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Humidor Maiwald

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Costa Platinum Robusto XL

Länge: 12.70Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

In England bin ich das erste Mal auf diese Zigarre gestoßen. Der Händler war ziemlich proud auf diese Zigarre und für 5 Pfund konnte ich ja eigentlich nichts verkehrt machen. Mit ihrer Würzigkeit haftete sie sich gut in meiner Erinnerung und wie das Leben so passiert, fand ich sie später auch in Düsseldorf. Der alte britische Händler erzählte mir seine Geschichte wie er an das gute Stück gekommen ist..kurzum es war ein gelungener schöner Abend. Tabacosta wurde 2012 gegründet und hat seinen Sitz in Panama. Das Unternehmen zog 2014 nach Estelí. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 200 Mitarbeiter und soll jährlich 1,8 Millionen Zigarren verkaufen, die in verschiedenen Ländern der Welt vertrieben werden, so viel ich weiß. Auf der IPCPR im Jahre 2016 wurden zwei neue Mischungen vorgestellt eine davon war die Costa Platinum. In Deutschland gibt es eventuell nur noch Restbestände, aufgelegt wurden sie hier, soviel ich weiß, nie. Die neue Platinum besteht aus einem Habano-Oscuro Deckblatt, einem ecuadorianischen Umblatt und einer Einlage aus drei Regionen in Nicaragua: Condega, Estelí und Jalapa. Sieht verdammt gut bearbeitet aus das Stück und wirkt in der Hand durch ihr Deckblatt ziemlich rau. Ihr Kaltgeruch ist von bittersüßer Schokolade und Erde. Unter Feuer: Ihr Startup ist ziemlich stark nach kräftigem Tabakgewürz gepaart mit schwarzem Pfeffer und starkem Espresso. Ihr Zug ist sehr leicht und bringt dir die süß, rauchigen Röstaromen direkt in dein Geschmackszentrum. Retronasal peitscht hier der schwarze Pfeffer leicht in das Geschmacksprofil. Primär sind hier erdige Noten, die mit Kaffee, Bitterschokolade, Kakao, Pfeffer und Röstaromen vermischt werden. Oftmals fand ich etwas Zeder im Programm. Der Abbrand war absolut sehr langsam, geradlinig und von einer festen Aschestruktur. Fazit: Ich weiß nicht wie lange es noch dieses Leckerchen gibt und ob sie überhaupt noch irgendwo zu finden ist. So eine fantastische Zigarre unter 4 € ist glaube ich nur selten zu finden. Ein Geschmacksprofil was man einfach gut wegrauchen kann, ein Kaffee dazu und die Welt ist wieder in Ordnung. Die Tabacalera American Caribbean Cigar Company hatte damals noch Restbestände, ob dieser Blend heute noch existent ist oder unter anderem Namen neu aufgelegt wurde, ist mir nicht bekannt.... Wenn ihr mehr wisst, bitte lasst es mich wissen. Rauchgenuss ca. 70-80 Minuten. Stärke: 6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,2 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,8 von 10.



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León Jimenes Family Reserve 110th Anniversary Edition (Guillermo - schwarzer Ri
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Für diejenigen, die Guillermo León nicht kennen, sollte der Löwenkopf auf dem Etikett einen Hinweis geben. Eine La Aurora! Ein Produkt aus der ältesten, in betrieb befindlichen, Zigarrenfabrik der Dominikanischen Republik. La Aurora wurde 1903 von Eduardo León Jimenes gegründet und 2 Generationen später, ist sein Enkel Guillermo León Herbert am Ruder. Das Löwensymbol auf der Band steht stellvertretend für den ursprünglichen „Löwen“, der für die ersten La Aurora Bauchbinde entworfen wurde, die in den 1920er Jahren gegründet wurde. Anlässlich seines 110-jährigen Bestehens im Zigarrengeschäft, kreierte Guillermo León, Inhaber von La Aurora, diese Mischung hier, die seinen Vater Fernando Léon Asensio ehrt, der 2009 starb, nachdem er das Unternehmen viele Jahre lang geführt hatte. Eine Kreation aus einer einzigartigen Mischung aus fünf Länder. Deckblatt: Ecuador HVA Habano. Umblatt: Dominikanische Republik, Kamerun. Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua, Peru, Brasilien. Dieser Kaltgeruch nach Schokolade, dunkle Früchte und Zeder einfach wunderbar. Unter Feuer: Welch ein Genuss deine Nase beim Anzünden erreicht...Der cremige volumenreiche Rauch, der von dieser Zigarre aufsteigt, riecht stark nach Muskatnuss und Zimt, einer sehr schönen Kombination und ich glaube leicht Marzipan wahrzunehmen. Ein Geschmack erreicht die Sinne aus gerösteten Nüssen, schwarzem Pfeffer, der in einem üppigen Lederprofil sich verwirbelt. Es gibt retronasal einen Hauch von Anis und Kaffee mit ein wenig Popcorn. Begleitet wird das ganze von dunkler Schokolade, schwarzem Pfeffer, Anis und einer Honigsüße. Der Abbrand der leichten Boxpress ist geradlinig und von lockerer Asche. Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Fazit: Die whiskyfarbende Family Reserve lässt dich das Jetzt genießen. Schokolade und Kaffee versüßt dir den jetzigen Moment und lässt dich den Alltag vergessen. Ein schönes Abschalten, dabei ein schönes Buch...Herz was willst du mehr. Stärke: 5-6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,4 von 10. Abbrand/Zug: 9,1 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,9 von 10.



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Winston Churchill The Late Hour Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Vielleicht geht es euch auch so...es gibt Zigarren die erzählen nicht nur eine eigene Geschichte, sondern sind auch noch eng mit den eigenen Erlebnissen verknüpft. Zigarren die bei besonderen Anlässen verköstigt wurden und daher einen besonderen Stellenwert haben. Die "The late hour" ist so eine für mich! Wenn es um berühmte Zigarrenraucher geht, enthält jede Liste Sir Winston Churchill. Er war ein so begeisterter Zigarrenraucher, dass die Churchill- Größe tatsächlich nach ihm benannt wurde. Anfang 2015 veröffentlichte Davidoff eine exklusive Marke namens Winston Churchill . Aufgrund des Erfolgs der ersten Veröffentlichung fügte Davidoff eine zweite Zeile hinzu, Winston Churchill Late Hour , die nach den kleinen Stunden benannt ist, die Churchill gewöhnlich mit Schreiben und Strategisieren verbracht hat, als er durch die tückische Unsicherheit des Zweiten Weltkriegs navigierte. Warum gerade Davidoff? Davidoff-Zigarren wurden in den 1960er Jahren in Kuba von Zino Davidoff geboren, dessen in Genf ansässiger Tabakladen von einigen der größten Würdenträger des 20. Jahrhunderts besucht wurde, darunter Vladimir Lenin und Winston Churchill. Hier hatte Zino seinen ganz besonderen Stellenwert zu Winston Churchill gefunden. Deckblatt: Ecuador Habano. Umblatt: Mexiko, Ecuador. Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua. Die Late hour: Wollen wir wirklich bei Davidoff über Aussehen und Verarbeitung sprechen? Ich erspare mir das! Davidoff ist für mich einer der Zigarren, die mich nie in der Verarbeitung oder Qualität enttäuscht haben. Perfektion die ihre Wertigkeit bestimmt! Der Kaltgeruch des Zigarrenfußes ist blumig mit einem Hauch von Schokolade, Leder und Pfeffer. Unter Feuer: Intensive Aromen von rauchiger Eiche und schwarzem Pfeffer, begrüßen anfänglich den Gaumen, während Retronasal etwas Zitrus, mit Leder und  Pfeffernoten erscheinen. Im Verlauf bildet sich bittersüße Schokolade mit einer darunter liegenden Salzigkeit, die sich auf den Lippen ablegt. Viele Gewürze und nussigen Aromen drängen ins Geschmacksbild und enden in cremiger, leicht rauchiger, samtiger Vanille. Später werden einem Erdigkeit und die leichten blumigen Noten eingespielt, deren Exitus in Holz, Zeder, Zimt und Karamell finden. Fazit: Wenn der Tag auch nicht besonders ist, mit dieser Zigarre findet er sein Highlight. Die dunklen Aromen gepaart mit der perfekten Konstruktion machen diese Davidoff zu einem exquisiten Erlebnis. Sie ist eine der Zigarren die das Herz eines Aficionados höher schlagen lässt. Und das Ganze noch verpackt in die Geschichte eines großen Mannes. Prädikat: "Besonders wertvoll"... Rauchgenuss ca.80 Minuten. Stärke: 4 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,9 von 10. Abbrand/Zug: 9,9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,7 von 10.



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Kristoff Signature Series JT Toro
verifizierter Kauf

Länge: 0.00Durchmesser: 0.00 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Von Kristoff habe ich schon einige verköstigt, heute ist JT Signature dran. Die Geschichte dahinter: Im Jahr 2019 begann Kristoff Cigars mit der Einführung einer Zigarre, die als Kristoff JT Signature Series bekannt ist. Der Name JT steht für Jarrid Trudeau , Vice President of Sales bei Kristoff Cigars. Es ist ein Projekt, das von Trudeau geleitet wurde - und das auf einzigartige Weise auf den Markt gebracht wurde.  Die JT Signature-Serie ist auch eine der wenigen kastengepressten Zigarren, die Kristoff angeboten hat. Die Produktion wird in der Fabrik von Charles Fairmorn abgewickelt - einer Fabrik, in der im Laufe der Jahre der Löwenanteil der Kristoff-Mischungen hergestellt wurde. Klasse sieht sie aus, die Boxpress mit ihrer Kaffeebohnenfarbe. Auf der Oberfläche befinden sich viele kleine Flecken und man erkennt genau, hier wurde nicht mit einem Pinsel nachgeholfen. Viele kleine sichtbare Adern sind zu sehen und die Kappe ist hervorragend verarbeitet und per Pigtail verschlossen. Die Bauchbinde wirkt edel mit ihrer Marmorierung und der goldenen Schrift. Sie riecht leicht nach süßer Erde, Schokolade und ein wenig nach Feige. Der Trockenzug ist nach Zeder und schwarzem Pfeffer. Deckblatt: Ecuadorian HVA Habano. Umblatt: Sumatra. Einlage: Mexikanisch San Andrés und Dominikanische Republik. Unter Feuer: Mit kräftigen Gewürzen startet sie und man schmeckt schon leicht den schwarzen Pfeffer, der hier und da mal stärker aufbebt. Kakao mit einer subtilen Cremigkeit vermischt sich mit einem Geschmack von Birke und Zeder. Retronasal findet sich ein Geschmack, den ich kaum deuten kann, erinnert ein wenig an Kreuzkümmel mit einer dunklen Tabaknote. Irgendwas zitrusmäßiges schwimmt in den ganzen Gewürzen mit und macht die Zigarre einfach spannend für mich. Nicht nur das lohnt sich an der Geschmacksplättchen zu schmecken, sondern auch ihre Erdigkeit, die im Vordergrund steht und hervorragend mit dem anstehenden Gewürz harmoniert. Der Abbrand ist nicht immer geradlinig und mir locker Asche. Fazit: Kristoff lieferte hier einen großartigen Geschmack ab. Die Signature hat eine Menge an Komplexität und eine sehr gute Konstruktion. Gut ausgewogen und ausbalanciert wird der Geschmack zum Gaumen getragen. Das unbeschreibliche Gewürz gilt es zu entdecken und hinterlässt eine Einzigartigkeit. Rauchgenuss ca 80 Minuten. Stärke: 5 von 10. Qualität/Verarbeitung: 8,9 von 10. Abbrand/Zug: 8,9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,9 von 10. Persönliche Punktebewertung: 92 Points.



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Laura Chavin Classic No. 1 Virginy (Toro)
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Würde ich es einfach beschreiben, so würde ich ihn fruchtig, frisch, leicht süßlich und sehr grasig und holzig beschreiben. Wovon ich rede? Natürlich von dem Kaltgeruch der Laura Chavin Virginy....Eine Premiumzigarre die gerade sowas von gehyped wird. Den ersten Kontakt zu einer Laura Chavin hatte ich Anfang 2019, mit der Classic No. 22 (Panetela). Ich kann mich erinnern, dass sie sehr frisch, fruchtig, floral schmeckte und mir dazu irgendwie Champagner und Sekt einfiel. Aber kommen wir nun zur Virginy No. 1.. eine Premiumzigarre die wohl, so sagt man, weltweit den einzigen genetisch noch unberührten Urtabak, dem Carbonell’schen Olor Dominican Virgen, in sich trägt.  Die Zigarrenmarke Laura Chavin ist nach der Tochter des Gründers und Inhabers Helmut Bührle benannt. Im Jahre 2014 entschied sich Helmut Bührle dazu sich von seinem langjährigen Produzenten, der Tabacalera de Garcia in La Romana, zu trennen, um eine neue, eigenständige Produktion in der Dominikanischen Republik aufzubauen. Durch die Insolvenz im Jahre 2017 verschwand die Marke komplett vom Markt. Seit Anfang 2019 feiert die Marke unter neuer Regie ein Come Back. Deckblatt: Connecticut Shade Ecuador. Umblatt: Dominikanische Republik. Einlage: Dominikanische Republik. Unter Feuer: Sie beginnt cremig, sehr holzig, weich mit fruchtigen Noten, die von einer gewissen Süße untermalt wird. Retronasal wirkt das Ganze sehr grasig und floral. In Verlauf, wird sie, ab der Mitte, sehr feinherb und sehr säuerlich mit einer Mischung aus Heu, Zitrusfrüchten und blumigen Noten. Ab der Mitte gefällt sie mir auch besser, der voluminöse Rauch trägt in seiner dominierenden Fruchtigkeit eine gewisse Schokosüße mit sich. Der Abbrand ist geradlinig, messerscharf und zeigt, dass es sich hier um eine wirklich sehr gute Qualität und Verarbeitung handelt. Fazit: Wer eine Premiumzigarre auf dem Markt mit 25 € anbietet, der muss auch verdammt gut abliefern. Ist die Virginy No.1 eine so außergewöhnliche Zigarre? Hier teilt sich meine Meinung... Auf der einen Seite bietet sie etwas ungewöhnliches im Genuss, auf der anderen Seite wirkt sie auf mich gleichbleibend und hat nicht so meinen Geschmacksnerv getroffen. Bei dem Preissegment muss etwas mehr als nur Geschmack begeistern, es muss sich ein auf und ab, eine Wechsel der Intensität, eine Herausforderung, eine Entdeckung der Einzigartigkeit in der Zigarre finden. Etwas was in dir harmonisch "ja" sagt. Die Virginy ist eine gute Zigarre die aber aufgrund ihres Preises, sehr exquisit bleibt. Rauchgenuss ca.65 Minuten. Stärke: 5 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,1 von 10. Persönliche Punktebewertung: 91 Points.



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Crowned Heads Jericho Hill OBS
verifizierter Kauf

Länge: 12.07Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Obwohl ich sie 2014 nach der Messe das erste mal probiert hatte und begeistert war, greife ich viel zu wenig zu ihr. Die Rede ist hier von der Jericho Hill von Crowned Heads. Aber wie kam es zu diesem Namen? Informationen hierzu konnte ich auf der Website von Crowned Heads finden: John R. "Johnny" Cash gilt allgemein als einer der einflussreichsten amerikanischen Musiker des 20. Jahrhunderts. Sein Erbe inspiriert weiterhin viele, einschließlich der gekrönten Köpfe. Jericho Hill wurde von Cashs Interpretation von "Cocaine Blues" inspiriert, die 1968 auf Cashs Live-Album "At Folsom Prison" zu finden war. Das Lied handelt von einem Mann, Willy Lee, der einen dunklen Weg einschlägt, der durch den Einfluss von Whisky und Kokain hervorgerufen wird. Willy wird in Juarez, Mexiko, gefangen genommen und vom Sheriff aus Jericho Hill vor Gericht gestellt. Cash war das vierte von sieben Kindern, und Jericho Hill ist die vierte reguläre Produktion von Crowned Heads. Das dunkle Deckblatt, das auf Jericho Hill verwendet wird, ist eine Anspielung auf „The Man in Black“, da die Deckblattsorte (Mexican San Andres) eine Anspielung auf die Referenz „Juarez, Mexico“ in „Cocaine Blues“ ist.  Na ja, so ist das! Übrigens, Jericho Hill wurde in der Fabrik von My Father SA in Esteli, Nicaragua, entwickelt. Deckblatt: San Andrés Mexiko. Umblatt: Nicaragua. Einkage: Nicaragua. Welch ein öliges Deckblatt, sie wirkt fantastisch mit ihrer klassisch aussehenden Bauchbinde. Eine schön konstruierte Zigarre, leicht boxpress, dessen Kaltgeruch nach Schoko, Anis und süßer Melasse einem eine Vorfreude ins Gesicht zaubert. Unter Feuer: Die ersten Züge sind süß mit Erdig- und Holzigkeit. Leichter schwarzer Pfeffer und eine Vielzahl an Gewürzen nimmt sofort seine Arbeit auf. Später windet sich ein Lederprofil an deinem Gaumen vorbei, der dann in Kaffee und Schoko sein Endgeschmack findet. Ab der Mitte droht sie sich zu verlieren, ich musste sie von Asche befreien, neu anzünden und degasieren, danach konnte das Geschmacksinferno weitergehen. Viele dunkle Aromen umschmeicheln die Geschmacksplättchen und ich kann sie weiß Gott nicht benennen... Kakao, Holz, Gewürze und eine reiche Erdigkeit bestimmen den Vordergrund. Eine Cremigkeit... Süße, Zitrusfrüchte, Holz und Leder spielen stellenweise in diesem Ensemble mit.   Fazit: Ich glaube die Jericho Hill ist für einen erfahrenen Gaumen gedacht. Ihr Geschmacksprofil ist so reichhaltig abgestimmt und bietet viele kleine Nebennuancen, die erst einmal entdeckt werden wollen. Das passiert bei den vielen Zigarren die ich verköstige nicht oft. Für mich eine spektakuläre Zigarre! Bleibt für mich nur zu klären...Warum habe ich nicht öfter zu ihr gegriffen? Rauchgenuss ca. 65 Minuten. Stärke: 6-7 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,7 von 10. Abbrand/Zug: 8,8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,2 von 10. Persönliche Punktebewertung: 93 Points.



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ADV Cigars & McKay Piece of Heart Short Belicoso
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06

Damals wurde die Piece of Heart zu erst und exclusiv für die Schweiz hergestellt und hatte eine gemeinnützige Verbindung zur Dominikanischen Republik. Jeweils 2 SFR der Zigarre fließen in soziale Hilfsprojekte für Bildung, Sozialarbeit, Jugendgruppenprogramme, freiwillige Reinigung von Stadtvierteln und Sportprogramme. Ferner wird mit einem Teil des Erlöses bedürftigen Kindern in der Karibik kostenlos Korrekturbrillen zur Verfügung gestellt. Wunderbar...mit dem Kauf tut man nicht nur seinem Genuß etwas gutes. Deckblatt: Ecuador/Connecticut Shade. Umblatt: Indonesien. Einlage:Dominikanische Republik, Ecuador. Sie wirkt sehr hell mit ihrem Connecticut Shade Deckblatt, kaum Adern sind zu erkennen und das ganze sieht fantastisch gut verarbeitet aus. Die Bauchbinde mit ihrem metallischen grünen Absatz passt sich dem nahtlos hier an. Ihr Kaltgeruch ist nach leicht süßem Heu und etwas Honig. Unter Feuer: Ihre ersten Züge wirken auf mich leicht holzig und mit grasigen florale Noten gespickt. Erst ein wenig später steigt ihre Cremigkeit ein und bringt eine leichte gewisse Süße mit. Im Verlauf steigen nussige Aromen im Vordergrund auf, sie behält aber ihre florale und holzige Struktur. Das ganze läuft mild...sehr mild ab. Retronasal findet man hier etwas Mandel. Pfeffer ist im Verlauf überhaupt nicht präsent. Eine leichte Säure schwingt im Hintergrund mit und erinnert mich an stark verdünnter Lakritze. Ab der Mitte werden die nussigen Aromen etwas dunkler. Kommen wir zum Abbrand, dieser ist messerscharf gerade und von mausgrauer Farbe, Die Asche bildet eine feste Struktur und hält sich lange an der Zigarre fest. Fazit: In der Piece of Heart finden sich viele holzige und nussige Aromen. Ihr floraler Anteil ist nicht so meine Geschmackswelt, deshalb sollte auf die Bewertung "persönliches Geschmackserlebnis" nicht ganz so Wert gelegt werden. Ich hatte hier eine Premium Zigarre in der Hand, deren Verarbeitung, Abbrand und Qualität vortrefflich war. Von Stärke brauchen wir hier kaum sprechen denn sie ist sehr mild, wirklich sehr sehr mild. Wer die Geschmacksrichtung mag, wird hier eine hervorragende Zigarre finden. Für mich gibt es hier eine klare Kaufempfehlung für Aficionados die holzig, florale und nussige Noten mögen... Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Stärke: 3 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,8 von 10. Abbrand/Zug: 9,4 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 7,8 von 10. Persönliche Punktebewertung: 90/91 Points.



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Leonel Signature Limited 2021 Toro Maduro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Lange galt sie für mich als Geheimtipp, in einem Zigarrenfachgeschäft hier in Nordrhein-Westfalen, habe ich sie kaum wenn nicht gar nicht gesehen. Die erste Leonel hatte ich online bei Paul Bugge erworben, seit dem findet eine Leonel immer wieder mal ein einen Platz im Humidor. Leonel Cigars wurden von den Zigarrenliebhabern Norbert und Daniel Höldke kreiert und 2014 auf den Markt gebracht. Heute werden Leonel Cigars in über 150 exklusiven Zigarrengeschäften in Deutschland verkauft und in 15 Länder exportiert. Mittlerweile steht die Marke für fairen Handel, für exzellenten Tabak und für hervorragenden Genuss in der Zigarrenwelt. Strenge und stetig durchgeführte Qualitätskontrollen begleitet von mechanische Messungen über Zugverhalten und Abbrand machen Leonel zu einem Qualitätsprodukt. Die Leonel Signature Maduro: Die Signature wird edel in ein extra Tabakblatt eingewickelt, dieses sorgt für Feuchtigkeit und fördert den Aging-Process des Blends. Die Enden sind dabei kunstvoll zu „Pigtails“ verzwirbelt. Optisch ein Leckerbissen, wobei ich später etwas Schwierigkeiten mit dem Entfernen des Blattes hatte. Das ölig-dunkelbraune Maduro Deckblatt ist jedenfalls eine Augenweide. Die Optik wirkt edel und exquisit. Ein schwacher Kaltgeruch nach Erde und leicht würziger Süße wird wahrgenommen. Einlage: Nicaragua. Umblatt: Nicaragua. Deckblatt: Nicaragua. Unter Feuer: Die ersten Züge wirken zwar sehr mild, sind aber mit vollen erdigen Aromen behaftet. Langsam ist ihr Abbrand, damit bewahrt sie sich eine leichte Pfeffernote, die nicht von harten Röstaromen überdeckt werden. Feine Nuancen zwischen fruchtiger Süße und herber Schokolade werden mit einer harmonische Würze begleitet. Im Verlauf wird sie leicht kräftiger, verliert jedoch nie den milden Bereich. Retronasal treffen alle Aromen zusammen und werden, hier und da mal, von leichtem Kaffee begleitet. Fazit: Obwohl ich nach kräftigeren Zigarren strebe hat die Leonel Signature mich begeistert. Eine milde Intensität mit einer schönen Aromenvielfalt von Erde, Pfeffer, Kaffee, Schokolade und einer gewissen Cremigkeit bilden ihre Geschmacksstruktur. Ihr Abbrand ist langsam, sauber und gradlinig... wie man es von einer Premium-Zigarre erwarten kann. Sie wird auch eine einsteigenden Aficionado begeistern können und ja ich werde wieder zu einer greifen.... Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Stärke: 4 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9,7 von 10. Abbrand/Zug: 8,7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,8 von 10. Persönliche Punktebewertung: 89-91 Points



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Los Blancos Liga Exclusiva de Familia Salomones
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Blanco Liga Exclusiva de Familia Connecticut Salomon ist eine der milderen Zigarren von der Blanco Cigar Company Linie aus Florida. Obwohl Blanco Cigars erst 1998 ins Leben gerufen wurde, reichen ihre Wurzel jedoch weit zurück. Der Besitzer David und Cesar Blanco ist nämlich mit den Plasencias verwandt, daher werden seine Zigarren auch in der hochmodernen Fabrik von Placencia, in Nicaragua, gerollt. Die Liga Exclusiva verwöhnt die Nase mit einem Kaltgeruch von Heu, Nüssen, Tabak, Erde und Schokoladenaromen. Deckblatt: Connecticut (Honduras). Umblatt: Nicaragua. Einlage: Nicaragua-Jalapa, Condega, Estelli. Unter Feuer: Der Start-Up ist von cremigen, erdigen Charakter mit einer weichen Tabaknote im Hintergrund und mit Rauch... viel Rauch. Süße Holznoten und ein wenig leichter Pfeffer sorgen für einen harmonisches Stelldichein. Leicht bis mittelkräftig taucht pfefferiger Kakao und leichte Kaffeearomen im Hintergrund auf. Im Verlauf würzt sie Muskatnuss und etwas florales mit rauchiger Zeder bei. Retronasal und am Gaumen kommt ein Kaffeegeschmack auf, den ich wirklich interessant finde und im Abgang lang und glatt ausklingt. Fazit: Diesen vollen Geschmack hätte ich nicht erwartet, sie hat viel mehr Kraft und Komplexität als ich erwartet hatte. Reicher cremiger, weicher Geschmack mit viel, sehr viel Rauch. Gespickt mit weißen Pfeffer, der ein Kribbeln auf der Zunge hinterlässt. Eine Aromenstruktur die mir wirklich gefallen hat und wo ich lange überlegte, wie hoch hier die Punkte-Bewertung für mich ausfallen würde. Ich landete bei 91 Punkten aber bildet euch selbst ein Urteil... Rauchgenuss ca. 65 Minuten. Stärke: 4-6 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9 von 10. Abbrand/Zug: 9,2 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,3 von 10. Persönliche Punktebewertung: 91 Points.



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moking Jacket by Hendrik Kelner Jr. Red Label Short Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

2013 auf dem US-Markt, erschien die Smoking Jacket das erste mal. Da das Angebot äußerst begrenzt war, führten nur 75 Zigarrengeschäfte in der USA die Kelner-Zigarren. Die Kelner Boutique Factory (KBF) ist bei mir immer ziemlich oben auf dem Schirm, wenn Henke etwas neues kreiert, dann ist das auf der Premiumskala eigentlich immer unter besonders empfehlenswert zu finden. Allerdings, bei der Red Label Short Robusto werden sich die Geister scheiden. Der Meister selbst zitiert das Ganze so auf seiner Website: "Der Short Robusto ist der" wilde "der Linie -" unbeschreiblich ", so Hendrik." Es gab einige experimentelle Mischungen, und die Entwicklung hat lange gedauert. " Während er die Vitola sehr lobt, sagt er schnell, dass dies möglicherweise nicht jedermanns Sache ist. Der wahre Kenner wird; Schwelgen Sie jedoch in den Feinheiten. Nun ja betrachten wir der Red Label mal genauer. Das 9 Jahre alte helle, ölig braune Deckblatt wirkt sehr glatt, das Ganze ist knallhart gewickelt und mit einer Dreifachkappe versehen. Die Bauchbinde ist sehr einfach gehalten, es ziert das Markenlogo, das in einem roten Schild zentriert ist und das Revers einer Smokingjacke darstellt. Am Fuß wird eine fruchtige Süße, Gewürze, Zeder, Eiche, Kaffee und erdige Tabaknoten wahrgenommen. Deckblatt: Dominikanische Republik (9 Jahre alt). Umblatt: Doppelt aus der Dominikanische Republik Cotuí und Condega Nicaragua. Einlage: 60% Dominikanische Republik, 20% Nicaragua und 20% Kelner Family Reserve Tabak. Unter Feuer: Die Aromen beginnen sehr vielversprechend schokoladig, cremig, geröstet, nussig und würzig. Ein schöner Start der im ersten Drittel gleichbleibend anhält, sehr geprägt von Kaffee, Zeder und einer große Erdigkeit. Im Verlauf findet sich noch etwas nussiges, Gewürz und Zeder und ein wenig Malz. Auch wenn es sich von der Aromenaufzählung begeistern mag... finde ich hier keine Konsistenz, Komplexität und keine nennenswerte Übergänge. Fazit: Von einer Zigarre in dieser Preisklasse und dazu noch von Henke, hätte ich mehr erwartet. Abbrand und Verarbeitung zeigt zwar deutlich, das es sich hier um eine Premiumzigarre handelt, jedoch konnte sie mich nicht begeistern. Ich fand hier zwar eine gute Aromenstruktur, doch nichts was wild oder unbeschreiblich wäre. Vielleicht bin ich aber auch nur geschmacklich davon getrennt... Rauchgenuss ca. 60 Minuten. Stärke: 5 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9 von 10. Abbrand/Zug: 8,7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 7,9 von 10. Persönliche Punktebewertung: 85 Points.



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Perdomo Reserve 10th Anniversary Super Toro (Box-Pressed Maduro)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Im Jahre 2018 wurde die 10th Anniversary zum "Best Brand Nicaragua" ausgezeichnet. Perdomo ist für mich persönlich immer eine Reise wert und gerade wenn es sich um eine Maduro handelt, bin ich mit Begeisterung dabei. Mit der Perdomo Reserve Linie wollte Nick Perdomo Jr. etwas ganz Besonderes herausbringen. 6 Jahre alten Tabaken, aus kubanischem Saatgut gezogen, von den renommiertesten Farmen aus Estelí, Condega und aus dem berühmten Jalapa-Tal in Nicaragua , sollte den Gaumen der Aficionados begeistern. Ein wirklicher Premium-Tabak sollte es sein und die Box-Pressed Maduro, eine der Linie, liegt nun vor mir. Eine wahrlich schöne Puro! Ihr Erscheinungsbild ist perfekt. Absolut edel wirkt die Bauchbinde auf dem kakaofarbenden Deckblatt, was kaum ölig wirkt. Dazu passend der Kaltgeruch nach ausgeprägten Noten von Schokolade, Erde und Basilikum. Unter Feuer: Es dauert ein wenig bis sie ihr Rauchvolumen aufgebaut hat, was für eine Perdomo sehr ungewöhnlich auf mich wirkt. Bei Perdomo denke ich immer an ein vollmundiges, voluminöses und cremiges Rauchvergnügen... warum und weswegen auch immer sich das in mir eingebrannt hat? Nach kurzer Zeit beginnt sie dich mit trockenen Noten von Kakao, Erde und leicht Dörrobst zu beeindrucken. Das ganze wird Retronasal mit Zimt und leichtem schwarzen Pfeffer abgeschlossen. Ihre Trockenheit wirkt aussergewöhnlich auf mich und macht sie unter den Perdomolinien zu etwas besonderem. Ich kann nun verstehen warum sie im Cigar Journal zum Best Blend gewählt wurde. Fazit: Sie ist trocken und robust, rund und verdammt gut ausbalanciert. Sie bietet einen gleichbleibendes Highlight an Kakao, holzigen Aromen und einer süßen Erdigkeit. Ihre Mittelkräftigkeit ist sehr aromatisch ausgeglichen und mit Schokoladensüße gespickt, ohne dabei ihren erdigen Kern zu verlassen. Wie ich finde ein "must have" für jeden Aficionado.. Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Stärke: 6 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9,3 von 10. Abbrand/Zug: 8,1 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,1 von 10. Persönliche Eingruppierung: 89 Punkte.



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Aging Room Quattro Nicaragua Espressivo (Robusto)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Premium-Zigarren von Aging Room stammen von Master Blender Rafael Nodal, der mit seinen Boutique Blends 2010 den Markt betrat. Mit einer der Bekanntesten ist hier die Aging Room Quattro F55, diese war mit 93 Punkten 2013 die am besten bewertete nicht-kubanische Zigarre in der USA. Die Quattro Nicaragua Espressivo kommt hier mit einem farblich mittelbraunes Deckblatt aus Nicaragua daher und macht einen leicht öligen Eindruck. Die boxgepresste Schönheit lässt kaum Adern erkennen. Perfekt verarbeitet, deutlich am Fuß erkennbar. Und wenn wir dort schon einmal sind stecken wir mal tiefer die Nase hinein... Kaltgeruch nach leicht süßen Rosinen, etwas Holz und ich meine, einen leichten Pfeffergeruch wahrzunehmen. Unter Feuer: Von Anfang an besitzt die Espressivo ein sehr gutes Rauchvolumen, was mich zudem begeistert ist, dass sie für eine boxpressed Zigarre einen fantastischen Zug hat, nicht zu leicht und nicht zu schwer. Sie macht ihren Namen alle Ehre, die Süße im ersten Drittel verliert sich irgendwann und eine starke Expressonote, mit einem nussigen Nachgeschmack, betritt den Vordergrund. Mandel und eine leichte Zedernote wird mit einem Hauch von Pfeffer gemischt. Eine schöne dunkle Note umkreist die Geschmacksplättchen. Retronasal wird die Zigarre richtig würzig und man schmeckt deutlich mehr die nussige Note, wobei der Espresso ständig im Vordergrund bleibt. Nasal findet sich hier auch eine gewisse Karamellsüße. Im letzten Drittel der Zigarre wird Zeder zum Hauptprofil, mit einem Hauch von dunkler Schokolade im Abgang. Fazit: Eine unaufdringliche Zigarre mit einer schönen Komplexität und leicht definierbaren Noten. Das Geschmacksbild ist abgerundet dunkel, mit wirklich ausgeprägten Kaffeenoten deren Stärke in tiefem Espresso endet. Ergebnis...eine unvergessliche Zigarre, die sehr angenehm zu rauchen ist und sicherlich bei mir an die 90 Punkte kratzt. Rauchgenuss ca. 75 Minuten. Stärke: 6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,9 von 10.



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ADV Cigars & McKay The Royal Return King's Gold Robusto (52x5)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Von ADVentura gibt es zwei verschiedene neue Mischungen The Royal Return Queen's Pearls und The Royal Return King's Gold. Die Kings hat ein Connecticut Broadleaf Deckblatt (USA), das Umblatt ist ein San Andrés (Mexiko) und die Einlage kommt aus der Dominikanische Republik, der USA und aus Nicaragua. Der Tabak wurde wahrlich für einen König angebaut, wenn man bedenkt dass der Tabak, vor der Verarbeitung, mindestens 5 Jahre lang gelagert wurde. Ihr Aussehen und Auftreten mit ihrem dunklen rötlichen Deckblatt, durchzogen mit dicken Blattvenen und einer bronzefarbenden Bauchbinde die wie aus Metall erscheint, ist nicht weniger königlich. Starker dunkler Schokoladengeruch vermischt mit Heu, Zeder und Erde dringt an die Nase. Unter Feuer: Die ersten Züge bringen oftmals schon den Geschmack,wo du schon im Vorfeld weißt...sie wird dich nicht enttäuschen. Sie startet schon mit einem Rauchvolumen und wenn ich von Rauchvolumen spreche dann hier schon fast einer Nebelbombe gleich. Wahrlich ein richtig fetter, dicker, buttriger Rauch dringt in den Mundraum und bringt im ersten Drittel dir dominante Noten aus Mandel, Zedern mit ein wenig Leder, kieselieger Erde, gerösteten Kaffeebohnen, Zimt und einem milden floralen Geschmack. Das Ganze wird mit einer leichten Pfefferschärfe unterstrichen. Im Verlauf findet sich eine wunderbare Rosinenkuchen-Süße, die sich stark retronasal mit einer trockenen dunklen Note und leicht schwarzen Pfeffer bemerkbar macht. Ihr Zug und Abbrand ist tadellos. Rein persönlich kam sie mild bis mittelkräftig vor. Rauchgenuss ca. 70 Minuten. Fazit: Welch eine Rauchfreude... Ihre Geschmacksstruktur kam mir sehr entgegen, die Rauchentwicklung ist weit über dem Durchschnitt und sie wirkt nicht langweilig sondern sehr rund und ausgewogen. Eine gute Zigarre die ich jedem Aficionado wärmstens empfehlen kann. Ich will mehr... Verarbeitung/Qualität: 9 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Stärke: 4-5 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,1 von 10.



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Crowned Heads Juarez Willy Lee
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Erstmal an die Nase gehalten, welch ein Duft nach Honigkuchen Kakao und viel Erde. Crowned Heads wurde 2011 von den ehemaligen Führungskräften von CAO Cigars, Jon Huber und Mike Conder, gegründet und mittlerweile haben die Beiden einen verdammt guten Ruf in der Zigarrenwelt. Gemeinsam haben Huber und Conder ihre Marketingkompetenz genutzt, um ihre Marke bekannt zu machen. Der Name des Unternehmens wurde von der Figur Professor Marvel aus dem Film The Wizard of Oz von 1939 inspiriert , auf dessen Trailer „Acclaimed by the Crowned Heads of Europe“ stand. Der Name zeigt auch einen völlig unbeabsichtigten Zufall: Das 'C' in „Crowned“ und das 'H' in „Heads“ stehen auch für C onder und H uber. Und nun halte ich die Juarez Willy Lee in den Händen. Allerdings schon die Dritte, die Zwei anderen vor ihr habe ich bereits auf meinem England Tripp vernascht. Wie schön gleichmäßig sie wirkt, fein Adern erstrecken sich vom Fuß bis zur Kappe. Die Bauchbinde zeigt einen gekrönten Stier. Die Krone hat fünf Zacken und auf der Hüfte des Stiers befinden sich fünf Striche...keine Ahnung was das bedeutet? Farblich fügt sich die Binde ins Deckblatt ein. Welch ein optischer Leckerbissen. Deckblatt: Mexiko, San Andrés. Umblatt: Sumatra. Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua. Unter Feuer: Diesmal mache ich es anders, mit dem Feuerzeug gebe ich ihr Hitze so lange bis der Fuß leicht glüht, ein wenig pusten und erst dann wird sie gecuttet... und schon gleich legt sie los, mit viel Würze und einem Ansturm von unglaublicher süßer Erde. Trockene holzige Noten perlen leicht in den Rachen ab. Fantastisch wie sie abbrennt, in kleinen grauen Wellen bildet sich eine feste Asche, die Brandtlinie ist messerscharf und wie mit einem Lineal gezogen. Nach 3 cm asche ich ab... Jetzt mit viel neuem Sauerstoff und ohne Aschekegel der sie kühlte, entwickelt sie sich zu einem Vergnügen aus Schokolade, trockenem Kakao und Melasse. Retronasal erscheint etwas nussiges, was sich dann cremig sehr lange im Abgang hält und in vielen unterschiedlichen Schokoladennoten sein Ende findet. Rauchgenuss über 90 Minuten. Fazit: Die Juarez wirkt mittelkräftig auf mich und sie brennt unheimlich langsam ab. Das ist einfach wunderbar, so kann ich ihre reichen Aromen lang genug genießen. Welch eine Mischung wurde hier kredenzt, alles passt zu einander. Rund, ausgewogen und ein Leckerchen für meine Geschmacksplättchen. Abbrand und Zug zeigen welch Qualität in ihr steckt. Prädikat... absolut empfehlenswert!



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La Galera Anemoi Zephyrus (Double Toro)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein Blickfang ist sie ohne weiteres, mit ihrer kunstvollen Bauchbinde in eisblau und weiß. Das Deckblatt fühlt sich rau und grob an, passt eigentlich zu meiner Umgebung, denn ich befinde mich gerade in Aycliffe England und das Wetter ist typisch englisch... obwohl die Bauchbinde sehr griechisch ist passt sie zum Stimmungsbild. Der Fuß riecht nach etwas wie Rosine und Pflaume, mit leicht warmen Leder und feuchtem Heu. Deckblatt:  Connecticut Broadleaf. Umblatt:  Dominikanische Republik. Einlage:  Dominikanische Republik. Unter Feuer: Die ersten Züge wirken ziemlich kräftig auf mich, harte Röstaromen im Hintergrund gespickt mit dunklem Pfeffer. Das Umblatt scheint zu fest um die Einlage gewickelt zu sein, unter Wärme reisst dieses ein und nimmt das Deckblatt gleich mit. Der Einriss ist zwar nicht groß aber es wird im Verlauf immer wieder Mal passieren, das dass Deckblatt einreisst. Nach einigen Zentimetern endet der dunkle röstige Punch und die Zigarre scheint sich gefunden zu haben. Aromen von stark gebrannten Kaffee, gerösteten Nüsse, Leder und manchmal etwas Mokka begleiten mich durch den Verlauf der Zephyrus. Manchmal entsteht eine leichte Bitterkeit, und ihre leichte Säure entwickelt einen Salmiak Geschmack der sehr stark an Lakritze und Minze erinnert. Ihr Abbrand war nicht überzeugend oftmals lief dieser schief ab und ich musste mein Zugverhalten ändern, um sie zu korrigieren. Fazit: Die Zephyrus konnte mich nicht ganz überzeugen. Es fanden sich zwar subtile Ledernoten und viel dunkle Röstaromen, diese hinterließen aber keinen bleibenden Eindruck. Der Rauch hätte voluminöser sein können und der Abbrand war nicht gerade gradlinig. Im großen und ganzen war ich ein wenig enttäuscht und meine Erwartung wurde nicht erfüllt. Rauchdauer über 90 Minuten. Verarbeitung/Qualität: 7,8 von 10. Stärke: 7 von 10. Abbrand/Zug: 6,8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 7,6 von 10.



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