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Humidor Der Humidor von Tabakfan

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Sungrown Robusto stick 2

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano (Mediumfiller)TAF

Die Drew Estate Factory Smokes Sun Grown Robusto ist sauber verarbeitet und zeigt nur wenige gröbere Blattadern. Die Oberfläche ist überwiegend glatt und fühlt sich leicht ledrig an. Für eine Zigarre aus dem günstigen Preissegment macht sie damit einen absolut ordentlichen Eindruck. Als Deckblatt kommt ein nicaraguanisches H-2000 Sun Grown zum Einsatz. Umblatt und Einlage stammen dagegen aus Indonesien. Auch die Anilla folgt dem bekannten Design der Factory-Smokes-Serie. Bei der Sun Grown ist die Anilla in Blau gehalten. Schlicht, aber mit einem guten Wiedererkennungswert innerhalb der Serie. Der Kaltgeruch ist überwiegend holzig und erdig mit einer leicht würzigen Tabaknote. Im Hintergrund zeigen sich etwas Heu und eine dezente natürliche Süße. Beim Kaltzug stehen trockenes Holz und eine leicht nussige Note im Vordergrund. Dazu kommen etwas Erde und eine feine Würze, die bereits einen etwas herberen Smoke ankündigt. Die Factory Smokes Sun Grown startet mit Holz, feiner Würze und Erde. Dazu kommen dezente Röstaromen und ein leicht herber Einschlag. Das nicaraguanische Sun-Grown-Deckblatt macht sich für mich dabei deutlich bemerkbar. Die Zigarre besitzt eine angenehm kräftige Grundwürze, ohne direkt scharf zu werden. Im Hintergrund liegt eine diffuse Süße, die den eher trockenen und herben Grundcharakter etwas abfedert. Auch eine gewisse Cremigkeit ist vorhanden, fällt für mich aber eher mäßig aus. Der Smoke wirkt dadurch nicht besonders weich oder süßlich, sondern behält seine würzig-rustikale Ausrichtung. Im weiteren Verlauf bleibt das Geschmacksbild relativ geradlinig. Holz und Erde bilden weiterhin die Basis, während die Röstaromen und die herbere Würze für etwas Abwechslung sorgen. Große geschmackliche Entwicklungen sollte man hier nicht erwarten. Dafür bleibt das vorhandene Aromaprofil angenehm und unkompliziert. Auch technisch gibt es bei meinem Exemplar wenig zu beanstanden. Die saubere Verarbeitung setzt sich beim Rauchen fort und macht die Factory Smokes Sun Grown zu einem unkomplizierten Smoke. Gerade in dieser Preisklasse ist für mich ohnehin entscheidend, dass eine Zigarre zuverlässig funktioniert und dabei geschmacklich etwas zu bieten hat,... und genau das erfüllt sie. Die Drew Estate Factory Smokes Sun Grown Robusto ist für mich eine unkomplizierte Alltagszigarre mit einem eher würzigen, holzig-erdigen und leicht herben Charakter. Etwas Röstaromatik, eine diffuse Süße und eine moderate Cremigkeit runden das Ganze ab. Im direkten Vergleich zur von mir bereits gerauchten Factory Smokes Shade Robusto gefällt mir der Unterschied der beiden Deckblätter. Die Shade empfand ich mit Zeder, Nuss und ihrer ausgeprägteren cremigen Süße als milder, weicher und ausgewogener. Die Sun Grown geht dagegen stärker in Richtung Würze, Erde und herbere Holzaromatik und wirkt dadurch etwas rustikaler. Beide erfüllen für mich grundsätzlich denselben Zweck als günstiger und unkomplizierter Allday Smoke,... geschmacklich würde ich persönlich aber zur Shade greifen, wenn ich es cremiger möchte, und zur Sun Grown, wenn mir nach etwas mehr Würze und herberen Aromen ist. Eigener Merker: 7/10.



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Rosa Nicaragua Jalapa Perla (4x42)_Zigarre

Länge: 10.16Durchmesser: 1.67 Herstellungsart Totalmente a mano (Mediumfiller)TAF

Die Rosa Nicaragua Jalapa Perla kommt im kompakten 4x42-Format mit einer Länge von 10,16cm und einem Durchmesser von 1,67cm daher. Beim Blend bleibt man der bekannten Jalapa-Linie treu: Deckblatt und Umblatt stammen aus Indonesien, während für die Einlage nicaraguanische Tabake aus Condega, Estelí und Jalapa verwendet werden. Es handelt sich um eine vollständig von Hand gefertigte Zigarre mit gerissener Einlage. Gefertigt wird sie bei Casa de Alegria S.A. in Estelí. Das indonesische Deckblatt macht einen rustikalen, aber ordentlich verarbeiteten Eindruck. Die eher schlichte Anilla passt zum unkomplizierten Auftritt der Rosa Nicaragua. Der Kaltgeruch fällt eher dezent aus. Am Fuß kommen etwas Heu, Holz und eine feine würzige Tabaknote zum Vorschein. Auch der Kaltzug geht in eine heuige und leicht holzige Richtung. Bereits hier fällt bei meinem Exemplar allerdings ein etwas zu hoher Zugwiderstand auf. Geschmacklich startet die Jalapa Perla angenehm und unkompliziert. Zedernholz und Erde bilden die Basis, begleitet von einer dezenten Kaffee- bzw. Röstaromatik. Nach kurzer Zeit entwickelt sich eine feine natürliche Süße, die gut zum eher milden Grundcharakter der Jalapa passt. Dazu kommen nussige Nuancen und eine leichte Cremigkeit. Gerade die Verbindung aus Holz, Erde, Nuss und Süße gefällt mir. Die Zigarre besitzt ausreichend nicaraguanische Würze, wird dabei aber nicht unnötig kräftig. Das passt auch zum grundsätzlichen Charakter der Jalapa-Serie, die bewusst zu den milderen und aromatischeren Rosa-Nicaragua-Varianten gehört. Das indonesische Deckblatt soll dabei insbesondere zur natürlichen Süße beitragen. Im weiteren Verlauf wird die Holzaromatik etwas deutlicher. Stellenweise erinnert sie mich weniger an trockenes Zedernholz und mehr an leicht feuchtes Holz, begleitet von erdigen und nussigen Nuancen. Die Perla bleibt dabei relativ ausgewogen und entwickelt gegen Ende etwas mehr Würze und Kraft, ohne ihren insgesamt zugänglichen Charakter zu verlieren. Fazit: Hier gibt es bei meinem Exemplar einen Kritikpunkt: Der Zug war mir etwas zu straff. Die Zigarre ließ sich zwar problemlos rauchen, der höhere Widerstand hat den Smoke für mich aber etwas gebremst. Gerade bei einem kleinen 42er Ringmaß macht sich eine straffere Rollung natürlich schnell bemerkbar. Davon abgesehen zeigte die Perla ein ordentliches Rauchverhalten und passt damit gut zum unkomplizierten Charakter der Serie. Die Rosa Nicaragua Jalapa Perla bietet für aktuell 2,40 € erstaunlich viel. Geschmacklich bekomme ich genau die Richtung, die mir bereits von der Jalapa-Serie gefällt,... Holz, Erde, Nuss, etwas Kaffee und eine angenehme natürliche Süße, ohne dass der kleine Stick unnötig kräftig wird. Interessant ist für mich vor allem der Vergleich zu meiner bereits gerauchten Rosa Nicaragua Jalapa 460 (4x60). Durch ihr enorme Ringmaß wirkte die 460 auf mich noch runder und entwickelte dieses besondere Zusammenspiel aus feuchtem Holz, Moos, Nadelwald und Walnuss, das mich damals wirklich überrascht hat. Die deutlich schlankere Perla 4x42 wirkt auf mich etwas direkter und kompakter in ihrer Aromatik. Sie bringt den bekannten Jalapa-Charakter gut rüber, erreicht für meinen Geschmack aber nicht ganz die besondere Komplexität und dieses ausgeprägte „Nadelwald-Feeling“ der 460. Dazu kommt bei meinem Exemplar der etwas zu straffe Zug, der den Gesamteindruck ein wenig schmälert. Trotzdem: Für 2,40 € ist die Perla ein kleiner, angenehm aromatischer Smoke mit einem wirklich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die 460 bleibt für mich geschmacklich die interessantere Jalapa, aber die Perla ist eine schöne Alternative, wenn es kompakter und etwas direkter sein soll. Eigener Merker: 8,5/10.



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Rosa Nicaragua Esteli Robusto (5x50)_Zigarre

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano (Mediumfiller)TAF

Die Rosa Estelí Robusto von Casa de Alegria macht auf den ersten Blick einen sehr ordentlichen Eindruck. Das nicaraguanische Criollo-Sun-Grown-Deckblatt ist sauber verarbeitet, besitzt eine feine Aderung und einen leicht öligen Glanz. Darunter befindet sich ein indonesisches Umblatt, während für die Einlage nicaraguanische Tabake aus Condega, Estelí und Jalapa verwendet werden. Die Anilla ist, wie von den Rosa-Serien gewohnt, eher schlicht gehalten. Sie passt für mich aber zur Zigarre und ist absolut in Ordnung. Der Start ist für mich ziemlich typisch nicaraguanisch: Holz und Erde bilden das Fundament, dazu kommen eine feine Tabakwürze, etwas Röstaromatik und eine zunächst dezente schokoladige Süße. Schon früh entwickelt sich eine schöne Cremigkeit, die den Smoke erstaunlich rund und zugänglich macht. Pfeffer ist zwar geschmacklich vorhanden, bringt aber keinerlei wirkliche Schärfe mit. Zwischen der Würze lassen sich außerdem feine ledrige Nuancen erkennen. Nach wenigen Zentimetern gewinnt die Schokolade deutlich an Präsenz und übernimmt zusammen mit den Röstnoten zunehmend die Führung. Holz und Erde bilden dazu eine angenehm würzige Basis. Im zweiten Drittel bleibt der grundsätzlich runde und ausgewogene Charakter erhalten. Jetzt bekommt vor allem das Leder mehr Raum und verleiht dem Profil etwas mehr Tiefe. Die Süße zieht sich dagegen leicht zurück, ohne vollständig zu verschwinden. Große geschmackliche Sprünge macht die Estelí nicht. Vielmehr verschieben sich die vorhandenen Komponenten behutsam gegeneinander. Gerade dadurch wirkt der Smoke sehr harmonisch und unkompliziert. Zum Schluss legt die Estelí bei der Würze noch einmal etwas zu und auch die schokoladige Seite wird kräftiger. Gleichzeitig entwickeln sich leichte Bitterstoffe. In Verbindung mit dem Kakaoartigen erinnert mich das jetzt zunehmend an Zartbitterschokolade. Das passt hervorragend zur dunkler werdenden Aromatik und wirkt für mich nicht störend. So bleibt die Estelí für mich tatsächlich bis zum Schluss eine sehr leckere Zigarre. Zug, Abbrand und Rauchvolumen waren top, was für mich auch die insgesamt sehr gute Verarbeitung und Konstruktion bestätigt. Die Robusto ließ sich vollkommen unkompliziert rauchen und ich musste mich während des Smokes um praktisch nichts kümmern. Fazit: Die Rosa Estelí Robusto hat mich vor allem durch ihre Ausgewogenheit überzeugt. Sie besitzt für mich eine geringe bis mittlere Komplexität, braucht aber auch kein Feuerwerk an ständig neuen Aromen, um interessant zu bleiben. Die Kombination aus nicaraguanischer Würze, Schokolade, Röstaromen und Cremigkeit funktioniert einfach. Dazu kommen genügend erdige und ledrige Akzente, um dem Ganzen Tiefe zu verleihen. Besonders gefällt mir, dass der Pfeffer zwar Geschmack beisteuert, aber zu keinem Zeitpunkt in Schärfe umschlägt. Im Vergleich zu den anderen von mir gerauchten Rosa-Zigarren zeigt die Estelí einen etwas anderen Charakter. Die Rosa Nicaragua Jalapa 460 war für mich ungewöhnlicher und komplexer. Besonders dieses Zusammenspiel aus feuchtem Holz, Moos, Nadelwald und Walnuss ist mir bei der 460 im Gedächtnis geblieben. Die Jalapa Perla empfand ich dagegen kompakter und direkter, wobei bei meinem Exemplar der etwas zu straffe Zug den Gesamteindruck beeinträchtigt hat. Die Estelí Robusto positioniert sich für mich irgendwo dazwischen, setzt geschmacklich aber eigene Akzente. Sie ist weniger rustikal und waldig als die Jalapa 460 und gefällt mir besonders durch ihre cremig-schokoladige, runde Art. Sie entwickelt sich nicht übermäßig stark, ist dafür aber vom Anzünden bis zum Schluss ausgesprochen harmonisch und zugänglich. Damit gehört sie für mich definitiv zu den besseren Rosa-Zigarren, die ich bisher geraucht habe. Eigener Merker: 8,7/10



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Connecticut Gordo stick 2

Länge: 15.24Durchmesser: 2.54 Herstellungsart Totalmente a mano (Mediumfiller)TAF

Die Rosa Nicaragua Connecticut Gordo kommt im stattlichen 6 x 64 Format daher, das zu meinen persönlichen Favoriten gehört. Das ecuadorianische Connecticut-Shade-Deckblatt besitzt eine feine Blattaderung und kleine Poren. Die Verarbeitung ist sauber und macht einen guten Eindruck. Als Umblatt dient indonesischer Tabak, während die Einlage aus nicaraguanischen Tabaken der Regionen Condega, Estelí und Jalapa besteht. Die Anilla ist typisch für die Rosa-Nicaragua-Serie: schlicht, aber mit hohem Wiedererkennungswert. Kaltgeruch & Kaltzug Der Kaltgeruch ist feinwürzig mit einer angenehmen Heunote. Auch der Kaltzug zeigt eine dezente Tabakwürze, begleitet von heuig-grasigen Anklängen. Die Connecticut Gordo startet mit einer klassischen, angenehm sanften Connecticut-Aromatik. Zedernholz, Heu und feine Nussnoten bilden die Grundlage, begleitet von einer schönen cremigen Süße. Die nicaraguanischen Einlagetabake steuern erdige Nuancen und eine gut dosierte Tabakwürze bei, die dem Smoke zusätzlichen Körper und Tiefe verleihen. Insgesamt wirkt die Zigarre weich, ausgewogen und sehr zugänglich. Im zweiten Drittel bleibt die holzig-nussige und heuige Aromatik bestimmend. Die cremige Süße harmoniert weiterhin mit den erdigen und würzigen Komponenten. Große Veränderungen bleiben aus. Stattdessen präsentiert sich die Gordo geradlinig, aber angenehm harmonisch. Zum Ende nimmt die Tabakwürze etwas zu. Eine leichte Ledernote ergänzt das bisherige Geschmacksbild und verleiht dem Smoke einen etwas kräftigeren Abschluss, ohne seine grundsätzlich sanfte Art zu verlieren. Zug, Abbrand und Rauchvolumen waren nahezu perfekt. Lediglich beim Entfernen der Anilla im letzten Drittel platzte das Deckblatt stellenweise auf und musste teilweise wieder angeklebt werden. Abgesehen davon gab es technisch nichts zu beanstanden. Fazit: Die Rosa Nicaragua Connecticut Gordo überzeugt mit einer cremigen, feinwürzigen und harmonischen Aromatik. Geschmacklich bleibt sie recht geradlinig, bietet aber einen angenehmen und unkomplizierten Smoke. Im Vergleich zu ihren Geschwistern war die Jalapa Perla mit Holz, Erde, Nuss und Kaffee etwas würziger, während die Estelí Robusto besonders durch ihre cremig-schokoladige Aromatik und Röstaromen überzeugte. Die Estelí Toro zeigte sich eher mild mit Erde, Leder und dezenter Süße. Die Jalapa 460 blieb mir durch ihre ungewöhnlichen Wald-, Moos- und Walnussnoten als besonders interessant in Erinnerung. Die Connecticut Gordo setzt mit ihrer sanften, heuig-nussigen Ausrichtung eigene Akzente, erreicht für mich aber nicht ganz die aromatische Vielfalt einiger ihrer Geschwister. Mein persönlicher Favorit der Serie bleibt bislang die Estelí Robusto, deren Kombination aus Cremigkeit, Würze und geschmacklicher Tiefe mich am meisten überzeugt hat. Eigener Merker: 8,1/10



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La Chaveta Black Robusto_Zigarre

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die La Chaveta Black im Robusto-Format trägt ein nicaraguanisches Criollo-Deckblatt mit Maduro-Eigenschaften. Das Deckblatt meines Exemplars besitzt eine feine Struktur mit relativ dezenter Aderung und ist insgesamt sehr sauber verarbeitet. Auch beim restlichen Blend bleibt die Black vollständig nicaraguanisch: Umblatt und Einlage stammen ebenfalls aus Nicaragua. Typisch für La Chaveta sind die Pigtails an Kopf und Fuß. Die gefallen mir nicht nur optisch, sondern machen die Vorbereitung auch herrlich unkompliziert: Beide Pigtails einfach abdrehen und schon ist die Zigarre bereit. Ein Cutter oder Bohrer ist nicht notwendig und auch am Brandende entsteht eine ausreichend große Fläche zum direkten Anzünden. Optisch fällt natürlich auch die großzügige Anilla ins Auge, die man bereits von den größeren Formaten der La Chaveta White kennt. Eigentlich wirkt sie fast schon überdimensioniert, trotzdem passt sie für mich erstaunlich gut zur La Chaveta. Die Anilla ist sauber verarbeitet und verleiht der Zigarre einen hohen Wiedererkennungswert. Der Kaltgeruch zeigt sich würzig und erdig. Dazu kommen dunkles Holz und eine leicht stallige Tabaknote. Im Hintergrund meine ich bereits etwas Kaffee bzw. Röstaromatik wahrzunehmen. Beim Kaltzug stehen Holz und Erde im Vordergrund, begleitet von einer leicht nussigen Nuance und etwas Würze. Geschmacklich startet die Black Robusto mit Hickoryholz, deutlich wahrnehmbarer Erde und etwas Espresso. Dazu kommt eine minimale Note von schwarzem Pfeffer, die sich rein aromatisch bemerkbar macht. Sie erzeugt weder ein Prickeln auf der Zunge noch eine wirkliche Schärfe. Die pikante Chili-Schärfe, die ich bei der kleineren Black Minuto wahrgenommen habe, bleibt hier aus. Der Charakter des nicaraguanischen Criollo kommt für mich dabei schön zur Geltung. Die Zigarre zeigt eine typisch erdige, würzige und tabakbetonte Aromatik mit einer natürlichen Tabaksüße. Trotz der Maduro-Eigenschaften des Deckblatts geht sie dabei nicht in eine besonders schwere oder übermäßig kräftige Richtung. Die Röstaromen bleiben relativ zurückhaltend. Espresso ist zwar vorhanden, spielt aber eher eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt stehen für mich Hickoryholz, Erde und die eigentliche Tabakaromatik. Dazu entwickelt die Robusto eine schöne Cremigkeit, die zusammen mit der Tabaksüße für ein angenehm rundes Gesamtbild sorgt. Gerade dieser Kontrast zu den dunkleren Aromen gefällt mir ausgesprochen gut. Im weiteren Verlauf bleibt die Black Robusto ihrer Grundrichtung weitgehend treu. Die erdig-holzige Basis bleibt erhalten und die dezente Würze fügt sich harmonisch ein. Große geschmackliche Sprünge macht sie dabei nicht. Das stört mich allerdings wenig, denn das vorhandene Aromaprofil wirkt ausgewogen, rund und angenehm zugänglich. Gerade im Robusto-Format gefällt mir, dass die Black trotz ihres dunkleren Criollo-Deckblatts nicht zu kräftig oder scharf wird. Sie besitzt ausreichend Würze und Charakter, lässt sich aber trotzdem sehr entspannt rauchen. Die La Chaveta Black Robusto gefällt mir besser als die kleinere Black Minuto. Die geschmackliche Verwandtschaft ist deutlich erkennbar, im größeren Robusto-Format empfinde ich die Aromen aber als milder, runder und zugänglicher. Während die Minuto eine pikante Chili-Schärfe entwickelte, bleibt die Robusto deutlich sanfter und zeigt schwarzen Pfeffer lediglich als dezente aromatische Würze. Auch der Vergleich zur La Chaveta White Robusto ist interessant. Die White empfand ich mit ihrem Connecticut-Shade-Deckblatt insgesamt heller und etwas verspielter. Neben Holz und Erde zeigte sie cremige Süße und diesen besonderen minzig-kräuterartigen Einschlag, später ergänzt durch Kakao, Nuss und Toast. Die Black wirkt dagegen erdiger, tabakbetonter und stärker vom typischen Criollo-Charakter geprägt. Beide Robustos haben damit für mich ihren eigenen Reiz. Die White geht in die hellere und etwas abwechslungsreichere Richtung, während die Black mit ihrer erdig-würzigen Aromatik und ihrem insgesamt dunkleren, aber dennoch angenehm zugänglichen Charakter punktet. Von den beiden bisher von mir gerauchten Black-Formaten ist die Robusto klar mein Favorit. Eigener Merker: 8,5/10



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La Chaveta Black Minuto_Zigarre

Länge: 10.16Durchmesser: 1.19 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die La Chaveta Black Minuto macht trotz ihres kleinen Formats einen sehr ordentlich verarbeiteten Eindruck. Das dunkle Deckblatt ist ein nicaraguanisches Criollo mit Maduro-Eigenschaften. Es ist sauber aufgebracht und verleiht dem kleinen Stick auch haptisch einen kräftigen, rustikalen Charakter. Unter dem Criollo-Deckblatt befindet sich ein nicaraguanisches Umblatt. Auch bei der Einlage bleibt La Chaveta vollständig in Nicaragua und verwendet eine Mischung aus Tabaken der drei bekannten Anbauregionen Condega, Estelí und Jalapa. Verziert wird die Zigarre von einer kleinen, schlichten Anilla, die sich angenehm zurückhält und gut zum Minuto-Format passt. Besonders charakteristisch sind die Pigtails an Kopf und Fuß. Die gefallen mir nicht nur optisch, sondern machen die Vorbereitung auch herrlich unkompliziert: Beide Enden einfach abdrehen und schon kann es losgehen. Die dabei entstehende kleine Öffnung am Kopf reicht für einen angenehmen Zug vollkommen aus. Ein Cutter oder Bohrer ist damit nicht notwendig. Der Kaltgeruch ist würzig und erdig. Dazu kommen dunkles Holz und eine leicht stallige Tabaknote. Im Hintergrund meine ich bereits etwas Kaffee bzw. Röstaromatik wahrzunehmen. Der Kaltzug fällt ebenfalls würzig aus. Holz steht im Vordergrund, begleitet von Erde und einer leicht nussigen Nuance. Dazu kündigt sich bereits eine dezente Pfefferwürze an. Die Black startet direkt würzig und mit relativ dunklen Aromen. Besonders deutlich bekomme ich Hickoryholz, begleitet von Espresso und etwas Erde. Dazu kommt eine pfeffrige Schärfe, die mich eher an eine pikante Chili-Würze als an reinen schwarzen Pfeffer erinnert. Gerade diese Kombination gibt dem kleinen Format ordentlich Charakter. Die kräftige Röstaromatik des Espressos passt sehr schön zum Hickoryholz und der erdigen Basis. Im weiteren Rauchverlauf wird die Black etwas gesetzter. Die anfängliche Schärfe integriert sich zunehmend besser, während Holz, Espresso und Erde den Grundcharakter bestimmen. Eine ausgeprägte Süße steht für mich nicht im Vordergrund. Die Black lebt vielmehr von ihren dunklen Röstaromen und ihrer kernigen Würze. Auch technisch macht die La Chaveta Black Minuto einen sehr guten Eindruck. Die Vorbereitung über die beiden Pigtails funktioniert problemlos und die saubere Konstruktion setzt sich beim Rauchen fort. Für einen so kleinen Stick lässt sie sich angenehm unkompliziert genießen. Die La Chaveta Black Minuto ist ein kleiner Stick mit überraschend viel Charakter. Hickoryholz, Espresso und Erde bilden eine dunkle Basis, zu der die pikante Pfeffer-/Chili-Würze sehr gut passt. Besonders interessant finde ich den Vergleich zur La Chaveta White Minuto, weil hier dasselbe Format zwei ziemlich unterschiedliche Seiten zeigt. Die White empfinde ich mit ihrer Nussigkeit, Cremigkeit und feinen Süße als runder und ausgewogener. Die Black ist dagegen dunkler, kerniger und deutlich würziger. Damit haben beide für mich ihren eigenen Reiz: White, wenn es cremiger und harmonischer sein soll,... die Black, wenn ich Lust auf dunklere Aromen und mehr Würze habe. Eigener Merker: 8/10



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Xen Torpedo stick 2

Länge: 15.56Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Nish Patel Xen Torpedo wird in Nicaragua hergestellt. Das Deckblatt stammt aus Ecuador und ist ein Connecticut-Deckblatt, das für die seidige Oberfläche und die eher milde, cremige Grundcharakteristik sorgt. Das Umblatt stammt aus Nicaragua und bringt etwas mehr Würze und Struktur in den Blend. Bei der Einlage hält sich Nish Patel, beziehungsweise Rocky Patel mit konkreten Angaben zurück. Die verwendeten Fülltabake werden als proprietärer Blend geführt und sind nicht öffentlich aufgeschlüsselt. Das Deckblatt wirkt mittelbraun, relativ glatt und leicht ölig. Die Zigarre macht insgesamt einen sauber verarbeiteten Eindruck. Durch das Torpedo-Format liegt sie angenehm in der Hand und wirkt kompakt und gleichmäßig gefüllt. Die Verarbeitung meines Exemplars war absolut in Ordnung. Die Anilla finde ich besonders interessant. Sie hebt sich optisch deutlich von vielen klassischen Zigarren-Banderolen ab. Vor allem die asiatisch angehauchte Optik gefällt mir. Das Design wirkt für mich etwas exotisch und ungewöhnlich und gibt der Zigarre einen eigenen Wiedererkennungswert. Gleichzeitig ist die Anilla nicht völlig überladen, sondern passt für mich gut zum Gesamtauftritt der Zigarre. Beim Kaltgeruch nehme ich bereits Tabak, Holz und eine leichte Nussigkeit wahr. Dazu kommt eine dezente Kaffeenote und etwas Würze. Der Kaltgeruch macht einen angenehm milden und gleichzeitig aromatischen Eindruck. Im Kaltzug bestätigen sich die ersten Eindrücke. Vor allem Nuss und Kaffee kommen bereits schön zur Geltung. Dazu etwas Holz und eine leichte natürliche Süße. Der Zug ist bei meinem Exemplar angenehm und passend zum Format. Die Zigarre startet mild und cremig. Schon zu Beginn stehen geröstete Nüsse und Kaffee deutlich im Vordergrund. Dazu kommen etwas Zedernholz und eine leichte Würze. Der Pfeffer hält sich zunächst eher zurück. Was mir gefällt, ist die Kombination aus der milden Grundstärke und den trotzdem vorhandenen würzigen Aromen. Im zweiten Drittel wird die Würze etwas deutlicher. Die Kaffeenoten bleiben präsent und verbinden sich mit Nuss, etwas Kakao und Holz. Dazu kommt eine leichte Pfeffernote, die der Zigarre etwas mehr Charakter gibt. Für mich ist das der interessanteste Abschnitt, weil die Zigarre trotz ihrer milden Stärke geschmacklich nicht langweilig wird. Im letzten Drittel wird die Zigarre etwas kräftiger und würziger. Jetzt treten Kaffee und geröstete Nüsse noch einmal deutlich hervor. Dazu kommen mehr Holz und etwas Erde. Die Pfeffernote nimmt ebenfalls etwas zu, bleibt aber angenehm. Die Zigarre wird dadurch zum Ende hin intensiver, ohne ihren grundsätzlich milden Charakter komplett zu verlieren. Die Nish Patel Xen Torpedo hat mir insgesamt gut gefallen. Was mir besonders aufgefallen hat, sind die nussigen Noten und der Kaffee, die klar zu den prägenden Aromen der Zigarre gehören. Dazu kommt eine schöne Würze, die dafür sorgt, dass die Zigarre trotz ihrer milden Stärke nicht langweilig wirkt. Auch die asiatisch wirkende Anilla finde ich gelungen. Sie ist für mich interessant und etwas ungewöhnlich und gibt der Zigarre optisch einen eigenen Charakter. Eigener Merker: 7/10



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Balmoral Puro Nicaragua Rothschild Masivo

Länge: 12.70Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Balmoral Puro Nicaragua Rothschild Masivo trägt ein schön schokoladenbraunes Deckblatt mit feiner Aderung und kleinen Poren. Die Verarbeitung macht einen sauberen Eindruck und die Zigarre ist insgesamt recht fest gerollt. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um eine nicaraguanische Puro. Sowohl Deckblatt als auch Umblatt stammen aus Jalapa, während für die Einlage Tabake aus Ometepe, Estelí und Condega verwendet werden. Optisch gibt es für mich wenig auszusetzen. Das dunklere Deckblatt passt gut zu dem kräftigeren Charakter, den die Zigarre später auch geschmacklich zeigt. Der Start ist zunächst recht trocken. Holz und Erde bilden die Basis, dazu kommen Kaffee und eine diffuse Süße mit etwas Creme. Schwarzer Pfeffer bringt anfangs nicht nur Würze, sondern auch eine leichte Schärfe mit. Diese verschwindet allerdings bereits nach wenigen Zügen und der Smoke wird zunehmend süßer und cremiger. Im Hintergrund zeigen sich leichte herbale Anklänge. Zusammen mit den herberen Nuancen entsteht für mich stellenweise eine Assoziation an Bitterschokolade. Mit zunehmender Rauchdauer entwickelt sich aus dem anfänglichen Kaffee ein deutlicher Espresso, der sehr gut zur erdig-herben Grundrichtung passt. Im zweiten Drittel hatte mein Exemplar leider einen deutlichen Durchhänger. Das Rauchvolumen nahm plötzlich stark ab und beim Ziehen kam praktisch nur noch heiße Luft. Auch Nachfeuern brachte zunächst keine wirkliche Verbesserung. Vermutlich war die Zigarre in diesem Bereich etwas zu fest gerollt. Geschmacklich machte sich das sofort bemerkbar. Die feineren Nuancen gingen verloren und wurden vorübergehend von kräftigen Röstaromen und deutlicher Bitterkeit überlagert. Zum Glück hielt dieser Zustand nicht besonders lange an. Nach ungefähr zwei Zentimetern normalisierte sich das Rauchverhalten wieder und die Zigarre fand zurück in die Spur. Danach wird die Nicaragua wieder angenehmer und insgesamt etwas runder. Eine größere aromatische Veränderung findet allerdings nicht mehr statt. Die erdig-holzige Basis bleibt erhalten, während Espresso, herbe Schokoladenanklänge und Cremigkeit das Profil abrunden. Der weitere Verlauf ist damit eher geradlinig, lässt sich nach dem kurzen Aussetzer aber wieder entspannt rauchen. Die grundsätzlich recht feste Rollung machte sich bei meinem Exemplar offenbar im mittleren Bereich bemerkbar. Der zeitweise starke Einbruch beim Rauchvolumen hat für einige Züge sowohl Geschmack als auch Abbrand beeinträchtigt. Da sich das Problem anschließend wieder vollständig gelegt hat, möchte ich diesen Abschnitt allerdings nicht überbewerten. Abgesehen davon machte die Zigarre einen ordentlich verarbeiteten Eindruck. Fazit: Im direkten Vergleich hat mir die Balmoral Puro Nicaragua Rothschild Masivo deutlich besser gefallen als die Balmoral Rothschild Masivo Dominicana. Die Dominicana blieb für mich geschmacklich eher blass und bot insgesamt zu wenig, um mich wirklich abzuholen. Hinzu kamen der zu straffe Zug und bei meinem Exemplar sogar ein Käferloch. Die Nicaragua spielt geschmacklich in einer ganz anderen Richtung. Sie ist dunkler, kräftiger und wesentlich ausdrucksstärker. Holz, Erde und Espresso geben ihr eine herbe Basis, die durch etwas Süße und Cremigkeit angenehm abgerundet wird. Gerade die Assoziation an Bitterschokolade passt für mich sehr gut zu ihrem nicaraguanischen Charakter. Technisch waren damit zwar beide Exemplare nicht fehlerfrei, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Bei der Nicaragua war der problematische Abschnitt nur vorübergehend. Danach konnte ich den Smoke wieder genießen – und vor allem hatte sie geschmacklich deutlich mehr zu bieten. Die 4/10 für die Dominicana und 7/10 für die Nicaragua spiegeln den Unterschied für mich ziemlich gut wider. Beide haben ihre Schwächen, aber während ich die Dominicana nicht noch einmal brauche, würde ich der Nicaragua durchaus wieder eine Chance geben. Eigener Merker: 7/10



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Rothschild Masivo

Länge: 12.70Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Balmoral Puro Dominicana Rothschild Masivo ist mit 6,90 € pro Stück preislich durchaus interessant. Das Format liegt bei etwa 12,7 cm Länge und 55er Ringmaß, ist als Longfiller gefertigt und wird als mittelkräftig beschrieben. Alle verwendeten Tabake stammen aus der Dominikanischen Republik – es handelt sich also tatsächlich um einen Puro Dominicana. Als Deckblatt wird Vega Especial angegeben. Optisch macht die Rothschild Masivo zunächst einen ganz ordentlichen Eindruck. Das dominikanische Deckblatt ist mittel- bis dunkelbraun und wirkt relativ gleichmäßig. Die Oberfläche fühlt sich leicht trocken, aber nicht unangenehm an. Einige Adern sind sichtbar, insgesamt finde ich die Optik aber durchaus passend für die Preisklasse. In der Hand fühlt sie sich kompakt und ordentlich gefüllt an. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Die Anilla ist klassisch im Balmoral-Stil gehalten. Sie passt optisch gut zur Zigarre, ist für mich aber kein besonderes Highlight. Bei meinem Exemplar hatte ich leider den Verdacht auf einen Tabakkäfer. Etwa 3 cm vom Zigarrenkopf entfernt hatte sich etwas in die Zigarre hineingefressen. Für mich sah das eindeutig nach einem entsprechenden Befall beziehungsweise Fraßgang aus. Gerade bei einer Zigarre, die ich eigentlich in Ruhe genießen möchte, ist so etwas natürlich alles andere als schön und hat meinen Gesamteindruck entsprechend beeinflusst. Beim Kaltgeruch bekomme ich hauptsächlich trockenes Holz und Tabak. Dazu kommt etwas Erde und eine leichte Würze. Eine deutliche Süße, wie sie bei der Zigarre teilweise beschrieben wird, kann ich bei meinem Exemplar kaum wahrnehmen. Insgesamt ist der Kaltgeruch für mich eher zurückhaltend. Der Kaltzug ist leider bereits der nächste Punkt, der mich stört. Bei meinem Exemplar ist der Zug deutlich zu straff. Ich muss wesentlich kräftiger ziehen, als mir eigentlich angenehm ist. Das ist für mich gerade bei einem 55er Ringmaß ärgerlich, weil dadurch natürlich auch die Rauchentwicklung und letztlich das gesamte Geschmackserlebnis leiden. Nach dem Anzünden startet die Zigarre relativ zurückhaltend. Ich bekomme hauptsächlich Holz und etwas Erde, dazu leichte Röstaromen und eine dezente Würze. Die Aromen sind zwar vorhanden, kommen aber nicht besonders intensiv zur Geltung. Gerade die vom Hersteller beziehungsweise Händler erwartete Kombination aus Zedernholz, Süße und Würze kann ich bei meinem Exemplar nur teilweise nachvollziehen. Im zweiten Drittel wird die Zigarre etwas würziger. Jetzt kommen Erde, Holz und etwas Leder stärker zum Vorschein. Dazu gesellen sich leichte Kaffeeröstaromen. Aber auch hier fehlt einfach die Tiefe. Ich hatte mir von einem Puro aus der Dominikanischen Republik ehrlich gesagt ein deutlich cremigeres und harmonischeres Geschmacksbild erwartet. Stattdessen empfinde ich die Zigarre als relativ eindimensional. Der zu straffe Zug bleibt ebenfalls bestehen und macht den Smoke für mich nicht angenehmer. Im letzten Drittel wird die Rothschild Masivo noch einmal etwas kräftiger. Jetzt stehen Erde, dunkleres Holz und Pfeffer stärker im Vordergrund. Dazu kommen wieder Röstaromen und eine leichte trockene Würze. Die Zigarre wird dadurch zwar intensiver, aber für mich nicht unbedingt interessanter. Teilweise wirkt sie etwas trocken und herb. Eine schöne cremige Süße oder besondere aromatische Entwicklung vermisse ich weiterhin. Die Balmoral Puro Dominicana Rothschild Masivo hat mich leider nicht überzeugt. Mit 6,90 € ist sie sicherlich keine hochpreisige Zigarre, und man sollte sie natürlich auch unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Trotzdem erwarte ich auch in dieser Preisklasse ein gewisses Maß an Geschmack und Entwicklung. Bei meinem Exemplar hatte ich gleich mehrere Punkte, die den Smoke für mich negativ beeinflusst haben. Zum einen war der Zug viel zu straff. Dadurch war die Rauchentwicklung nicht optimal und ich hatte das Gefühl, dass die Aromen zusätzlich darunter gelitten haben. Zum anderen hatte ich den bereits erwähnten Tabakkäfer beziehungsweise einen deutlichen Fraßgang etwa 3 cm vom Zigarrenkopf entfernt. Das war natürlich ein ziemlich unschönes Erlebnis. Geschmacklich hat sie mir persönlich nicht allzu viel geboten. Ich habe hauptsächlich Holz, Erde, Leder, Kaffee, Röstaromen und etwas Pfeffer wahrgenommen. Mir fehlten Cremigkeit, Süße, Komplexität und eine spannendere Entwicklung. Was mich außerdem überrascht hat: Obwohl Deckblatt, Umblatt und Einlage allesamt aus der Dominikanischen Republik stammen, hat sie für mich überhaupt nicht wie eine typische dominikanische Zigarre geschmeckt. Ich hatte hier deutlich andere Erwartungen. Eigener Merker: 4/10.



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Balmoral Anejo XO Torpedo MK52

Länge: 15.88Durchmesser: 2.18 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Balmoral Añejo XO MK52 ist eine Zigarre, auf die ich mich aufgrund des Blends schon sehr gefreut habe. Sie stammt aus der Dominikanischen Republik und ist mit einem brasilianischen Arapiraca Sungrown Deckblatt, einem dominikanischen Olor-Umblatt und einer Einlage aus dominikanischen und nicaraguanischen Tabaken aufgebaut. Optisch gefällt mir die MK52 richtig gut. Das Deckblatt ist dunkelbraun mit einem leicht rötlichen Einschlag und hat einen schönen, natürlichen Glanz. Es ist nicht komplett glatt, sondern besitzt eine leicht rustikale Struktur, was sehr gut zu dieser Zigarre passt. Beim Anfassen wirkt sie fest und kompakt, ohne steinhart zu sein. Sie ist gleichmäßig gerollt und macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Adern des Deckblattes sind zwar sichtbar, aber sauber verarbeitet und stören die Optik überhaupt nicht. Auch die Verarbeitung gefällt mir sehr gut. Die Nähte sind sauber, die Torpedoform ist ordentlich gearbeitet und insgesamt macht die Zigarre genau den Eindruck, den ich von einer Premiumzigarre erwarte. Die Anilla ist ebenfalls gelungen. Sie wirkt klassisch und hochwertig und passt optisch sehr gut zur dunkleren Farbe des Deckblattes. Beim Kaltgeruch bekommt man direkt Zedernholz, Erde und etwas Leder. Dazu kommt eine leichte natürliche Tabaksüße und im Hintergrund eine dezente nussige Note. Für mich wirkt der Kaltgeruch schon relativ vielversprechend, weil er nicht einfach nur nach Tabak riecht, sondern bereits verschiedene Nuancen erkennen lässt. Beim Kaltzug kommen vor allem Holz, Nuss und Erde durch. Dazu gesellt sich eine leichte Kakao- beziehungsweise Schokoladennote. Der Zugwiderstand ist genau richtig – nicht zu fest und auch nicht zu luftig. Gerade bei der Torpedoform lässt sich der Zug dadurch sehr angenehm dosieren. Nach dem Anzünden startet die Balmoral zunächst relativ cremig und angenehm weich. Als erstes nimmt man Kaffee, geröstete Nüsse und Zedernholz wahr. Dazu kommt eine leichte Süße, die etwas an Kakao beziehungsweise Milchschokolade erinnert. Im weiteren Verlauf wird der Rauch schön cremig und die Aromen verbinden sich immer besser miteinander. Besonders die Kombination aus Kaffee und gerösteter Haselnuss gefällt. Im Hintergrund kommen bereits leichte Erd- und Ledernoten dazu, die aber noch nicht dominant sind. Vom Körper her würde ich sie hier als mild bis mittelkräftig einordnen. Im zweiten Drittel merkt man deutlich, dass die Zigarre an Tiefe gewinnt. Die anfängliche Süße wird etwas weniger und dafür kommen Leder, Erde und geröstetes Holz stärker zum Vorschein. Die Cremigkeit bleibt aber weiterhin vorhanden. Besonders gut gefällt mir jetzt das Zusammenspiel aus Kaffee, Leder und Nuss. Dazu kommen immer wieder leichte Toast- und Röstaromen. Die Würze nimmt ebenfalls langsam zu, wird aber zu keiner Zeit unangenehm scharf. Genau das gefällt mir an der Zigarre: Sie wird kräftiger, ohne dabei ihre Balance zu verlieren. Im letzten Drittel wird die Balmoral dann noch einmal deutlich kräftiger und würziger. Jetzt stehen Leder, dunkles Holz und Erde im Vordergrund. Die Süße aus dem ersten Drittel ist mittlerweile fast verschwunden. Dafür kommen deutlichere Espresso- und Röstaromen hinzu. Auch Pfeffer macht sich jetzt bemerkbar, vor allem im Nachgeschmack. Ich finde aber, dass die Zigarre auch im letzten Drittel noch sehr schön rund bleibt, solange man sie nicht zu schnell raucht. Gerade wenn man sich Zeit lässt, kommen immer wieder neue Nuancen durch. Zum Ende hin wird sie dann nochmals kräftiger und würziger. Der Nachhall bleibt lange bestehen und hinterlässt vor allem Holz, Leder, Espresso und etwas Pfeffer. Die Balmoral Añejo XO MK52 hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Was mir besonders gefällt, ist ihre Entwicklung. Sie startet cremig, nussig und leicht süß mit Kaffee und Kakao, wird im zweiten Drittel deutlich erdiger und würziger und entwickelt im letzten Drittel dann ihre kräftigste Seite mit Leder, dunklem Holz, Espresso und Pfeffer. Für mich ist sie keine Zigarre, die einfach nur ein bestimmtes Aroma präsentiert. Sie entwickelt sich während des Rauchens und bietet dadurch einiges an Abwechslung. Auch die Verarbeitung, der Zug und der Abbrand haben bei meiner Zigarre einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Meine persönlichen Highlights sind definitiv die Kombination aus Kaffee, gerösteter Nuss und der angenehmen Cremigkeit im ersten Drittel sowie Leder, Holz und Espresso im weiteren Verlauf. Eine sehr schöne, ausgewogene und komplexe Zigarre, bei der man sich meiner Meinung nach Zeit lassen sollte. Für mich definitiv eine Zigarre, die ich gerne wieder rauchen würde. Eigener Merker: 8/10



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Dalay Oase Petite Robusto_Zigarre
verifizierter Kauf

Länge: 9.53Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Dalay Oase Petit Robusto (3,75x48) hat ein gut gebräuntes Deckblatt aus Ecuador. Die Oberfläche ist seidig-matt mit wenigen dicken Blattadern und ist relativ feinporig. Das Umblatt sowie die Einlage stammen aus der dominikanischen Republik. Die äußerliche Verarbeitung ist qualitativ gut gelungen. Die Nähte sind sauber verklebt und die Zigarre ist gleichmäßig fest gerollt. Die Anilla ist relativ groß für diesen Stumpen. Steht der Petit Robusto aber trotzdem hervorragend. Die Anilla hat eine gute Qualität und ist in gold, beige und rot gehalten. Außerdem ist ein Zigarre rauchender Scheich abgebildet der verkehrt herum auf deinem Esel sitzt. Ziemlich ausgefallen,... Vor allem wenn man die Bauchbinden sammelt. Der KG ist fein würzig mit einer dezenten süßlichen Note. Der Anschnitt mit der Schere war problemlos. Allerdings merkt man das die Zigarre sehr fest gerollt ist. Auch das 2te Exemplar was parallel probiert wurde ist identisch. Der Zug ist also dementsprechend relativ straff. Das Anzünden gestaltet sich also schon mal etwas schwieriger. Dachdem man die Zigrarre dazu überredet hat die Flamme anzunehmen startet die Dalay Oase mit fein würzigen Noten von Zeder, etwas Erde und einer süßlichen Creme. Der Start ist definitiv auf der milden Seite,... bringt aber genügend Würze mit. Der Stick will auf jeden Fall bei Laune gehalten werden und kommt mit einem Zug pro Minute nicht wirklich zurecht. Im weiteren Rauchverlauf kommen Noten von Nüssen auf und in der Tat auch schokoladige. Das letzte Drittel war für mich das interessanteste. Die Würze nahm leicht zu und die nussigen Aromen intensivieren sich leicht. Insgesamt hatte das ganze etwas von einem marokkanischen Basar. Eine Gewürzmischung, die sich nicht im einzelnen beschreiben lässt, macht sich breit. Stellenweise hatte sie etwas von Latakia-Tabak was mir besonders gut gefallen hat. Eine sehr interessante Abwechslung zum guten Schluss... Fazit: Eine milde, aber dennoch würzige Zigarre mit interessanten Aromen. Der Zug war mir leider viel zu straff und damit hatte die Zigarre auch keinen besonders guten Abbrand. Hier und da musste immer wieder nachgefeuert werden. Das Rauchvolumen war aber zufriedenstellend. Ein netter kleiner Stumpen mit interessanten Aromen. Für Anfänger sowie für erfahrene Raucher gleichermaßen geeignet. Es wird ein Wiedersehen geben... Eigener Merker: 7,5/10.



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Alec Bradley Black Market Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 13.34Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Alec Bradley Black Market im Robusto-Format misst 13,34 cm bei einem Durchmesser von 1,98 cm. Dieser handgefertigte Longfiller wird in Honduras bei Tabacos de Oriente hergestellt. Das schokoladenbraune nicaraguanische Deckblatt besitzt einen schönen öligen Glanz. Die Oberfläche ist relativ grobporig und zeigt einige kräftigere Blattadern, wodurch die Zigarre insgesamt etwas rustikal wirkt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – gefällt mir der Gesamteindruck ausgesprochen gut. Das Deckblatt ist sauber verarbeitet und die Robusto gleichmäßig gerollt. Unter dem nicaraguanischen Deckblatt befindet sich ein ecuadorianisches Sumatra-Umblatt. Die Einlage besteht aus einer Mischung honduranischer und panamaischer Tabake. Unübersehbar ist die riesige, zweiteilige Anilla, die einen Großteil der Zigarre verdeckt. Sie ist relativ schlicht gestaltet und besteht aus recht festem Papier. Ungewöhnlich ist die Aufmachung auf jeden Fall und einen hohen Wiedererkennungswert kann man ihr nicht absprechen. Der Kaltgeruch fällt bei meinem Exemplar überraschend zurückhaltend aus. Viel lässt sich hier kaum wahrnehmen. Ganz anders der Kaltzug: Dieser ist feinwürzig und erinnert mich an Torf und feuchtes Holz. Gerade diese leicht erdig-torfige Richtung macht vor dem Anzünden schon neugierig. Die Black Market startet mit ordentlich Röstaromen. Dazu kommen etwas schwarzer Pfeffer, dunkles Holz in Richtung Hickory, ein Hauch Erde und eine diffuse Süße. Der Rauch ist von Beginn an schön cremig. Im Hintergrund entdecke ich außerdem feine Nuancen von gebrannten Mandeln und eine interessante mineralische, leicht salzige Note. Der schwarze Pfeffer ist anfangs durchaus präsent, nimmt aber relativ schnell ab und pendelt sich auf einem angenehmen Niveau ein. Danach ist er weniger Schärfe als vielmehr die passende Würze für das dunkle Aromaprofil. Als Begleiter habe ich mir einen Pyrat XO Reserve Rum eingeschenkt, dessen exotisch-fruchtige Süße einen spannenden Kontrast zur würzigen Zigarre bildet. Im zweiten Drittel werden die erdigen Aromen deutlicher, während die gebrannten Mandeln vollständig verschwinden. Gleichzeitig nimmt die Cremigkeit noch etwas zu. Dadurch wirkt auch die Gesamtwürze milder und die Black Market wird für meinen Geschmack runder und zugänglicher, ohne ihren vollmundigen Charakter zu verlieren. Hier und da blitzen aus der dunklen Holzaromatik interessante torfige Nuancen hervor, die mich wieder an den Kaltzug erinnern. Gegen Ende des zweiten Drittels kommt schließlich Leder hinzu. Gleichzeitig entwickelt sich ein schokoladiger Unterton, der mich klar an Zartbitterschokolade erinnert. Gerade hier gefällt mir auch die Kombination mit dem Pyrat ausgesprochen gut. Seine exotisch-fruchtige Süße ergänzt die dunkle Würze der Zigarre und unterstützt für meinen Geschmack ihre Komplexität, ohne sie geschmacklich zu überdecken. Im letzten Drittel zieht die Würze wieder an, ohne unangenehm scharf zu werden. Jetzt werden vor allem die ledrigen Aromen deutlich kräftiger und auch die dunkle Schokolade erreicht ihren Höhepunkt. Dazu bleibt eine angenehme cremige Süße erhalten. Röstaromen, Holz und Erde sind zwar nach wie vor vorhanden, rücken neben Leder und Zartbitterschokolade aber zunehmend in die zweite Reihe. Kurz vor Schluss wartet die Black Market dann noch mit einer kleinen Überraschung auf: Retronasal kommt eine nussige Note auf, die mich deutlich an Haselnuss erinnert. Für mich ein sehr schöner und interessanter Abschluss dieses Smokes. Technisch gibt es bei meinem Exemplar praktisch nichts zu beanstanden. Der Zug ist perfekt, ebenso der Abbrand. Dazu produziert die Robusto einen vollen und dichten Rauch, der hervorragend zur ausgeprägten Cremigkeit passt. Die Konstruktion ist absolut zufriedenstellend und die Zigarre lässt sich vom Anzünden bis zum letzten Drittel vollkommen unkompliziert rauchen. Fazit: Die Alec Bradley Black Market Robusto ist für mich eine sehr schön gelungene, vollmundige und komplexe Zigarre. Besonders gefällt mir ihre Entwicklung: Der kräftige Einstieg mit Röstaromen, Hickory und schwarzem Pfeffer geht zunehmend in eine rundere, cremigere Richtung über, bevor Leder und Zartbitterschokolade im letzten Drittel die Führung übernehmen. Die abschließende Haselnussnote setzt noch einmal einen schönen Akzent. Auch das Pairing mit dem Pyrat XO Reserve hat für mich ausgesprochen gut funktioniert. Seine exotisch-fruchtige Süße hat sicherlich den einen oder anderen Geschmackseindruck unterstützt oder stärker hervorgeholt. Trotzdem steht für mich fest, dass die Black Market auch für sich genommen einen sehr interessanten und ausgewogenen Blend bietet. Dazu kommen perfekter Zug, problemloser Abbrand und dichter Rauch – hier passte bei meinem Exemplar auch technisch alles. Ein leckerer, vollmundiger und hervorragend abgestimmter Smoke, den ich definitiv empfehlen kann. Eigner Merker: 9/10



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Balmoral Anejo XO Connecticut Torpedo MK52
verifizierter Kauf

Länge: 15.88Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach einer extrem enttäuschenden Erfahrung vor Jahren mit der Firma Balmoral, bin ich beim stöbern über die Anejo XO MK52 gestolpert. Die Optik dieses Torpedos mit dem karamellfarbenden Connecticut hatte mich neugierig gemacht und promt wurden 2 Exemplare bestellt. Die Balmoral Anejo XO wird von einem sehr feinadrigen und makellos verarbeiteten Connecticut Shade aus den USA umhüllt. Die Oberfläche ist leicht speckig und feinporig. Das Umblatt ist ein ecuadorianisches Sumatra. Die Einlage ist eine spannende Mischung aus brasilianischen Mata-Norte, dominikanischen Olor und einem amerikanischen Pannsylvania. Eine Mischung die neben der Optik mein Interesse geweckt und mich zum Kauf überredet haben. Die Verarbeitung ist absolut erstklassig. Die Balmoral ist gleichmäßig fest gerollt und perfekt geformt. Dazu kommen noch die Bauch- und Fußbinde, die ebenfalls qualitativ überzeugen. Das dunkle Blau gibt einen schönen Kontrast zu dem hellen Connecticut und verleiht der Zigarre eine edle Optik. Der Anschnitt mit der Schere war unkompliziert. Nach kurzem toasten startet die Balmoral Anejo XO MK52 mit sahnigen Aromen von Zeder und Leder, etwas Erde und süßem Heu. Untermalt wird das ganze von einer feinen Kräuternote und einer sanften prise weißen Pfeffer. Im 2/3 wird der Rauch nach cremiger und es entfalten sich komplexe, süßliche Nuancen von Vanille, gerösteten Karamell und Marzipan, gepaart mit Noten von frischem Kaffee und Nüssen. Hintergründig schmeckt man Nuancen von trockenem Holz die sehr stark an Whiskyfässer erinnert. Das letzte Drittel wird etwas kräftiger, bleibt aber ausbalanciert. Während sich die Süße etwas in den Hintergrund verschiebt werden die Aromen von Kaffee und Leder dominanter. Hier und da preschen Pfeffernoten in den Vordergrund die weder scharf noch unangenehm sind. Fazit: Die Balmoral Anejo XO MK52 Connecticut im Torpedo-Format hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Verarbeitung und Konstruktion dieser Zigarren ist erstklassig und die Qualität der verwendeten Tabake schmeckt man bei jedem Zug. Der Abbrand war absolut unkompliziert. Der Zug und das Rauchvolumen waren perfekt. Da es sich um ein Figurado-Format (Torpedo) handelt, verengt sich der Rauchkanal nach vorne hin. Hier hat man durch den passenden Cut die Möglichkeit den Zug nach seinem Gusto anzupassen. Ich würde allerdings einen großzügigen Cut von ca. 1,5cm empfehlen um dieses Torpedos in vollen Zügen genießen zu können. Die Balmoral Anejo XO MK52 ist eine sehr komplexe, milde bis mittelkräftige Zigarre mit süßlich-sahnigen Aromen von Zeder, Erde, Leder, Kaffee, Nüssen und fermentierten Pfeffer. Die süßlichen Noten bringen Nuancen von Vanille, gerösteten Karamell und Marzipan mit, welche den Smoke angenehm und rund machen. Diese Balmoral konnte meine Meinung über die Marke kippen. Hier wird bald eine Kiste in meinen Humidor einziehen. Eigener Merker: 9/10



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Don Pepin My Father The Judge Grand Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die My Father The Judge Grand Robusto ist mit ihrem 5 x 60 Boxpressed-Format eine ausgesprochen stattliche Erscheinung. Das milchkakaobraune Sumatra-Deckblatt aus Ecuador besitzt eine leicht ledrige Oberfläche mit feiner Blattaderung. Darunter liegen gleich zwei unterschiedliche nicaraguanische Umblätter, ein Corojo und ein Criollo. Auch die Einlagetabake stammen aus Nicaragua. Die Verarbeitung ist, wie ich es von My Father gewohnt bin, absolut erstklassig. Die Boxpressed-Form ist sauber ausgearbeitet und die Zigarre liegt trotz ihres großen Ringmaßes angenehm satt zwischen den Fingern. Ein kleines Missgeschick gab es allerdings beim Anschneiden. Mein Cutter war für dieses Format offenbar nicht optimal geeignet, wodurch das Deckblatt am Zigarrenkopf auf beiden Seiten eingerissen ist. Bei einem derart großen Ringmaß wäre ein entsprechend dimensionierter Cutter oder alternativ ein Bohrschnitt mit mehreren kleineren Öffnungen sicherlich die bessere Wahl gewesen. Der Kaltgeruch bietet eine schöne, natürliche Tabakwürze. Beim Kaltzug zeigen sich heuig-würzige Noten, die einen angenehmen Kontrast zur dunkleren Aromatik des Kaltgeruchs bilden. Die Grand Robusto startet mit einer vollmundigen Kombination aus Holz, Erde und einer schönen Tabakwürze. Dazu gesellen sich eine dezente Cremigkeit und eine diffuse natürliche Süße, die den Einstieg angenehm abrunden. Die Röstaromen erinnern mich bei diesem großen Format eher an einen milden Milchkaffee, während sie bei der bereits von mir gerauchten Toro Fino etwas ausgeprägter wirkten. Schon nach wenigen Zügen entwickelt sich eine interessante, kräuterartige Gewürzmischung. Sie fügt sich ausgesprochen harmonisch in die vorhandene Aromatik ein und verleiht dem Smoke eine zusätzliche Facette. Trotz der durchaus kräftigen Grundwürze wirkt die Grand Robusto erstaunlich rund, ausgewogen und zugänglich. Gerade das Zusammenspiel aus würzigen, cremigen und leicht süßlichen Komponenten gefällt mir ausgesprochen gut. Im zweiten Drittel legt die Judge bei der Würze spürbar zu, ohne dabei unangenehm scharf zu werden. Die holzigen und erdigen Aromen gewinnen an Intensität und rücken deutlicher in den Vordergrund. Gleichzeitig entwickelt sich eine feine Ledernote, die dem Profil etwas mehr Tiefe verleiht. Dazu kommen leicht nussige Anklänge, die gut mit der weiterhin vorhandenen Cremigkeit harmonieren. Interessant ist, dass die einzelnen Aromen nicht dauerhaft dieselbe Intensität behalten. Mal steht die erdige Grundwürze stärker im Vordergrund, dann zeigen sich wieder die weicheren, cremigen oder kräuterartigen Komponenten. Dadurch bleibt der Rauchverlauf abwechslungsreich, obwohl sich die grundsätzliche Geschmacksrichtung nicht wesentlich verändert. Zum Ende zeigt die Grand Robusto noch einmal ihren kräftigeren Charakter. Der Smoke wird vollmundiger und intensiver, wobei besonders die dunklen Holz- und Erdaromen an Ausdruck gewinnen. Die Tabakwürze tritt deutlicher hervor und sorgt für einen gehaltvollen Abschluss. Die vorhandenen Geschmacksnuancen wechseln weiterhin in ihrer Intensität, ohne dass die Zigarre ihre grundsätzliche Balance verliert. Ein kräftiges, aromatisches Finale, das sehr gut zum Charakter dieser Judge passt. Technisch war die Grand Robusto wieder einmal auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Der Abbrand verlief tadellos und das Rauchvolumen war optimal. Auch die Konstruktion hinterließ einen erstklassigen Eindruck. Lediglich die beim Anschneiden entstandenen Risse im Deckblatt verlangten während des Rauchens etwas zusätzliche Aufmerksamkeit. Das möchte ich der Zigarre allerdings nicht anlasten, da die Beschädigungen eindeutig auf meinen Cutter zurückzuführen waren. Abgesehen davon gab es praktisch nichts zu beanstanden. Die Qualität der verwendeten Tabake war für mich nicht nur an der Verarbeitung, sondern vor allem auch geschmacklich deutlich erkennbar. Fazit: Die My Father The Judge Grand Robusto hat mich einmal mehr davon überzeugt, warum ich diese Serie so gerne rauche. Eine hervorragend verarbeitete, vollmundige Zigarre mit einer schönen Balance aus Würze, Cremigkeit und natürlicher Tabaksüße. Im direkten Vergleich zur bereits von mir gerauchten The Judge Toro Fino zeigen sich trotz identischer Tabakzusammenstellung interessante Unterschiede. Die Toro Fino empfand ich geschmacklich als etwas komplexer und facettenreicher. Besonders die überraschende Entwicklung zur Mitte hin, mit ihren kräuterartig-floralen Nuancen, dem toastigen Charakter und der späteren Umami-Aromatik, ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Die Kombination aus kräftiger Grundwürze und einer fast melasse- oder karamellartigen Süße war für mich außergewöhnlich harmonisch. Die Grand Robusto präsentiert denselben Blend dagegen etwas anders. Durch das große Ringmaß wirkt sie auf mich weicher, cremiger und insgesamt zugänglicher. Die Röstaromen erinnern eher an Milchkaffee, während Holz und Erde zunehmend an Ausdruck gewinnen. Auch hier gibt es geschmackliche Bewegung, allerdings weniger überraschende Wendungen als bei der Toro Fino. Die Toro Fino bietet mir somit das etwas spannendere Aromenspiel, während die Grand Robusto mit ihrer ausgesprochen runden und vollmundigen Art überzeugt. Welche der beiden besser gefällt, ist letztlich eine Frage der persönlichen Vorlieben. Für mich hat die Toro Fino geschmacklich einen kleinen Vorsprung, auch wenn die Grand Robusto ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau spielt. Dass mein Exemplar durch die Beschädigungen am Zigarrenkopf etwas mehr Aufmerksamkeit verlangte, ändert nichts an meinem hervorragenden Gesamteindruck. My Father hat mit der The Judge eine Serie geschaffen, die meinen Geschmack ausgesprochen gut trifft. Auch die Grand Robusto wird mit Sicherheit nicht meine letzte gewesen sein. Eigener Merker: 9/10



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My Father Cigars Blue Toro Gordo_Zigarre
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die My Father Blue Toro Gordo kommt im stattlichen 6 x 60 Boxpressed-Format daher. Das gut gebräunte, rosadofarbene Connecticut-Broadleaf-Deckblatt aus den USA besitzt eine feine Oberfläche mit kaum sichtbaren Blattadern. Die Verarbeitung macht einen erstklassigen Eindruck. Umblatt und Einlage stammen vollständig aus Honduras. Die verwendeten Tabake werden auf der Finca Opulencia, der ersten honduranischen Tabakplantage der Familie García, angebaut. Auch optisch bleibt sich My Father treu. Die aufwendig gestalteten Anillas besitzen den gewohnt hohen Wiedererkennungswert und werden durch eine zusätzliche Binde am Zigarrenfuß ergänzt. Diesmal präsentiert sich das Ganze in einem ausgesprochen schönen Blau. Einzig ein kleiner Riss im Deckblatt, der sich von der oberen Anilla in Richtung Zigarrenkopf zieht, trübt den ansonsten makellosen Eindruck. Etwas Zigarrenkleber schafft zunächst Abhilfe. Der Kaltgeruch bietet eine deutliche Tabakwürze, begleitet von einer ungewöhnlichen, leicht ammoniakartigen Note. Beim Kaltzug dominieren kräftige Holznoten, ergänzt durch einen dezent stalligen Unterton. Insgesamt deutet sich bereits eine eher kernige und würzige Aromatik an. Die Blue startet ausgesprochen vollmundig mit einer dunklen Mischung aus Holz, Kaffee und Erde. Schwarzer Pfeffer sorgt für eine zusätzliche würzige Spitze, während eine dezente Cremigkeit die kräftige Grundaromatik etwas abfedert. Süße spielt zunächst praktisch keine Rolle. Stattdessen zeigt sich eine interessante, leicht mineralische Komponente mit einer beinahe salzig-fruchtigen Säure. Gerade diese ungewöhnliche Nuance verleiht dem Auftakt einen eigenständigen Charakter. Die honduranischen Tabake bringen ordentlich Würze mit, ohne dass der Smoke dabei seine geschmackliche Struktur verliert. Als Begleiter habe ich diesmal einen zwölf Jahre alten El Dorado Rum gewählt, der mit seinem kräftigen Charakter gut zu dieser dunklen Aromatik passt. Nach wenigen Zentimetern verändert sich das Gesamtbild spürbar. Die anfangs recht dominante Würze nimmt sich etwas zurück und die einzelnen Aromen finden zunehmend zueinander. Der Smoke wird merklich runder, harmonischer und zugänglicher. Auch der schwarze Pfeffer bleibt erhalten, wirkt nun allerdings weniger aufdringlich. Stattdessen fügt er sich als zusätzliche Facette in die vollmundige Mischung ein. Im zweiten Drittel bleibt die Blue ihrer bisherigen Geschmacksrichtung weitgehend treu. Dunkles Holz, Erde und Kaffee bilden weiterhin das aromatische Fundament. Die kräftige Tabakwürze ist gut eingebunden und sorgt für einen gehaltvollen, aber ausgewogenen Rauchverlauf. Neu hinzu kommt eine leichte natürliche Süße, die der bislang eher herben Aromatik etwas mehr Geschmeidigkeit verleiht. Im Hintergrund lassen sich außerdem erste, noch recht diffuse Ledernoten wahrnehmen. Große geschmackliche Veränderungen bleiben aus. Die Blue setzt vielmehr auf eine konstante, würzige Grundmischung, deren einzelne Komponenten mittlerweile sehr gut miteinander harmonieren. Zum Ende zieht die Blue noch einmal spürbar an. Die Ledernoten gewinnen deutlich an Intensität und verbinden sich mit den dunklen Holz- und Erdaromen zu einer kräftigen, vollmundigen Melange. Im Hintergrund zeigen sich nun auch leicht nussige Anklänge, die dem zunehmend würzigen Geschmacksbild eine weitere Nuance verleihen. Insgesamt wird der Smoke gehaltvoller und kerniger, ohne die zuvor entwickelte Harmonie vollständig aufzugeben. Ein kräftiger und aromatischer Abschluss, der gut zum Charakter dieser honduranischen My Father passt. Technisch zeigte sich die Blue trotz der Beschädigungen ausgesprochen überzeugend. Abbrand und Rauchvolumen waren perfekt, auch die Qualität der verwendeten Tabake hinterließ einen hervorragenden Eindruck. Allerdings entwickelte sich während des Rauchens ein weiterer Riss, der sich vom Brandende in Richtung Zigarrenkopf ausbreiten wollte. Hier zeigte sich für mich einmal mehr, warum ich die aufwendig gestalteten, mehrteiligen Anillas von My Father so schätze. Während die obere Binde den bereits vorhandenen Riss am Kopf stabilisierte, verhinderte die mittlere Anilla, dass sich die neue Beschädigung ungehindert weiter ausbreitete. Was andere vielleicht als überflüssige Dekoration empfinden, hatte für mich diesmal einen ganz praktischen Nutzen. Die Ursache der Risse vermute ich eher in der vorherigen Lagerung oder einer möglichen mechanischen Beschädigung. Sicher beurteilen lässt sich das allerdings nicht. Mit etwas Zigarrenkleber und den stabilisierenden Anillas konnte ich die Blue dennoch problemlos bis zum Ende genießen. Fazit: Die My Father Blue Toro Gordo ist eine vollmundige, würzige und charakterstarke Zigarre, die mit ihrer dunklen Holz-, Kaffee- und Erdaromatik überzeugt. Besonders interessant fand ich den zunächst recht kernigen Auftakt mit seiner mineralisch-salzigen Säure und die anschließende Entwicklung zu einem deutlich runderen, harmonischeren Smoke. Im Vergleich zu meinen bisher gerauchten My-Father-Zigarren zeigt die Blue eine etwas andere Handschrift. Die The Judge Toro Fino und die The Judge Grand Robusto boten mir mehr Cremigkeit und natürliche Süße. Besonders die Toro Fino überzeugte mit ihrer kräuterartigen, toastigen und beinahe karamelligen Umami-Aromatik. Auch die La Antiguedad Toro präsentierte sich mit ihrer Kombination aus Pfeffer, Röstaromen, Erde, Holz und deutlicher Süße geschmacklich etwas vielschichtiger. Die La Promesa Robusto Grande schlug dagegen mit Kaffee, Kakao, Nuss und einer harmonischen natürlichen Süße einen weicheren Weg ein. Die My Father Connecticut Toro setzte ebenfalls stärker auf eine sanfte, ausgewogene Aromatik, während die Blue mit ihrer honduranischen Würze, den mineralischen Akzenten und dem zunehmend ledrigen Charakter eine deutlich kernigere Richtung einschlägt. Was der Blue im Vergleich zu einigen ihrer nicaraguanischen Geschwister etwas fehlt, ist die ausgeprägte geschmackliche Entwicklung. Besonders das zweite Drittel bleibt recht geradlinig. Dafür überzeugt sie mit einem eigenständigen Charakter, viel Körper und einer schönen Balance zwischen kräftiger Würze und zunehmender Harmonie. Auch wenn sie für mich nicht ganz an die besten bisher gerauchten My-Father-Zigarren herankommt, ist die Blue Toro Gordo ein ausgesprochen gelungener Smoke, der zeigt, dass die Familie García auch mit honduranischen Tabaken hervorragende Zigarren kreieren kann. Eigener Merker: 8,9/10



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