit, Dark-Fired-Kentucky Erdigkeit und fleischige Rauchigkeit. Die Karamell-Saucierung wirkt hier rein verbindend. Im Vergleich zu den ähnlich komponierten Klassikern Mac Baren‘s Dark Twist und Bell’s Three Nuns positioniert sich HU Indaba als die ausgewogenste und strukturell am stärksten fokussierte Variante. Wie so oft zeigt sich die wahre Meisterschaft in der Beschränkung auf das Wesentliche.
HU und co

Thoom Eine Schmach: keine Bewertung auf cigarworld. kurzum: an diesem Tabak muss sich bei mir jeder unaromatisierte Tabak ohne Latakia messen lassen. Die wenigsten ziehen gleich. Wen der DarkFired Anteil abschreckt: dieser Tabak hat wirklich keine übermäßige Herbe oder Stärke. Er ist reich und voll und cremig und samtig.
06.06.2026

Thoom Eine Schmach: keine Bewertung auf cigarworld. kurzum: an diesem Tabak muss sich bei mir jeder unaromatisierte Tabak ohne Latakia messen lassen. Die wenigsten ziehen gleich. Wen der DarkFired Anteil abschreckt: dieser Tabak hat wirklich keine übermäßige Herbe oder Stärke. Er ist reich und voll und cremig und samtig.