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Humidor Maiwald

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LB-1 Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 1.98

Hohe Qualität verbunden mit einem stilvollen Auftreten verschafften Rocky Patel Zigarren in nur sehr wenigen Jahren einen großen Erfolg. Mitte der 1990er führte der ehemalige Rechtsanwalt seine Marke Indian Tabac blend auf dem Markt ein, benannte sie dann aber 2002 in Rocky Patel Premium Cigars um. 2007 wurden bereits 16 Millionen Rocky Patel Zigarren jährlich hergestellt. Begründet ist dieser kometenhafte Aufstieg nicht zuletzt durch die hohe Qualität der Zigarren. Und nun die LB1...wenn ein Unternehmen an einer Zigarrenmischung arbeitet, ist die Zigarre häufig mit einem Code gekennzeichnet. Daher wurde diese Zigarre als LB1 bezeichnet! Deckblatt:  Ecuador Habano. Umblatt:  Nicaragua. Einlage:  Nicaragua. Klasse sieht das dunkle und ölige Habano-Deckblatt aus Ecuador aus, ganz feine Blattvenen und dazu passt farblich die Bauchbinde wie Faust aufs Auge. Das Weiß und Kupfer der Bauchbinde zeigt subtile Mehndi-Kunstwerke, die aus Indien stammen, sehr schön. Der Fuß der Zigarre bot zunächst eine Marshmallow-Süße an, leicht mit Kakao und einem Hauch von rotem Pfeffer unterlegt. Der Kaltzug ist von einer gewissen Erdigkeit. Unter Feuer: Ich lass mir Zeit mit dem Anfeuern, ruhig und mit kreisender Bewegung bringe ich den Fuß zum Glühen. Mit viel Rauchvolumen strömen die ersten Aromen in den Mundraum. Leicht ist der rote Pfeffer zu spüren, der Retronasal mehr hervortritt. Der Zug ist genau richtig und hinterlässt eine wunderbares Nachatmen der Zigarre, so nenne ich es wenn durch den hinterlassenen Unterdruck der Kopf noch lange nachraucht. Viel Zeder, Eichenholz und eine schöne rauchige Süße macht sich breit, gefolgt von einem leichten Buttermilchgeschmack. Ich muss sie bei Laune halten, bei Seite legen und schreiben ist nicht, Desinteresse bestraft sie mit einem Erlischen. Im Verlauf findet sich eine subtile Ledernote zusammen mit einer Milchschokoladensüße, einer dominierenden Zedernote, Röstnoten, Beeren sowie auch Rosinen und Schokoladennoten. Und lacht bitte nicht...eine leichte Senfnote und eine Würze die mich an Kartoffelchips erinnert. Retronasal wirkt sie kräftiger und ihre dunkle Schokolade kommt stärker zum Tragen. Fazit: Die Rocky Patel LB1 gehört wahrscheinlich zu den Top 30 Prozent der Zigarren, die ich dieses Jahr geraucht habe. Allerdings, hoffentlich geht sie nicht in der Bandbreite der vielen Rocky Patels verloren. Sie ist nicht so auffällig wie die Nummer 6, sie hat nicht das Gesicht einer Hamlet und sie erscheint mir nicht so gut wie einige der jüngsten dieser Marke, wie Tavicusa und Twentieth Anniversary. Für mich war die LB1 eine runde, interessante und spannende Zigarre, die ich jedem Aficionado und Aficionada nur empfehlen kann. Rauchgenuss ca. 90 Minuten Stärke: 5-6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9 von 10. Zug/Abbrand: 8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,5 von 10.



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La Boheme Encantador La Scala

Länge: 14.61Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

La Boheme ist eine Zigarrenlinie, die von Boutique Blends Cigars vertrieben wird. Bekannt dürfte Boutique Blends Cigars bei vielen durch Swag und Aging Room sein. Das Deckblatt dieser Boxpress ist makellos mit nur wenigen dünnen Adern. Der Torcedor der Zigarre, hat einwandfrei hier gearbeitet. In der Hand ist die Zigarre fest und ohne Schwachstellen, das ist unschwer am Fuß zu erkennen. Genau dieser serviert einem Geruchsnoten aus Popcorn, Leder und süßer Erde. Deckblatt:  Ecuador H2000. Umblatt: Dominikanische Republik (Habano). Einlage:  Dominikanische Republik (Habano) Unter Feuer: Wie bei einer Boxpress zu erwarten ist ihr Zug äußerst leicht. Gleich beim ersten fluten des Mundraums werden kräftige, würzige Noten wahrgenommen, retronasal von einer gewissen Schärfe mit hohem Anklang an fülligen dunklen Aromen. Anfangs wirkt ihr Rauch sehr trocken und der voluminöse Rauch erzeugt ein würziges kribbeln, dass sich mit einer scharfen Popcorn-Note verabschiedet. Nach dem ersten Drittel kommt ihre Cremigkeit aber im Profil fehlt mir etwas das abrundet. Begeistert könnte mich eventuell ihre Würze, diese leichte Schärfe erinnert an Szechuanpfeffer, welch einem ein leichtes Prickeln auf die Zunge zaubert und ein wenig Zitrus hinterlässt. Ihre leichte Säure wirkt nicht unangenehm und wird mit einer Note von Rauchfleisch begleitet. Im Verlauf bieten sich Aromen von Leder und Erde, die mit einer stark gerösteten Nussnote einhergeht. Retronasal sind einige leichte Schokoladennoten wahrzunehmen. Fazit: Ihr Abbrand war gut und man kann sagen Vorbildlich. Ihr Geschmacksprofil konnte mich nicht überzeugen. Im Verlauf erhoffte ich mir das gewisse Etwas, welches eventuell Komplexität bringen könnte, leider war diese nicht vorhanden. Ihre prickelnde Schärfe war durchweg vorhanden und die Geschmacksstruktur einfach und gleichbleibend. Ihre dumpfen, trockenen Aromen gaben mir keine Richtung. In diesem Preissegment erwarte ich ein gewisses Geschmackserlebnis, die La Boheme Encantador konnte mir dies nicht bieten. Rauchdauer >60 Minuten Stärke: 6-7 von 10. Verarbeitung/Qualität: 7,8 von 10. Abbrand/Zug: 7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 6,8 von 10.



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Reserva Escogida Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06

Mit der Escogida hält man eine Nicaragua Puro in den Händen also das Deckblatt, das Umblatt sowie die Einlagemischung stammen aus Nicaragua. Der Zigarrenexperte und Buchautor Omar Rodriguez hat hier seine eigene besondere Mischung ins Leben gerufen. Das milchschokoladene Deckblatt wirkt leicht ölig und ist mit winzigen Adern durchzogen. Sie wirkt fest in der Hand, erscheint mir an einigen Stellen zu fest gerollt zu sein. Die farblich passende Bauchbinde trägt ein Bild von Esteli...da es ein sehr kleines Bild ist, tippe ich darauf, dass hier die "Tabacalera Diamante Cigars" abgebildet ist. Ihr Kaltgeruch vermittelt grasige Noten. Unter Feuer: Die ersten Züge wirken leicht bis mittelkräftig, im Verlauf pendelt sie sich auf eine mittelkräftige Struktur ein. Anfänglich empfinde ich ihren Zug zu fest und das Rauchvolumen zu schmalbrüstig, erst ab der Mitte findet hier eine merkliche Verbesserung statt. Mit der Mitte wird die Geschmacksstruktur auch wesentlich deutlicher. Die anfängliche fleischige Lederholznote gleitet im Verlauf in Holz, Leder und Kaffeenoten auf, die von einer süsslichen Note unterstützt werden. Im Lippenbereich ist eine Zitrusnote zu vernehmen und Retronasal spielt ihre Cremigkeit mit einer leicht röstigen Kakaonote. Der Abbrand zeigt ihre Qualität, sie brennt gleichmäßig, langsam und ziemlich gerade mit weißer Asche ab. Fazit: Ihre Aromenstruktur wirkt sehr lecker, ist aber für mich nicht deutlich und durchdringend genug. Ihre gleichmäßige Geschmacksstruktur bringt mir keine Highlights, vielleicht liegt es auch daran, dass ich eine gewisse Kantigkeit und Kräftigkeit liebe. Ihr Zug hätte ich mir ein wenig leichter gewünscht, so wären mit dem Rauchvolumen mehr Aromen auf die Geschmacksplättchen getroffen. Im Fazit konnte sie mich nicht ganz abholen, bin weder Fleisch noch Fisch mit ihr. Auf der einen Seite bin ich aromatisch überzeugt, auf der anderen Seite fehlt mir hier das gewisse Etwas. Rauchgenuss >60 Minuten. Stärke: 5 von 10. Qualität/Verarbeitung: 8 von 10. Abbrand: 7 von 10, (dem Zug geschuldet). Persönliches Geschmackserlebnis: 7,5 von 10.



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Rocky Patel CSWC Cigar Smoking World Championship Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es duftet nach Erde, Rosine und süßem Holz, wenn du dieser RP näher kommst. Ein schöner Duft, allerdings wird es bei einigen von uns mehr um den Abbrand gehen. Es gibt nämlich Leute mit Ambitionen unter uns, die sie möglichst so langsam und so oft wie möglich verköstigen wollen oder müssen. Wie Oleg Pedan aus St. Petersburg, der im vergangenen Jahr mit einer Gesamtzeit von drei Stunden, 26 Minuten und acht Sekunden zum Champion der Zigarrenraucher-Weltmeisterschaft ,im "langsam Rauchen", ernannt wurde. Die Cigar Smoking World Championship wurde damals von Marko Bilic, Präsident des International Cigar Club Mareva, gegründet und besteht aus Wettbewerbern, die versuchen, so lange wie möglich eine Zigarre zu rauchen, ohne dass der Stumpen (Stumpen: Ich meine es hier liebevoll, mit Erinnerung an meinen Großvater) jemals ausgeht. Jedes Jahr wollen viele Aficionados und Aficionadas in Split, Kroatien, am Finale teilnehmen. Deckblatt: Mexiko (San Andrés). Umblatt: Nicaragua. Einlage: Honduras & Nicaragua. Unter Feuer: Wenn ihr, wie ich, zu einem Rocky Patel Fan zählt, werdet ihr hier etwas gelungenes finden. Die ersten Züge sind schon ein wunderbares Aromenspiel aus Zeder, schwarzem Pfeffer, Leder, Kakaopulver und einer hintergründigen Rosinensüße. Der Zug, mit das Wichtigste, ist gut kontrollierbar und der cremige Rauch gelangt schnell in den Mundraum. Der schwarze Pfeffer zieht sich zwar schnell zurück, bleibt aber im Verlauf tief im Hintergrund präsent. Das harmoniert hervorragend mit den Noten von Zeder, Leder, bitterem Espresso, Anis, Kakaopulver, Schoko und etwas was ich als Erdnussschale interpretieren würde. Im Verlauf huschen dezente Aromen von cremigen Erdnüssen, bitterer dunkler Schokolade kombiniert mit Leder, Heu, Zitronengras und ein bisschen Baumrinde durch die Geschmacksstruktur. Retronasal bleibt oft die Süße von braunen Zucker hängen. Fazit: Man merkt, dass sie für CSWC wie geschaffen ist. Ihr Abbrand ist sauber, gradlinig und schön langsam, eine erstaunliche Konstruktion. Sie wirkt sehr komplex, ausgewogen und ihr Geschmacksprofil weiss zu gefallen. Eine gute Verarbeitung und Qualität, einen sauberen Abbrand und das kombiniert mit einer gelungenen Geschmacksstruktur, bekommen nur wenige Blender hin. Rocky Patel zeigt hier was möglich ist und man merkt deutlich wofür diese Zigarren geschaffen wurde. Rauchgenuss: Bin gespannt was der Rekord aussagen wird... Stärke: 5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,9 von 10. Abbrand/Zug: 9,8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,9 von 10.



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Macanudo Vintage 1997 Toro (Silberner Cigarrenring)
verifizierter Kauf

Länge: 0.00Durchmesser: 0.00 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ich bin ehrlich, Macanudo habe ich nicht wirklich auf dem Schirm. Nicht das sie meinen Geschmack nicht treffen würde aber sie sind einfach zu mild und leicht für mich. Obwohl, die Macanudo White mir bis dato besonders gefallen hat. Der damalige Dealer meinte: "Da machste nix verkehrt!" Wie recht er doch hatte! Vielleicht ist der Ruf Macanudos auch auf die ultra-milde Macanudo Café-Linie zurückzuführen. Wer weiß? Aber kommen wir zur Vintage... Schokoladenfarbend mit mäßigen Adern, sehr ölig, fest und sie wirkt sehr rau auf mich. Und da wäre auch noch der Ring, der ihr nicht nur etwas besonderes und erhabenes verleiht sondern auch noch eine Funktion erfüllt. Die Enge oder Lockerheit des Metallrings an dieser Zigarre, sagt auch etwas über ihr Feuchtigkeit aus. Ist der Ring zufest herrscht eine hohe Feuchtigkeit, ist er zu locker ist sie zu trocken. Klasse,oder? Hälst du die Nase an den Fuß, nimmst du Noten von Kakao, Kaffee, Heu und Gewürzen wahr. Deckblatt: Connecticut Broadleaf Maduro (13 Jahre alt). Umblatt: Honduranischer Tabak. Einlage: Brasilianischer Mata Fina, nicaraguanischer Ligero und eine Kombination aus zwei Arten von Piloto Cubano-Langfüller-Tabak aus der Dominikanischen Republik. Unter Feuer: Die ersten Züge lassen meine Geschmacksplättchen verstummen, es ist wie ein großer Schluck, eines Anfängers, aus dem Whiskeyglas, wo der Alkohol dir alle geschmacklichen Sinne betäubt. Nach zwei weiteren Züge beginnt dann deine Reise in eine dunkle Aromenwelt. Macanudo versteht es und weiß, dass ich die dunkle Aromenwelt besonders mag :-) Erdiger, malziger und karamell- oder honigartiger Geschmack spielt sich zwischen dunkler Schokolade und süßer Würze ein. Zartbitter erscheint der Kakao der von Rosine und Melasse begleitet wird und retronasal mit leichter Schärfe abebnet. Der voluminöse Rauch bringt dir nebenher Nuss- und Zedernoten in den Mundraum. Fazit: Macanudo, das hast du sehr gut gemacht! Eine gut strukturierter, runder, gut ausbalancierter und suptiler Rauchgenuss. Eine wunderbare Reise in die Aromenwelt des Tabaks. Ihr perfekter Abbrand und ihr sehr guter Ascheverlauf unterstreichen ihre Verarbeitung und Qualität. Nun liegt es an euch...ihr solltet schnell zugreifen, bevor die Letzte vergeben ist. Rauchgenuss über 90 Minuten. Stärke: 4-5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,1 von 10. Abbrand/Zug: 9,5 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,1 von 10.



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Total Flame Limited Edition Persia (Belicoso)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06

Manche sind bei ihrer Suche nach dem Umami völligst ver-rückt...man stelle sich vor... Da reist jemand in den Iran holt dort Tabak und bringt ihn nach Russland, wo er dann erneut fermentiert wird. Das allein klingt schon äußerst verrückt aber wir sind noch nicht am Ende der Tabakreise. Die endgültigen Mischung landet nämlich in der La Aurora-Fabrik in der Dominikanischen Republik und von dort auf unserem heimischen Verzehrtisch. Auf so eine Idee kommen nur Biker wie Maxim Privezentsev und Manuel Inoa, die mit der Persia ein neues Meisterwerk, eine Limited Edition Zigarre, kreieren wollten. Ob es ihnen gelungen ist? Deckblatt : Connecticut Premium. Umblatt : Sumatra Ecuador. Einlage : Virginia Iran, Corojo Ligero Viso Nicaragua & Pennsylvania Ligero. Die Persia ist so auffällig wie eine Taschenlampe in der Dunkelheit, ihre Bauchbinde drängt sich einem förmlich, nicht nur allein durch ihre Größe, auf. Das Connecticut Blatt ist tadellos verarbeitet, alles passt und fügt sich harmonisch zusammen. Frischer floraler und würziger Duft umgibt sie, ihr Kaltzug ist blumig und minzig. Unter Feuer: Die ersten Züge der Persia sind auffällig floral, mit leichter schwarzer Pfeffernote und einer Orangenschalen-Bitterkeit, die sich aber nach wenigen Zügen wieder ablegt. Nach zwei Zentimeter schau ich auf ihre Brandlinie, sie ist unglaublich gradlinig und das Deckblatt an dieser Stelle scheint sich an die Asche krallen zu wollen. Im Verlauf hat die Persia eine gelungene Cremigkeit, die sich bis in den Lippenbereich ausdehnt und sich dort fruchtig, mit einer angenehmen interessanten Mischung aus sauer und bitter, ablegt. Der nachfermentierte iranische Tabak spielt eine Würze in die Geschmacksstruktur die einem wirklich an den Orient erinnern. Noten von Kardamom, Koriander und Kreuzkümmel sowie Minze, Zimt und Safran meint man wahrzunehmen. Retronasal schwingt sich ein arabisches Kaffeegewürz mit leichter Schokonote ein und löscht sich mit schwarzem Pfeffer wieder ab. Nach über drei Zentimeter streife ich die Asche ab, ein wunderbarer Aschekegel bleibt am Fuß erhalten. Welch eine Üppigkeit an Aromen, Veilchen und Lavendel werden begleitet mit einer Süße und weiteren floralen Noten einhergehen. Fazit: Welch ein schönes und interessantes Aromenspiel. Ich greife die anfängliche Frage noch einmal auf "Ob es ihnen gelungen ist?"....und wie es gelungen ist! Es gibt hier so viel zu entdecken. Alle Geschmackssinne wurden bei mir gefordert und machten sie, für mich, zu einer markanten Ausnahme in der Zigarrenvielfalt. Da sie limitiert ist solltet ihr nicht die gesamten Bestände aufkaufen, sondern auch anderen Aficionados diesen außergewöhnlichen Genuss gönnen. Prädikat: Außergewöhnlich und Interessant. Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Stärke: 4 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,1 von 10. Abbrand/Zug: 8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,2 von 10.



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Montosa Maduro Robusto

Länge: 12.50Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Da hat uns das Haus Arnold André mal wieder etwas auf den Tisch gezaubert. Obwohl... gezaubert passt hier eigentlich nicht! Drei Jahre Probier- und Entwicklungszeit hat es schon gedauert, bevor der Masterblender Carlos Jiménez seine Kreation abnickte. Als Freund von Süße und dunklen Aromen, werde ich bei dem Wort "Maduro" besonders aufmerksam und bekomme rote Wangen, wie ein Kind vorm Eiswagen. Als Aficionado ist mir bekannt, dass geschmacklich gute Zigarren nicht immer an einem hohen Preis gekoppelt sein müssen, was erwartet mich hier?.... Beginnen wir aber mit der Verarbeitung und Qualität. Ich finde hier eine makellose Zigarre vor, das Deckblatt ist mit leichten Blattvenen durchzogen und das Ganze wirkt sehr fest gerollt in meiner Hand. Die Bauchbinde ist zwar einfach gehalten aber dafür auffällig und passend. Der Kaltgeruch ist süß nach Würze, Zimt und etwas Kaffee schaukelt im Hintergrund mit. Deckblatt:  Mexico Sumatra. Umblatt:  Brasilien Sumatra. Einlage: Nicaragua, Brasilien. Unter Feuer bietet sie dir ein, im Verlauf gleichbleibendes, hervorragendes Rösterlebnis an. So eine Kaffeeröstung kriegt weder Lavazza noch der schweizer Coffeemaker Schümli hin. Retronasal punktet die Montosa mit ihren weichen Noten nach röstigem Kräuter-Kaffee. Außer dem Röstkaffee mit leichtem Pfeffer und viel Würze, stellt sich im Hintergrund ein leichtes nussiges Vanillearoma ein und teilweise fand ich hier auch etwas Lakritz. Fazit: Welch ein Abbrand! Was macht eine gute Zigarre aus?.... gradliniger langsamer Abbrand, eine gut verarbeitete Kappe, ein hervorragender Ascheverlauf sowie ein gleichbleibender leichter Zug. Das alles vereint die Montosa! Ihre Geschmackspalette ist im Verlauf zwar gleichbleibend aber ihr Aroma trägt dich genussvoll durch den Smoke. Der Aficionado findet hier eine annähernd göttliche Zigarre für den täglichen Smoke, der zu dem noch den Geldbeutel schont. Das Traditionshaus Andre hat mal wieder ihre gute Hand gezeigt und ist in diesem Preissegment, um ein Highlight reicher. Daumen hoch für die Montosa und es gibt von mir eine klare Kaufempfehlung! Rauchgenuss 50-60 Minuten Stärke: 5-6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,3 von 10. Abbrand/Zug: 8,8 von 10.



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A.J. Fernandez Dias de Gloria Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Was eine Zigarre..teilweise in Zederholz verpackt, welch ein Kunstwerk. Die Bauchbinde ist den glorreichen Zeiten angepasst, mit altem rot und viel gold. Abdel Fernández will hier an die gute Zeit Kubas erinnern, an die glorreichen Tage des kubanischen Tabaks. Die Gloria ist ein nicaraguanischer Puro, ihr Tabak ist von vier der ältesten Farmen von Fernandez und ein Großteil des Tabaks ist bis zu sieben Jahre alt. Diese kastengepresste Zigarre ist von einem Deckblatt umkleidet, welches ölig und so makellos erscheint, dass einem die Augen glänzen. Traumhaft, welch eine Verarbeitung. Der Duft den sie versprüht ist nach Rosinen, warmen Heu, braunen Zucker, feuchter Erde und Johannisbeeren. Deckblatt, Umblatt, Einlage: Nicaragua (Puro). Unter Feuer: Ihr erster Zug ist ein kräftiger Punch von Röstaromen, die von einer schönen und kräftigen Schärfe begleitet werden. Danach öffnet sich eine Blase aus holzigem, fettigen, sahnigen Noten, in der Zeder ihren höchsten Anteil findet. Gleich am Anfang spielt sie mit ihrer Komplexität schwer, cremig und pfeffrig, mit dunklen Aromen nach schwarzem Kaffee, die fruchtig und malzig abebnen. Ihr Schärfe ist ein eigenständiges Element und in ihr findet sich eine Kombination aus würzigem Zimt und Ingwer, der sich butterartig entfaltet. Der Rauch der von ihr ausgeht ist fett, voluminös und Retronasal ist die Dunkelheit ihrer Noten noch deutlicher zu spüren...gigantisch gut. Im Verlauf gibt es einen warmen brotartigen Geschmack mit mit süßer Butter, mit viel dunkler Schokolade und Espresso. Ihre Schärfe wechselt zu rot, schwarz und weißem Pfeffer und zeitweise verwirklicht sie sich in süßem Chili. Fazit: Selten findet einer eine solche Zigarre! Ein Bombardement an Aromen dessen Komplexität ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Aromenspektrum das genau in das Muster meiner Geschmacksplättchen passt. Eine würzige Mischung dessen Zutaten mich absolut abgeholt haben. Ihr Finish ist fast überwältigend. Ein klare Kaufempfehlung an jedem Aficionado... Wahrgenommene Stärke: 7-8 von 10. Qualität/Verarbeitung: 9,6 von 10. Abbrand/Zug: 8,7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,3 von 10.



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Villiger VF 1998 VF54

Länge: 15.49Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ich mag Aged-Zigarren, wer eigentlich nicht? Bei der 1998 werden reifegelagerte Tabakblätter verwendet und nach dem der Torcedor sein Handwerk beendet hat, werden anschließend die Laubrollen nochmals in seperaten Reifehallen gelagert. Die VegaFina 1998 hat eine Mischung aus fünf Ländern, die in der Fabrik Tabacalera de Garcia in La Romana in der Dominikanischen Republik gefertigt wird. Die Zigarre ist so positioniert, dass sie Tabake enthält, die mindestens drei Jahre alt sind. Nun ja, dass Entstehungsjahr ist durchaus deutlich an der Binde zu erkennen. Im Ganzen wirkt die VF sehr wertig und gut verarbeitet. Ihr Kaltgeruch vermittelt Noten von Erde, Zeder, natürlichem Tabak und einer nicht bestimmbaren Fruchtsüße.  Deckblatt: Ecuador. Umblatt: Java Indonesia. Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua und Kolumbien. Unter Feuer: Sie startet sehr mild und Pfeffer ist in den ersten Zügen kaum zu spüren. Eine schöne Kombination aus bitterer dunkler Schokolade, Arabica Kaffeebohnen, holzig nussigen Noten und viel Erde begleiteten den Smoke. Ihre Süße erinnerte mich oft an Dörrobst und im Abgang präsentiert sich leicht ein Pfefferaroma. Der Abbrand war vorbildlich, mit gerader Brennlinie und mausgrauer Ascheentwicklung. Fazit: Ein wirklich milder und leckerer Genuss, dessen Zug für mich zu leicht gestaltet war. Die eingespielten dunklen Noten sind gut ausbalanciert und zaubern ein Lächeln in die Geschmacksplättchen. Sie wirkt zwar sehr gleichbleibend, entschädigt aber ungemein durch ihren Geschmack. Ein milder Smoke mit Prädikat "wertvoller Genuss' wartet auf den Aficionado. Rauchgenuss ca. 90 Minuten Stärke: 3-4 von 10. Verarbeitung/Qualität: 8,5 von 10. Abbrand/Zug: 6,7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8 von 10.



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Smoking Jacket by Hendrik Kelner Jr. HENKIE Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.02 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Smoking Jacket ist die Eigenmarke von Hendrik Kelner Jr. (Kelner Boutique Factory kurz KBF) und ich muss sagen, die Henkie sieht richtig gut verarbeitet aus. Aber ganz ehrlich...sie kommt aus dem Hause Kelner! Bei Hendrik Kelner Jr. freue ich mich immer auf seine Blends, die sind von Feinheit und Qualität gezeichnet. Die Kreationen von ihm bestechen durch viel Gleichgewicht und Geschmack und das macht diese Blends so interessant für mich. Die Henkie hat er, so wurde mir erzählt, in Zusammenarbeit mit seinem Vater ins Leben gerufen, aus Tabake die er und sein Vater so bevorzugen. Deckblatt: Dominikanische Republik. Umblatt: Dominikanische Republik Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua. Die Henkie sieht perfekt aus, ein nougatfarbendes Deckblatt durchzogen mit feinen Adern und der Kaltgeruch vermittelt der Nase, etwas von trockenen Kakao, Kräutern und süßlichem Heu. Ihr Start ist entsprechend dieser Wahrnehmung. Der voluminöse Rauch ist anfangs trockenen wird aber im Verlauf cremiger. Die Geschmacksstruktur aus Zeder, Kräuter und Erde, unterstützt von weißem Pfeffer, spielt sich ein und bringt nebenher viele Nebennuancen mit. Viele weiche Schokonoten mit kantigen Nussaromen, leicht übertüncht von holzigen Strukturen, bringen einen wahrlichen Genuss. Feinfühlig und präzise wechseln sich die Aromen ab...welch ein Genuss. Der Abbrand ist gradlinig und perfekt, absolut ein Zeichen von Qualität und Verarbeitung. Fazit: Eine mittelkräftige Zigarre die ich bis zum Ende wirklich genossen habe. Eine Zigarre mit viel Komplexität, Feinheit und einem großen Geschmacksprofil. Wer sie mit Ruhe und Geduld erkundet wir hier meisterhaft belohnt. Gut ausbalanciert, subtil und mit präziser Aromenstruktur wird der Gaumen hier verwöhnt. Ein "must have" für jeden Aficionado. Rauchgenuss ca.90 Minuten. Stärke: 5-6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9,5 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9,2 von 10.



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Alec Bradley Black Market Filthy Hooligan (Shamrock) 2020

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Jedes Jahr zum St. Patrick`s Day sage ich mir....dieses Mal nicht! Und...ich lange wieder hin! Dabei liegt mir der Geschmack nach grasigen, floralen Noten eigentlich gar nicht. Dies ist nun, glaube ich, dass sechste oder siebte Jahr in Folge, in dem Alec Bradley-Fans dir Black Market Filthy Hooligan erwerben können. Die Shamrock von Filthy Hooligan unterscheidet sich von anderen Barbier-Pole-Zigarren, dass sie nicht mit einem, auch nicht mit zwei, sondern mit drei Deckblättern daher kommt. Das Dreifarbige Deckblatt besteht aus drei verschiedenen Tabakblättern. Das dunkle Blatt ist ein Habano Maduro, das helle braune ein Habano Seco und das Grüne ist ein Candela-Blatt. Das grüne Blatt behält durch einen speziellen Trocknungsprozess seine grüne Farbe und frisches Aroma. Der Tabak wird dafür über 72 Stunden bei erhöhter Temperatur getrocknet. Dabei wird das Chlorophyll in das Blatt eingeschlossen, bevor es abgebaut werden kann und dadurch seine grüne Farbe behält.....und das macht, so meine ich, etwas besonderes mit den Geschmacksplättchen. Ein Hingucker ist die Shamrock auf jedem Fall. Klasse verarbeitet und vor meinem inneren Auge, sehe ich den Torcedor, wie er die unterschiedlichen farbigen Blätter aneinanderreiht. Welch eine Arbeit! Am Fuß riecht sie nach Gras, Heu und etwas Stall. Deckblatt: Nicaragua. Umblatt: Ecuador. Einlage: Honduras, Panama. Unter Feuer: Sie startet recht mild und etwas fleischig, pilzig und von einer Grasigkeit ist in den ersten Zügen kaum was zu spüren. Es dauert aber nicht lange und die Candela-Grasigkeit macht sich deutlich bemerkbar und sie beginnt den Vordergrund, im Geschmacksprofil, zu übernehmen. Nebenbei produziert sie diese gedämpfte halbsüße die mit dem Candela-Geschmack deutlich ein süßsaures Spiel eingeht. Retronasal findet sich in der Struktur eine Süße von Vanille die über ein Kaffeeansatz in leicht scharfen weißen Pfeffer endet. Ab der Mitte wechselt zum Hauptgeschmack eine weitere Grundnote hinzu, eine erdige Nussigkeit. Leichte Salze mit Lakritz, Zitrus, floralen Noten mit viel grasigen Candela-Geschmack und Pfeffer, der stellenweise als Wasabi wahrgenommen wird, Retronasal wird eine dunkle Note eingetragen, die an Kaffee erinnert. Der Abbrand ist sauber gewesen. Es krallte sich zwar mal das Deckblatt fest aber nach einigen Zügen, korrigierte sich ihre Brandlinie von selbst. Fazit: Barberpole Zigarren werden sicherlich nicht zu meinen Lieblingeszigarren gezählt. Sie sind wirklich interessant anzusehen und es ist jedes Jahr das selbe Spiel in mir....darüber zu spekulieren, wie sie schmecken könnten. Bis dato habe ich aber noch keine verköstigt, von der ich wirklich sagen könnte, dass ist wirklich eine ausgezeichnete Zigarre für mich. Mit dieser Shamrock hat Alec Bradley wenigstens eine Tür stückweit für mich geöffnet. Rauchdauer ca.90 Minuten. Stärke: 4-6 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9 von 10. Abbrand/Zug: 8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 7,5 von 10.



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Dunhill Heritage Churchill

Länge: 19.05Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gibt einige Zigarren, die bleiben einem einfach im Gedächtnis haften. Die Dunhill Churchill ist so eine Zigarre! Nicht nur meine Wenigkeit, sondern auch Winston Churchill und König George VI zählen oder zählten zu Dunhills Kundschaft. Dunhills Zigarren gehören zu den gefragtesten und angesehensten in der Welt, der Name ist einfach legendär. Mittlerweile gehört Dunhill zum Besitz des Unternehmens British American Tobacco (BAT) und wird von General Cigar Co. hergestellt und vertrieben.  Der erste Eindruck: Die Vintage-Bauchbinde verleiht der Heritage eine Mixture aus Vergangenheit und Gegenwart. Tief dunkelbraun, mit feinen Adern durchzogen und mit einem leicht ölig wirkendes Deckblatt, liegt sie hier vor mir. Hierzulande findet man sie leider nicht sehr oft in den Regalen unserer heimischen Humidore. Ihr Kaltgeruch verwöhnt die Nase mit einer sehr erdigen Kakaonote. Sehr fleischig und kräftig erscheint sie. Deckblatt: Ecuadorianer Habano Ligero. Umblatt: Nicaragua Einlage: Honduras & Nicaragua Unter Feuer: Die ersten Züge sind würzig, dunkel und kräftig, mit einem schönen Pfefferpunch. Im Verlauf verwöhnt sie deinen Gaumen mit Aromen von Erde, Kaffee, Kakao und Zimt. Einzigartig ist ihr Spiel von Salz und Pfeffer. Retronasal ein sehr einzigartiges Geschmacksprofil, von einer Schokolade-Kakaowürze und einem floralen Nachspiel. Später steigt eine Leder- und Heunote in die Struktur ein. Ihre Würze legt sich bis in den Lippenbereich ab. Ihr Rauch ist voluminös und von cremiger Struktur. Die Asche hält gut bis zu einem Zoll und die Verbrennung ist größtenteils gleichmäßig und erforderte nur in der Mitte eine geringfügige Nachbesserung. Fazit: Die Dunhill Heritage ist ein absoluter Klassiker, mit einer interessanten und angenehmen Mischung von Aromen. Ein kräftig, dunkler Geschmack mit einem absolut fleischigem Körper. Beeindruckend ist ihr Salz, Pfeffer und Gewürzspiel. Empfehlenswert ist hierzu, ein rauchiger Whisky oder wer es mag, ein Schwarzbier. Von mir gibt's hier eine klare Kaufempfehlung! Rauchgenuss bis zu 90 Minuten. Stärke: 7,5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 8,5 von 10. Abbrand/Zug: 7,5 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8 von 10.



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Rocky Patel Number 6 Toro
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wann immer ich zu einer Rocky Patel greife, war es nie völligst ein Griff daneben. Vielleicht ist es seine Bodenständigkeit oder der nie verlorene Kontakt zur Basis der seinen Erfolg beflügelt. Bevor die No.6 ihren Weg aufnahm, war sie einer von vielen verschiedenen Mischungsvarianten mit der Rocky experimentierte. Es war die sechste Mischung die wirklich auffiel und da ist sie nun die "Number 6". Der erste Eindruck: Phantastisch verarbeitet und Haptik und Optik sind hervorragend. Ihr leicht öliges Deckblatt und die übergroße, passende Bauchbinde strahlt Qualität und Wertigkeit aus. Ihr Kaltgeruch ist nach braunem Zucker, Kakao und erdigen Noten. Welch eine dunkle Süße sie verströmt! Deckblatt: Honduras--Corojo. Umblatt: Honduras--Jamastran. Einlage: Honduras, Nicaragua--Jalapa. Unter Feuer: Sie beginnt mit weißem Pfeffer, interessanten Schichten von Kaffee, Erde, geröstetem Brot und einer warmen Honigsüße. Danach schwenkt die mitterkräftige No.6 in herrlichen Aromen von Haselnuss, einer komplexen Süße und das Ganze wird mit erdigen, holzig und röstigen Aromen, in einer wunderbaren Balance gehalten. Retronasal spielt sie mit süßem karamellisierten Zucker, Kaffee und dunklen Schokoladennoten. Ihr Abbrand ist gradlinig und mit einer leicht lockeren Asche, die nach zwei bis drei Zentimeter abgestrichen werden sollte. Fazit: Rocky selbst sagt, dass es eine einzigartige Zigarre ist, völlig anders als alles, was er je produziert hat. Und ich kann ihm nur zustimmen, sie ist geprägt von süß-würzigen Noten und einem leckeren Haselnussaroma sowie angenehmen Tönen weißen Pfeffers. Sie ist sehr komplex und überzeugt mit einer wunderbaren Balance. Mit ihrer interessanten Komplexität und beachtenswerte Ausgewogenheit, wird sie bei manchem Aficionado, einen Stammplatz im Humidor finden! Rauchgenuss ca. 90 Minuten. Stärke: 5,5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 9 von 10. Abbrand/Zug: 9 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 9 von 10.



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Gurkha Wicked Indie Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gab eine Zeit, in der ich Gurkha sehr den Rücken zu drehte. Es kam mir vor als wäre jede Woche eine neue Gurkha auf dem Markt, gierig wurde der Markt überschüttet, um den scheinbar direkten Konkurrenten Rocky Patel den Rang abzulaufen. Na ja, so ist es mit der Wahrnehmung eines Kunden. Heute hat Gurkha, wie all die Jahre vorher, ihren Stammplatz im Humidor und einen ganz besonderen Stellenwert bei mir. Aber kommen wir zur "Wicked Indie". Der erste Eindruck: Wir haben hier eine Nicaragua-Puro. Deckblatt, Umblatt und Einlage aus Nicaragua. Mit der Bauchbinde wird der Fuß gegen ein Einreißen geschützt, dass ist auf der einen Seite nützlich und auf der Anderen.... mehr als auffällig für die Augen eines Aficionados. Wie finde eine gut aussehende Zigarre, karamellfarbendes Deckblatt mit kleinen Venen und einem schönen öligen Glanz. Die Nase nimmt subtile Aromen von Kakao, Gewürzen, Nüssen und Heu wahr, da steigt die Vorfreude. Unter Feuer: Die erste Züge sind nach süßlichem roten Pfeffer gefolgt von holzigen Noten. Eine schöne leichte, süße Schärfe trägt sich im Verlauf die ich bis dato nur bei Gurkha gefunden habe, das hat was. Im Verlauf, so ab zweieinhalb Zentimeter, beeindruckt sie meine Geschmacksplättchen mit Cremigkeit, Gewürze, Kakao, Süße, Butterkaramell, Holz, Nuss und Zeder. Retronasal wirken die Gewürze deutlicher und werden mit trockenem Kakaopulver überdeckt. Oftmals drückt sich eine Zeder- und Erdnote in die Geschmacksstruktur. Aber Vorsicht beim Abbrand, leicht fällt die lockere Asche auf die Kleidung ab. Ihre Brennlinie war dagegen sauber und gradlinig. Fazit: Die mittelkräftige Wicked Indie erfreute mich mit einer subtilen Aromenstruktur. Schön diese Kakaopulvernote mit leichter Schärfe, dazu Cola oder Kaffee wäre eine gute Kombi. Die Aromen passen und harmonieren hervorragend aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass eine von ihnen eine Chance hätte überaus zu glänzen. Im Ganzen war sie rund, harmonisch und ausgewogen. Eine Gurkha die man wieder mal empfehlen kann! Rauchgenuss 75 Minuten. Stärke: 5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 8,5 von 10. Abbrand/Zug: 7 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 8,3 von 10.



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Regius Connecticut Robusto

Länge: 12.38Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Regius wird bei Plasencia Cigars gerollt und wird daher, im Brandverlauf, wohl keine Probleme bereiten. das helle Deckblatt wird mit einer schönen Bauchbinde passend ummantelt. Die gelbe zusätzliche Banderole mit Namen, zerstört aber hier nun völligst das Gesamtbild...nicht schön. Das lateinische Wort Regius ist hier mit König zu übersetzen und vielleicht ist hier Gaius Petronius Arbiter (27 n. Chr.) gemeint, ein römischer Schriftsteller und Höfling von Kaiser Nero, der sich bekanntlich einem Leben voller Vergnügen und Genuss widmete.  Deckblatt: Honduran Connecticut Shade. Umblatt: Nicaragua. Einlage: Nicaragua. Kaltgeruch: Ihr Kaltgeruch ist nach Gras, Holz und es wird eine Süße nach Rosinen wahrgenommen. Unter Feuer: Die ersten Züge sind grasig und von Pfeffer gezeichnet. Der volumenreiche Rauch trägt trocken ihre Aromen von süßem Holz, Leder und floralen, blumigen Noten in den Mundraum. Einer leichten Säure folgt eine gewisse Bitterkeit, die nicht so meins ist. Dagegen erinnert mich das Spektrum, was sich zwischenzeitlich entwickelt, ein wenig an Kuba. Fazit: Die Regius ist leicht bis mittelstark und hat einen vortrefflichen Zug und Abbrand. Geschmacklich ist sie für mich nicht herausfordernd und ist im Verlauf fast gleichbleibend. Wer die Geschmacksnuancen mag ist hier sicherlich gut aufgehoben und hat bestimmt eine anderere Meinung von ihr. Ihre entstehende Bitterkeit wirkt zerstörend auf die Geschmacksstruktur ein und war nicht wirklich meins, sie konnte mich daher auch nicht abholen. Stärke: 4-5 von 10. Verarbeitung/Qualität: 7,8 von 10. Abbrand/Zug: 8 von 10. Persönliches Geschmackserlebnis: 6,5 von 10.



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