Aganorsa Leaf Cerberus
Alleine bei dem wohlklingenden Namen ahnt man schon, dass es zu diesen Zigarren viel zu erzählen gibt. Fangen wir mit dem Namen an: Cerberus (oder auch Zerberus auf Deutsch) ist in der griechischen Mythologie der mehrköpfige Hund, der den Hades, die Unterwelt, bewacht. Die tatsächliche Geschichte der Zigarre hat aber mit Hunden und nicht etwa mit der Unterwelt zu tun. Die Aganorsa Leaf Cerberus Zigarren sind eine Hommage an die amerikanischen Bulldoggen, die helfen, die Vegas, die Tabakfarmen von Aganorsa, zu bewachen.
Aganorsa Leaf Cerberus: Hommage an die Wächter der Tabakfelder
Mir kamen diese Zigarren nicht wegen des Namens Cerberus bekannt vor, sondern durch das, was darunter auf dem Zigarrenring zu lesen ist: Guardian of the Farm. Wir importieren ja seit diversen Jahren auch die Zigarren von Warped, die übrigens ebenfalls bei Aganorsa hergestellt werden, und bekamen dadurch auch das Angebot, die Sonderedition Warped Guardian of the Farm zu importieren. Daraus ist damals nichts geworden, aber nun sind ja doch Zigarren mit diesem Namen eingetroffen! Aganorsa hatte sich früher eher einen Namen im Tabakanbau und in der Tabakverarbeitung erworben; den Verkauf und das Marketing der gerollten Produkte überließ man bis Anfang der 2020er Jahre anderen Zigarrenmarken. Der Name Aganorsa steht übrigens für Agricola Norteña S.A. Viele renommierte Marken wie Viaje Cigars oder auch die Illusione Zigarren von Dion Giolito werden hier gerollt. Der Gründer und Inhaber ist Eduardo Fernandez, der die Tabacalera Tabacos Valle de Jalapa S.A. kaufte, dann zunächst unter Casa Fernandez und schließlich seit 2018 unter Aganorsa Leaf produziert.
Corojo 2012 Deckblatt: Geschmack und Innovation aus Nicaragua
Eduardo ist gebürtiger Kubaner und interessanterweise durch den sehr erfolgreichen Börsengang von Telepizza in Spanien zu einem großen Vermögen gekommen, welches er nun durch das Investment in die Zigarrenindustrie weiter vermehren möchte. Hier finden Sie alle weiteren bei uns erhältlichen Zigarren von Aganorsa Leaf. Die hier vorgestellten Leaf Cerberus sind die dritte Linie innerhalb der Guardians of the Farm-Familie, aber die erste, die es nach Deutschland geschafft hat. Es sind nicaraguanische Puros, die selbstverständlich ausschließlich eigenen Tabak verwenden. Besonders hervor sticht hier die unternehmenseigene Entwicklung, der Corojo 2012, den sie hier als Deckblatt verwenden. Damit erreicht man einerseits einen charakteristisch reichhaltigen, andererseits aber auch einen weichen Körper. Für mein Empfinden handelt es sich geschmacklich um eine, wie man sagen würde, typisch nicaraguanische Zigarre, die mit etwas Pfeffer und deutlich erdigen Noten ihre Herkunft nicht verbergen kann. Mir persönlich ist sie in diesem Moment etwas zu intensiv, aber sie ist aufgrund der sehr guten Verarbeitung und der harmonischen Aromatik eine Empfehlung für Liebhaber kräftigerer Zigarren.
Fertigungsarten
| Logo | Abkürzung | Beschreibung |
|---|---|---|
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MM | Machine Made (vollkommen von Maschinen hergestellte Zigarren, daher das Fabriksymbol) |
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HAM | Hecho a Mano, d.h. dies ist eine Mischform – die Einlage mit der Maschine, das Deckblatt von Hand überrollt |
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TAF | Totalmente a Mano, d.h. komplett von Hand hergestellt ABER mit gerissener Einlage (dies ist die offizielle Bezeichnung der Kubaner dafür) |
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TAM | Totalmente a Mano, komplett von Hand hergestellt mit ganzen Blättern |
TAM


