Samuel Gawith Samuel Gawith Pfeifentabak Cabbies Mixture 50g

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Cabbies Mixture 50g

 
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    Beim Öffnen der Dose fällt die hohe Feuchtigkeit des Tabaks auf, daher lässt man besser, wie bei jedem Tabak von Samuel Gawith, die Dose vor dem Rauchen erst eine ganze Nacht offen stehen. Danach ist er immer noch feucht, aber sehr gut rauchbar.

    Die Curlys liegen recht bunt gemischt und lose in der Dose. Der Tabak verdient den Namen Mixture, denn neben Curlys sind noch weitere lose Schnitttabakbestandteile enthalten. Der Duft ist  virginiatypisch verhalten, grasig- würzig, mit einer deutlich wahrnehmbaren sauren Note vom Perique. Von der in der Tabakbeschreibung erwähnten Feigen-Note ist nur eine leichte Fruchtnote zu erahnen.  Die Cabbies Mixture ist für einen Gawith-Tabak erstaunlich leicht und unkompliziert zu stopfen, denn die Curlys zerfallen recht leicht. Etwas auflockern ist dennoch hilfreich. Dementsprechend ist das Anzünden ebenfalls völlig problemlos, der Tabak bäumt sich etwas auf, zwei bis drei Streichhölzer und leichtes Nachstopfen, und schon glüht er.

    Das im Geruch erahnte Geschmacksprofil lässt sich deutlich im Rauch wiederfinden. Der Perique liefert eine schöne Würze, neben der typische Virginiacharakteristik. Er ist leicht bis mittelkräftig, entwickelt  dabei aber nicht die gewohnte Komplexität der Gawith Flakes. Das Volumen steigert sich bis zur Hälfte der Pfeife noch etwas, ohne bissig zu werden. Er bleibt mild, mit einer leichten Süße. Der Abbrand bleibt unkompliziert, wenn man ihn nicht allzu stark stopft. Er brennt bis zum Schluß sauber mit lockerer, dunkelgrauer Asche ab.

    Anders, als die Herstellerbeschreibung vermuten lässt, ist im Rauchverlauf nichts von einer Feigenaromatisierung zu schmecken. Er bleibt geschmacklich sehr natürlich. Die Cabbies Mixture ist für einen Gawith erstaunlich unkompliziert, und bietet auch dem Anfänger einen guten Einstieg in die Welt von Virginia-Perique Mischungen.

    Dennoch hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein hohes Reifepotenzial, und wird mit zunehmendem Alter seine Komplexität steigern. Mit der einen oder anderen Dose sollte man sich daher bevorraten!

Artikelnummer (SKU)
90018249
Im Sortiment seit
14.02.2013
Schnitt
Aroma
3
Raumduft
3
Aromatisierung
Typ
Stärke
Charakter
Raumnote

Durchschnittliche Aromabewertung (3)

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    Importeur
    Kopp Tobaccos GmbH & Co. KG, Hans-Löns-Weg 36, 25462 Rellingen, info@kopp-tobaccos.com, https://kopp-tobaccos.com

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Preis/Leistung

Qualität

Stärke



My tobacco stash
06.05.2026

Profilbild
Sven
1. Einleitung: Cabbie‘s Mixture aus dem traditionsreichen Hause Samuel Gawith in Kendal, UK steht in einer Linie klassischer, gesponnener Virginia-Périque-Kompositionen, ohne sich jedoch bloß als epigonale Nachbildung älterer Vorbilder zu verstehen. Ihre Zusammensetzung ist von bemerkenswerter Klarheit: Helle und rote Virginias bilden das Fundament, ergänzt durch einen kleinen Anteil dunklen, gerösteten (stoved) Virginias, der für eine dezente, fast kompottartige Fruchtigkeit sorgt. Der Périque tritt, anders als bei manch kontinentaleuropäischer Interpretation, nicht als dominanter Akteur auf, sondern fungiert als strukturierendes, unterstützendes Element. Gerade diese Zurückhaltung verweist auf eine ältere englische Mischtradition, in der Balance und Kontinuität über dramatische Kontraste gestellt wurden. Die Mischung ist mithin weniger als spektakuläre Neuinterpretation zu verstehen, denn als konservative, wohlausgewogene Fortschreibung eines bewährten Typus. 2. Optik & Schnitt: Die Darreichung erfolgt in klassischer Coin-Form, wenngleich die Ausführung eine gewisse Rustikalität nicht verleugnet: Die Scheiben sind, anders als bei Dunhill‘s De Luxe Navy Rolls, sehr unregelmäßig geschnitten, teils gebrochen, und werden von lockerem Ribbon-Anteil begleitet. Farblich zeigt sich ein lebendiges Mosaik aus goldgelben, rötlichen und deutlich dunkleren Partien; letztere verweisen auf den gerösteten Virginia und den Périque. 3. Kaltaroma: Das Kaltaroma offenbart eine vielschichtige, jedoch nie aufdringliche Komposition: Eine tiefe, leicht kandierte Süße, die etwas an eingekochte Früchte erinnernt, bildet den Grundton. Darüber legen sich frische, leicht säuerliche Zitrusnuancen, begleitet von einer milden Grasigkeit und einem Hauch floraler Leichtigkeit. Dunklere Fruchtanklänge, wie Pflaume und Feige sind bereits wahrnehmbar, jedoch dezent eingebunden. Insgesamt ergibt sich ein Bild von bemerkenswerter Geschlossenheit, bei dem keine einzelne Facette isoliert hervortritt. 4. Rauchverlauf: Anfang: Der Rauchverlauf beginnt weich und ausgesprochen ausgewogen. Die hellen Virginias bringen eine leicht herbe, zitrische Frische ein, während die süßeren, tiefer fermentierten Anteile für einen gewissen dunklen Ausgleich sorgen. Eine feine grasige Note schwingt dabei mit, bleibt jedoch durch die vorhandene Süße eher gedämpft. Mitte: Im Mittelteil zeigt sich die eigentliche Signatur der Mischung: Eine bemerkenswerte Konstanz bei gleichzeitig subtiler Komplexität. Die Virginias entfalten ein Spektrum aus dunkel-fruchtig bis grasigen, süßen und ganz leicht erdig bis holzigen Nuancen, ergänzt durch die würzigen und minimal säuerlich-fermentierten Töne des Périque, der hier primär als Verstärker wirkt: Er unterlegt die Struktur mit einer diskreten, aber spürbaren leicht pfeffrigen Würze sowie Anklängen von Korinthe und Feige, ohne je die Führung zu übernehmen. Ende: Der Schluß bleibt der Linie treu: Keine abrupten Wendungen, keine Schärfe oder Bitterkeit. Die Aromen verdichten sich leicht, behalten jedoch ihre Balance. Gerade diese Gleichmäßigkeit vom ersten bis zum letzten Zug ist m.E. eine der hervorstechenden Eigenschaften der Mischung. 5. Abbrand & Technik: Die Cabbie‘s Mixture verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung, belohnt diese jedoch mit verläßlichem Verhalten. Die Feuchtigkeit im Auslieferungszustand liegt, wie bei Samuel Gawith üblich, eher im oberen Bereich, reguliert sich durch die nicht völlig dichte Verpackung aber über die Zeit. Ein Antrocknen ist nicht zwingend erforderlich, empfiehlt sich jedoch bei frischer Ware. In sehr frischem Zustand neigt der Tabak zu einem langsameren Abbrand und häufigeren Nachzündungen mit unerfreulichem Anfall von Kondensat im Holm. 6. Raumnote: Die Raumnote ist angenehm zurückhaltend: Eine Mischung aus süßlich-fruchtigen und leicht würzigen Eindrücken, die dezent nachklingen, ohne den Raum nachhaltig zu dominieren. Für eine naturbelassene Virginia-Périque-Mischung durchaus zugänglich. Tabakaverse Zeitgenossen werden sie dennoch nicht goûtieren. 7. Vergleich & Einordnung: Im Folgenden soll ein Vergleich mit zwei Klassikern des Genres die Einordnung erleichtern. Im Vergleich zu Dunhill’s De Luxe Navy Rolls wirkt Samuel Gawith‘s Cabbie‘s Mixture m.E. weniger feinpoliert, sondern etwas schlichter und rustikaler. Die Dunhill-Interpretation erscheint mir champagner-spritzig bis beinahe seidig, während Samuel Gawith eine leicht kantigere, handwerklichere Anmutung, ähnlich einem Guinness, bewahrt. Gegenüber Bell’s Three Nuns in der rezenten Ausführung (Virginia und Dark Fired Kentucky, ohne Périque ☹️) zeigt sich ein deutlicher stilistischer Bruch: Wo Three Nuns auf die dunkle, rauchig-erdige Kraft des Kentucky setzt, verbleibt die Cabbie‘s Mixture im helleren, fruchtig-würzigen Spektrum der klassischen VaPer-Kompositionen. Sie ist weniger kräftig, weniger nikotinschwer, dafür aromatisch feiner abgestuft. Auffällig ist zudem, daß der Cabbie‘s Mixture m.E. – bei aller Komplexität – eine gewisse letzte Tiefe, wie sie besonders herausragende Vertreter des Genres erreichen, zu fehlen scheint. Dies mindert jedoch nicht ihre Qualität, sondern positioniert sie vielmehr als zugängliche, ausgewogene Interpretation. 8. Eignung & Empfehlung: Die Mischung eignet sich vorzüglich für den erfahrenen Pfeifenraucher, der eine konstante, nicht überfordernde Komplexität schätzt. Der Périque-Anteil ist moderat genug, um auch längere Rauchintervalle zu ermöglichen, ohne Zunge und Gaumen zu ermüden. Gerade für Liebhaber milder bis mittlerer VaPer-Mischungen kann sie sich durchaus als ganztägiger Begleiter erweisen. 9. Fazit: Samuel Gawith‘s Cabbie’s Mixture erweist sich als eine Komposition von ruhiger, britischer Souveränität. Ihre Stärke liegt nicht in dramatischen Aromaverläufen oder extremer aromatischer Tiefe, sondern in der beständigen, fein austarierten Entfaltung ihrer Komponenten. Sie bietet eine klare, harmonische Darstellung des Virginia-Périque-Prinzips: Zitrische bis grasige bis dörrfruchtige Süße, dezent vergorene, pfeffrige Würze bei struktureller Geschlossenheit. Wer in diesem Genre die ausladend große Geste sucht, mag andernorts fündig werden; wer jedoch eine verläßliche, traditionsbewußte und angenehm zugängliche Mischung schätzt, wird hier kaum enttäuscht werden. Allerdings bestehen leider häufig Engpässe in der Verfügbarkeit auf dem deutschen Markt.

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PfeifentabakKeller:)
08.08.2016

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anonym
verifizierter Kauf

Aussehen: Die Coins sind umgeben von losen Virginia Strängen und Brocken die so ähnlich aussehen können wie ein Flake. Ich sehe es positiv, denn so kann ich selbst dosieren wie viel Perique ich gerade rauchen möchte. Dieser befindet sich im Inneren. Geruch: Die geöffnete Dose duftet nach Rosinen, Heu, Stall, leicht würzig, fruchtig, fermentiert, etwas säuerlich. Geschmack: Der Virginia Anteil verbreitet viel Süße und Heu wie ich es liebe bis zur Mitte mit wenig Limette dafür immer intensiver im Geschmack. Der Perique spielt von Anfang an die Begleitmusik und ist leicht säuerlich sehr cremig mit gewohnter Würze. Qualität/Rauchbarkeit: Der Blend Cabbies stampft so fast jedes Konkurrenzprodukt ein welches ich kenne, ausgenommen andere K&K Produkte. Er lässt sich sehr gut lockern in die Pfeife einbringen und super entspannt rauchen. Ich empfehle jedem Pfeifenfreund ihn einmal zu versuchen. Alter der Dose: 3 Monate. Reifeprognose : Drei Jahre +.

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Senoritas Kistchen
05.10.2023

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Senorita
verifizierter Kauf

Randvoll hat man bei Gawith diese Dose gepackt, mit hauchdünnen Curlys und losem Blattgut. Der Tabak duftet würzig, säuerlich und grasig, sehr voll und dicht in der Nase. Ich lasse die Portion fast eine Stunde trocknen; dann lassen sich die Curlys fast spielerisch in den Pfeifenkopf stopfen. Zum Anflämmen hilft etwas loses Blattgut obenauf. Unter Feuer kommen erst leicht spritzige Aromen nach Limone und Gras, dann geht es in brotige Süße, bisschen nussig, und ab der zweiten Hälfte des Smoke wird der Geschmack sehr weich, fast vanillig. Der Perique meldet sich immer würzig zwischendurch, fast cremig. Die Asche kommt staubfein raus. Spricht für eine gute Verarbeitung. Als Feierabendsmoke zu empfehlen.

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