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Kristoff Vengeance Toro

Länge: 15.88Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das Toro-Format (6.25x54) fällt optisch durch zwei Dinge auf. Einerseits durch das fast tiefschwarze, ölige Maduro-Deckblatt und dann durch die Kappe und das Brandende, die beide bewusst rauer gearbeitet wurden und der Zigarre dadurch einen kantigen Look verleihen. Der Zigarrenring ist ebenfalls recht schlicht, passt aber wunderbar zur Zigarre. Optisch wie auch haptisch ist das gute Stück sehr gefällig und auch hinsichtlich der Verarbeitung kann ich nichts Negatives berichten. Die Vengance lässt sich gut durchzünden und entwickelt in ihrem Verlauf einen bemerkenswert gleichmäßigen Abbrand. Wie immer bei den dunklen Deckblättern sticht die helle, ins Weiße tendierende Asche hervor. Der Zugwiderstand war etwas zu kräftig für mein Gefühl, dennoch entwickelte die Zigarre gleichzeitig ein ordentliches Rauchvolumen. Zeit für die Aromen. Die Vengance beginnt mit deutlichem und schwerem Pfeffer, der sich jedoch innerhalb des ersten Drittels auflöst und Noten aus Kakao, Röstaromen, Kaffee und Schokolade Raum gibt. Diese bleiben den gesamten Rauchverlauf über präsent und machen die Zigarre zu einem angenehme Erlebnis, wenngleich ich mir die schokoladigen Noten noch etwas deutlicher gewünscht hätte. Der Rauch entwickelt eine schmeichelnde Cremigkeit und macht die Zigarre damit zu einem Erlebnis, die man bei der Namensgebung nicht erwarten würde.



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Maria Mancini Edicion Limitada 2019 Figurado

Länge: 15.24Durchmesser: 1.67 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gibt so ein paar Traditionen. Eine ist es, dass die Schusters jedes Jahr zur Messe in Dortmund eine EL zu einer ihrer Eigenkreationen auf den markt bringen. Während ich den diesjährigen Wurf zu Casa de Torres bereits recht früh nach der Messe geraucht habe und bekanntlich davon begeistert war, hat es sich es erst jetzt ergeben, die EL zu Maria Mancini zwischen die Finger zu bekommen. Da ich von Zeit zu Zeit mal gerne zu der Linie greife, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, auch diese Zigarre einmal aus der Nähe zu betrachten. Entscheiden haben sich die Schusters in diesem Jahr für einen Figurado, der in dieser Form (zumindest in meiner Wahrnehmung) selten geworden ist. Mit 6x42 hat man sich für ein recht schlankes Format entschieden (Im Vorjahr war es ein Robusto in 4.5x50). Es handelt sich um einen Puro aus Honduras - nach meinen Informationen auch anders als im Vorjahr, damals sind Tabake aus Nicaragua und Honduras verwendet worden. Das Deckblatt - ein Colorado - ist makellos und angenehm seidig. Den herkömmlichen Ring der Zigarre hat man belassen, den Hinweis auf die EL gibt der darunter, der das Jahr ausweist. Optisch und haptisch ist die Zigarre durch ihr besonderes Format hervorstechend. Durchzünden ließ das gute Stück sich problemlos und der Abbrand verlief danach im gesamten Verlauf gerade, nahezu nadelscharf. Die Asche tendiert ins Graue und ist relativ weich und instabil. Der Zugwiderstand war so, wie ich ihn mir von einer Zigarre wünsche. Zeit für die Aromen. Neben einem ordentlichen Rauchvolumen ist zu vermerken, dass die EL einen überaus cremigen und seidigen Rauch hat. Ganz zu Beginn, vielleicht während der ersten drei bis fünf Züge gibt es leichten Pfeffer, der sich danach aber in Wohlgefallen auflöst. Ab diesem Punkt entwickelt sich die Cremigkeit des Rauches und steigert sich auf ein angenehmes, schmeichelndes Niveau. Geschmacklich dominieren holzige Noten, flankiert von etwas Süße sowie ein wenig Leder und Kaffee. Das Zusammenspiel ist äußert gefällig. Kann ich also eine Empfehlung für diese EL geben? Ich denke schon. Die guten Stücke kommen in 15er Kisten zu einem, wie ich finde, fairen Preis. Also schlagt zu.



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Condega Umnum Canonazo (Robusto)

Was haben wir hier also? Eine Robusto in 5.25x52 mit einem Decker Sungrown Decker aus Nicaragua, als Umblatt einen Sumatra aus Nicaragua und als Einlage eine Mischung aus Nicargua und Honduras. Das klingt doch schon einmal nicht schlecht, oder? Es gibt sicherlich schönere Deckblätter, aber dennoch muss ich auch gesetehn: Ich habe schon schlechtere Exemplare zu weit höheren Preisen gesehen. Die Zigarre ist makellos verarbeitet, besonders gefällig ist der Zigarrening, der goldene Inka-Kopf darauf kommt wunderbar zur Geltung und macht die UMNUM zu einem Hingucker. Die Zigarre lässt sich problemlos durchzünden und hält die Glut danach problemlos, ein nachfeuern ist jedenfalls nicht nötig. Der Abbrand ist den Großteil der Zigarre gerade und gleichmäßig, alle Exemplare, die ich hatte, haben ihren Schiefbrand selbstständig korrigiert. Die Asche hält sich einige Zeit am Brandende, ist in ihrer Konsitenz eher flockig. Zeit, um die Aromen auf sich wirken zu lassen. Man merkt der UMNUM an, dass sie aus Nicaragua stammt, die Aromen sind unverkennbar: Dominant wirken auf mich Erde und Leder, begleitet von Röstaromen, Toast und ein wenig Süße. Pfeffer sucht man vergeblich, was mir sehr gefallen hat. Diese Robusto macht ordentlich Rauch und dieser ist auch spürbar und angenehm cremig. Meiner Meinung nach macht man mit dieser Zigarre keinen Fehler und bei dem preis gibt es keinen logischen Grund, zu überlegen. Ich rate jedem, sich drei, vier Exemplare zu besorgen und sich selbst ein Bild dieser Zigarre zu machen. Für mich ist sie zu einem Alltagssmoke geworden, der es immer wieder schafft, mich zu begeistern.



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La Flor Dominicana La Nox

Länge: 16.51Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Was erwartet man bei LFD? In der Regel das, was der Name verspricht - und da die meisten dieser Zigarren aus diesem Hause Puros sind, überrascht die La Nox dann schon. Denn hier haben wir eine Zigarre, deren Einlage zwar aus der Dom. Rep stammt, die restlichen Bestandteile des guten Stücks kommen aber aus ganz anderen Regionen. Insofern durchaus eine Zigarre, die aus dem regulären Portfolio der Schmiede hervor sticht. Was verbirgt sich also hinter dieser Zigarre, die in einer wirklich schönen (weil runden) Box daherkommt? Schauen wir sie uns an. die La Nox präsentiert sich in 6.5x50, erinnert also an einen Toro. Der Decker stammt aus Brasilien, das Umblatt aus Mexiko die Einlage (wie erwartet) aus der Dom Rep. Damit haben wir ziemlich viele Tabake für eine Zigarrenline zusammen, die ansonsten nur in heimischen Gefilden bleibt. Das Deckblatt ist ein wunderschöner Maduro, welcher der Zigarre auch ihren Namen gibt - denn auch wenn das Bild es nicht transportiert, die Zigarre ist im Grunde ziemlich dunkel, ein wenig wie die namensgebende Nacht. Der Zigarrenring kommt in von LFD gewohnter Schlichtheit daher, erinnert in seiner Farb- und Designwahl aber sicher nicht ganz zufällig an einen Nachthimmel. Der Ring ist zweigeteilt, auf dem unteren befindet sich unübersehbar der Name der Zigarre. Haptisch und optisch ist die La Nox ein wirklicher Hingucker. Das makellose, ölige Deckblatt hat großen Anteil daran, dass einem die Zigarre ins Auge sticht (und beim Händler bzw. im eigenen Schrank ist es dann die Kiste, die auffällt). Das Stück liegt gut zwischen den Fingern, auch wenn das Ringmaß gerne eine Nummer größer hätte ausfallen können. Aber wie immer: Das ist rein subjektiv und kein Kriterium von Qualität. Auffällig ist hier übrigens der Preis der Zigarre, der ein kleines Stück über der hierzulande so magischen Preisgrenze von 10 Euro liegt. Wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum die La Nox in in Kisten a 10 auf den Markt kommt. Die Zigarre lässt sich wunderbar durchzuünden, der Abbrand ist relativ gerade. Wie oft bei den dunklen Deckblättern fällt die Asche besonders auf, denn sie präsentiert sich als sehr hell und weißlich. Lange hält sie sich nicht am Brand ende und sie ist eher kompakt. Zeit für die Aromen. Bei dieser Zigarre bestechen eher die dunklen Töne (und es ist davon auszugehen, dass das bei der Schaffung volle Absicht war ;) . Jedenfalls dominieren Leder, Kaffee und Schokolade für mich. Dem Rauch fehlt es in meiner Wahrnehmung ein wenig an Volumen, dafür entwickelt er eine angenehme Cremigkeit. Immer wieder gibt es kleine Einschlüsse von Pfeffer, die jedoch nicht schwer ins Gewicht fallen.



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La Flor Dominicana Ligero L-400

Länge: 14.61Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

La Flor Dominicana Ligero - L-400 LFD ist eine der Schmieden, die man kaum erklären muss: Die meisten Aficionados haben von ihr gehört, eine ganze Menge hatten schon eine solche Zigarre zwischen den Fingern. Daher will ich mich heute gar nicht lange in einer Einleitung verlieren. Bei der LFD Ligero soll es sich um eine der stärkeren Linien handeln, welche die Manufaktur im Angebot hat. Ist ja auch nahe liegend, immerhin spielt der Name ja schon auf eben jenen Tabak an. Aber ist dem wirklich so? Die L-400 besticht mit einem makellosen, leicht öligen Deckblatt. Die Abmessungen machen die Zigarre schon recht wuchtig, jedenfalls merkt man, dass man bei 5.75x54 deutlich etwas zwischen den Fingern hat. Der Zigarrenring ist, verglichen mit den Kunstwerken, die man anderswo findet, eher schlicht - aber das ist tatsächlich nur eine Anmerkung, keine Kritik. Über die Zeiten, in denen ich mich vom Design habe blenden lassen, bin ich lange hinweg, aber es soll ja genug Leute geben, die auch "style over substance" rauchen - nun, diese Aficionados werden sich hier wahrscheinlich nicht freuen. Wie ich schon sagte: An der Verarbeitung dieser Zigarre kann ich nichts Schlechtes finden - und dies zeigt sich auch ganz deutlich, wenn man sie dem feuer übergeben hat, denn der Abbrand ist ziemlich geradlinig und dadurch bemerkenswert. Eine Korrektur war im gesamten verlauf nicht notwendig und ich möchte anmerken, dass ich derartiges sonst eher selten erlebe. Hinzu kommt, dass die auffallend weiße Asche sich lange am Brandende hält, weit über die zwei Zentimeter hinweg. Schauen wir uns die Aromen und die viel beschworene Stärke an. Zuerst ein paar Worte zur Stärke: Ich bin anfänglich vor dieser Zigarre gewarnt worden. Sie wurde mir als eine beschrieben, die nur nach einer ordentlichen Grundlage geraucht werden sollte. Jetzt, wo ich sie hinter mir habe muss ich sagen, dass ich zu einer anderen Einschätzung komme. ich will der L-400 nicht verkennen, dass sie spürbar Kraft hat, aber die Socken sollte sie eigentlich niemandem ausziehen. Gut, vielleicht bin ich als Vielraucher auch keine echte Referenz. Hinsichtlich der Aromen habe ich diese LFD als eine von nussigen und ledrigen Tönen dominierte Zigarre erlebt, hin und wieder vob einem Hauch Erde durchsetzt. Manchmal springt der Pfeffer empor, aber niemals störend. Das Rauchvolumen ist angemessen, der Rauch entwickelt Cremigkeit.



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Perdomo 20th Anniversary Sungrown Epicure

Länge: 15.24Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wie ich an anderen Stellen schon einmal sagte: Den meisten Aficionados dürfte Perdoma ein begriff sein - eigentlich auch kein Wunder, wenn man einerseits bedenkt, wie lange die Schmiede sich nun schon am Markt hält und andererseits die Qualität der Zigarren berücksichtigt. Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit an einem Perdomo-Tasting teilnehmen zu können, und während ich die erste Zigarre aus dieser Veranstaltung bereits besprochen und bewertet habe, habe ich es bei der zweiten sträflich vergessen. Das möchte ich dann heute nachholen. Bei dieser Epicure (6x56), handelt es sich - kein Wunder bei Perdomo - um einen Puro. Optisch gibt es nichts Schlechtes an dieser Zigarre, sie legt aufgrund des Ringmaßes gut zwischen dem Fingern und ist makellos verarbeitet. Optisch fällt der doppelte Ring auf: Einmal der mit dem klassischen Perdomo-Logo in Gold und darunter ein zweiter Ring in Rot, der auf den besonderen Charakter dieser Zigarre hinweist, die eben zum 20. Firmenjubiläum erstmalig erschienen ist. Die Zigarre erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl beim Zünden und muss mitunter nachgezündet werden, binnen des ersten Drittels löst sich dies aber von selbst und die Epicure bekommt einen relativ gerade Abbrand. Die Asche ist dabei flockig und hält sich nicht sonderlich lang am Brandende. Geschmacklich ist die Zigarre, gerade für jemanden, der die sonst eher kantigen Aromen Nicaraguas kennt, eine Überraschung. Sie ist cremig und seidig, mit einem voluminösen Rauch. Darin gibt es eine ganze Menge Noten, die von Holz und Leder über dezenten Kaffee und leichte Schokolade bis hin zu fruchtigen Einschlüsseln und einem untergründigen Pfeffer führen. Innerhalb ihres Verlaufs hat die Zigarre einiges zu bieten. Ich für meinen teil war positiv von diesem Exemplar überrascht und werde erneut zuschlagen.



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Alec Bradley Black Market Esteli Robusto 2

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es gibt ein paar Leute, die würden mich als Alec Bradley - Fanboy bezeichnen. Und tatsächlich wüsste ich nicht so recht wie und warum ich widersprechen sollte: Die Zigarren aus dieser Schmiede gefallen mir einfach sehr gut, sind handwerklich auf einem sehr hohen Level und in all den Jahren hatte ich nicht eine dabei, die nicht getan hätte, was sie sollte. Insofern ist die Quote bemerkenswert gut und da AB geschmacklich oft genau das liefert, was ich geren rauche, ist die Sache doch eigentlich einfach - dort bin ich gern Fan. Heute soll es um die Black Market Esteli gehen, eine Zigarre, die sich in ihrer Zusammensetzung deutlich von der regulären Zigarre mit diesem Namen unterscheidet. Die Esteli fährt in diesem Format ganz klassisch 5x52 auf, es handelt sich um einen Puro. Anders als die meisten anderen Zigarren aus diesem hause ist der Ring relativ schlicht (aber nicht unschön), der zweite Zigarrenring (wenn man ihn überhaupt noch so nennen kann) wirkt wie eine Schutzhülle und sorgt dafür, dass einem die Black Market Esteli ins Auge sticht. Besonders positiv hervorheben möchte ich übrigens zwei Dinge an dieser Zigarre, nämlich einerseits den Abbrand, der fast perfekt gleichmäßig ist und die Asche, die nicht nur fest am Brandende anhaftet, sondern auch ein bemerkenswert kräftiges Weiß auffährt. Über die Verarbeitung kann ich nicht Schlechtes berichten, dieses (und auch andere) Exemplar war darin makellos. Geschmacklich trumpft die Black Market Esteli mit erdig-nussigen Noten auf, gemischt mit einem Hauch Pfeffer (gerade zu Beginn), der aber alsbald hintergründig wird und sich mit einer cremigen Süße vermischt. Die Black Zigarre hat ein erkennbares Rauchvolumen, tatsächlich hätte es für meinen Geschmack ruhig noch stärker sein können. Dennoch, ich habe diese Zigarre gerade in diesem Format gerne griffbereit



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Joya de Nicaragua Black Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Joya de Nicaragua Black - Toro Meine Erfahrung ist, dass man eigentlich nichts falsch machen kann, wenn man zu Joya de Nicaragua greift: Hier geben sich eben Erfahrung und Können einander die Hand. Es lässt sich eben nicht bestreiten, dass einer der größten Produzenten Nicaraguas Ahnung von dem hat, was er tut. Die Black ist kein echter Puro: Einlage und Umblatt stammen aus Nicaragua, das Deckblatt ist ein San Andres aus Mexiko. Mit 6x52 liegt diese Toro jedenfalls schön zwischen den Fingern. Wie der Name es schon verrät, ist das Deckblatt auffallend dunkel, ähnliches gilt auch für den Zigarrenring, dem es gelingt, alt und neu miteinander zu verbinden. Er hat moderne Züge, überfordert dabei aber nicht und versucht auch nicht, besonders aus dem Rahmen zu fallen, wie es in den letzten Jahren bei anderen Zigarren zu erkennen ist, die sich an eine jüngere Generation von Aficionados richten. Hinsichtlich Qualität und Verarbeitung kann ich über diese Zigarre jedenfalls nichts Schlechtes berichten. Die Black lässt sich ohne Probleme durchzünden und entwickelt danach einen geradlinigen Abbrand. Ausreißer sind mit dabei keine untergekommen. Zeit für die Aromen. Hier ist das so eine Sache: Die Black ist immer wieder von kleinen Flecken mit pfeffrigen Noten durchsetzt, ein echter "Blast" , wie von anderen beschrieben, war für mich aber nicht erkennbar. Der Rauch der Black ist cremig und erinnert in seinen Noten zeitweilig an Karamell. Interessant war für mich die Fruchtigkeit der Zigarre. Natürlich hatte ich im Vorfeld von den Kirscharomen gelesen, die sich in der Black verbergen sollen. Wenn ich derartiges lese, bin ich in aller Regel skeptisch - doch bei der Black habe ich genau das geschmeckt. Jetzt wäre natürlich spannend zu erfahren, was davon Ergebnis der vorherigen Informationen (und damit WUnsch) und was tatsächlicher Geschmack war. Aber das würde den Rahmen sprengen - mir hat die Black geschmeckt und wird es in Zukunft sicher noch einige Male!



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Joya de Nicaragua Antaño 1970 Gran Consul

Länge: 12.07Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Joya de Nicaragua sollte den meisten Aficionados ein Begriff sein. Es handelt sich um eine der ältesten Manufakturen Nicaraguas - und dort werden nicht nur die eigenen Zigarren produziert, sondern auch im großen Stil für eine ganze Menge anderer Labels. Das Alter seiner solchen Schmiede spricht daher für Qualität und Erfahrung und ohne bisher viel über die vorliegende Zigarre geschrieben zu haben möchte ich sagen: Das merkt man den Produkten an. Mit der einen oder anderen Joya wurde ich vielleicht nicht ganz warm, aber es hat sich immer (vom handwerklichen Standpunkt aus) um erstklassige Zigarren gehandelt Heute dann also die Gran Consul. Es handelt sich um ein Format für Liebhaber der großen Ringmaße, denn mit 4.75x60 hat man schon merklich etwas zwischen den Fingern. Wenig verwunderlich bei dem Namen des Herstellers: Es handelt sich um einen Puro. Das Deckblatt weißt eine leicht ölige Textur auf und ist makellos und feinadrig. Fehler konnte ich keine erkennen. Der Zigarrenring ist - so würde ich sagen - klassisch gehalten, aber das ist bei einer Zigarre mit diesem Namen auch kein großes Wunder. Mir jedenfalls kam er keinesfalls wie ein Fremdkörper vor, will sagen: Er passte nach meinem Dafürhalten gut zur Zigarre und allein das ist ja schon einmal viel wert. Trotz des großen Ringmaßes macht die Zigarre keine Startprobleme. Sie zündet wunderbar durch und nach einigen kleinen Ausreißern binnen der ersten Züge ist der Abbrand geradlinig und genau so, wie man ihn sich wünscht. Bevor ich zu den Aromen komme ein Wort der Warnung: Die Gran Consul ist eine echte Nebelkerze. Das kleine Format macht eine ganze Menge Rauch - etwas, das man beachten sollte, wenn man sie das erste Mal ansteckt, gerade in Innenräumen. Neben dem respektablen Rauchvolumen liefert die Cran Consul noch einiges mehr. Hervorstechend für mich waren Noten aus Holz, Kaffee, Schokolade und Nuss, die im Verlauf der Zigarre immer wieder ihre Dominanz verändern. Die nussigen Noten habe ich dabei als am kräftigsten empfunden. Die meiste zeit über ist der Rauch von einer merklich cremigen Konsistenz, hin und wieder blitzt ein wenig Pfeffer auf, der dem ganzen Pepp gibt.



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Gurkha 125th Anniversary Rothchild

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Auf die Idee, eine Zigarre zum 125ten Jubiläum der Gurkha-Kämpfer zu machen, diesen Umstand als Marke zu definieren und eigentlich den Höhepunkt der britischen Besatzung Nepals zu feiern, muss man erst einmal kommen. Aber gut, wir reden von Zigarren und irgendwie hat man versucht, all diese Dinge mit dieser Linie unter einen Hut zu bekommen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einige Leute schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und reflexhaft von political correctness flüstern, aber das ist eine ganze andere Baustelle, der ich mich keinesfalls widmen möchte. Rücken wir daher einmal die Zigarre in den Vordergrund. Bei der 125th Anniversary handelt es sich in diesem Format (6x54) um eine Zigarre, die der Dom. Rep zugeordnet wird, jedoch haben wir hier alles andere als einen Puro: Der Decker stammt aus Brasilien, das Umblatt aus Ecuador und die Einlage setzte sich zusammen aus Tabaken aus Brasilien, der Dom. Rep und Nicaragua. Hier ist also (in meinen Augen gurkhatypisch, falls es sowas überhaupt gibt) wieder einmal sehr bunt gemischt worden, um eine Zigarre nach ganz bestimmten Vorstellungen zu schaffen. Wie bei diesem Hersteller gewohnt ist das Deckblatt makellos und leicht ölig, ein echtes Kunstwerk ist erneut der Zigarrering. Hier setzt Gurkha in meinen Augen wirklich immer wieder neue Maßstäbe. Natürlich muss man das mögen, manchen sind sie sicherlich zu pompös. Ich schau sie mir hingegen gerne an. Nach dem Anzünden fällt auf, dass die Zigarre einen fast nadelscharfen, kreisrunden Abbrand hat. Das sagt ja schon einmal einiges aus. Im Verlauf kommt es manchmal zu kleinen Ausreißern, diese haben sich aber innerhalb von drei bis vier Zügen schnell wieder von selbst erledigt. Das führt dazu, dass man die Zigarre in vollem Umfang genießen und sich auf sie konzentrieren kann und eben nicht dauernd den Drang hat, zu korrigieren. Zeit, einen Blick auf die Aromen zu werfen: Gleich zu Beginn fällt eine intensive, fast schon an Karamell erinnernde Süße auf, die das erste Drittel jedoch nicht in dieser Intensität übersteht. Sie bleibt vorhanden, tritt aber eher in den Hintergrund. Dafür taucht immer wieder eine Pfeffernote auf. Anders als andere Aficionados komme ich jedoch nicht zu dem Schluss, dass dieser Zug besonders kräftig wäre oder es sich gar um einen "Pepperblast" handelt. Abgesehen von diesen beiden markanten Noten gibt es leicht fruchtige Aromen, vor allem aber schokoladige Töne, die sich mit Kaffee und Nuss vermischen. Man merkt also, dass die 125th Anniversary einiges zu bieten hat. Wie immer sollte am Ende etwas zum Rauchvolumen sagen: Hier wird ordentlich Dampf gemacht. Das sollte man beachten, wenn man sich das erste Mal eine Zigarre aus diesem Hause ansteckt.



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Nicarao Furia Tisiphone

Länge: 16.51Durchmesser: 2.30 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nicarao Furia - Tisiphone Ich habe mir irgendwann im letzten Jahr den Furia-Sampler (Das PLV im Vergleich zum Einzelkauf ist gut) zugelegt und nachdem ich in den letzten Wochen die Alecto und die Megaera verköstigt habe, war heute die Tisiphone dran. Wer übrigens wissen will, welchen ursprung die Namen dieser Blends haben, der möge einmal in Wikipedia unter dem Schlagwort Erinnyen schauen. Nur soviel: Tisiphone ist eine der drei drei griechischen Rachegöttinnen, nämlich jene, die den Mord rächt. "Vergeltung" ist also ein gutes Wort, um sie zu beschreiben. Ausgestattet mit dieser Frage stellt sich die frage, was einen bei dieser Zigarre erwartet. Ich war auch gespannt, aber ich nehme eines vorweg: Man muss keine Angst vor diesem Stück haben. Bei der Tisiphone handelt es sich (übrigens wie bei allen Zigarren aus der Furia-Reihe) um einen Puro. Jeder Bestandteil stammt also aus Nicaragua, etwas, was meines Wissens nach für alle Nicarao-Zigarren gilt. Schaut man sich die Bamessungen der Tisiphone an, wird klar, dass es sich um einen Brecher handelt: 6.5x58. Damit ist die Zigarre noch weit davon entfernt, eine Maulsperre zu sein, aber es gibt ja genug Leute, die schmalere Maße vorziehen. Ihr seid hiermit offiziell gewarnt. Auch diese Zigarre verfügt nicht über einen traditionell Zigarrenring sondern stattdessen über einen Baumwollfaden, diesmal in orange gehalten (Saffron orange wird es auf der Packung genannt). Ich bin ein großer Fans dieses minimalistischen Kniffs. Das Deckblatt ist leicht ölig und makellos. Einmal angezündet, zeigt sich, dass man hier verstanden hat, was es braucht. Der Abbrand ist gleichmäßig und fast nadelscharf, im gesamten Rauchverlauf konnte ich keinen Ausreißer feststellen. Die Asche hat sich als recht robust herausgestellt. Wie immer ein Blick auf die Aromen: Die Tisiphone macht ordentlich Qualm, und dieser ist über weite Strecken cremig genug. Immer wieder tauchen Nuancen von Pfeffer auf, werden aber niemals dominant. Was für mich dominant war, waren die Noten aus Kaffee und Schokolade, die sich mit erdigen Tönen vermischen. Eigentlich trifft sowas genau meinen Nerv, allerdings habe ich zu bemängeln, dass die Zigarre im Verlauf nicht viel gewinnt. Sie bleibt leider recht eindimensional und was eine Zigarre für diesen Preis angeht, so erwarte ich etwas mehr.



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Alec Bradley Medalist Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Alec Bradley Medalist - Robusto Die meisten Zigarren von Alec Bradley hatte ich bisher immer als etwas kantiger, etwas kräftiger auf dem Schirm - daher war ich zunächst verwundert, als zur Messe 2018 die Medalist vorgestellt wurde. Zwar handelt es sich um einen Blend aus Honduras, aber dennoch: für mich eher unerwartet mild und sanft im Vergleich zu dem, was sonst aus dieser Schmiede kommt. Meine Neugierde war geweckt und nachdem ich die Zigarre dann erstmalig probiert hatte, war ich mir sicher: Nun hat auch AB eine "Frühstückszigarre" im Programm, also so eine, die man gut auch auf leeren Magen rauchen kann, ohne sich zu große Gedanken machen zu müssen. Die Robusto (5x52) besticht durch ihre helles Connecticut-Deckblatt und einen Zigarrenring, der - wie so oft bei dieser Schmiede - ein kleines Kunstwerk ist. Deckblatt und Umblatt stammen aus Honduras, die Einlage setzt sich aus Tabaken aus Honduras und Nicaragua zusammen. Das gute Stück liegt gut zwischen den Fingern, ich merke mittlerweile wie ich Ringmaße über 50 mag. Über die Verarbeitung weiß ich nichts Schlechtes zu berichten, das Deckblatt hat eine seidige Textur. Die Medalist nimmt das Feuer gut an, ein Nachzünden ist bei normalem Rauchverhalten nicht nötig. Der Abbrand ist auffällig gleichmäßig, kleinere Ausreißer korrigieren sich im Verlauf der Zigarre von alleine. Ein Blick auf die Aromen: Einerseits fällt das relativ hohe Rauchvolumen dieser Zigarre auf, andererseits hat der Rauch eine markante Cremigkeit. Dominant sind Noten von Holz und leichter Frucht, gepaart mit Süße. Manchmal sticht ein Hauch von Milchschokolade hervor. Seit dem Erscheinen habe ich diese Zigarre lieben gelernt und gerade mit Erschrecken festgestellt, dass ich meine letzte geraucht habe...



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AVO Limited Editions 2005 (LE 05) "30 Years Redux"

Länge: 13.60Durchmesser: 2.10 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

AVO Limited Editions 2005 (LE 05) "30 Years Redux" Seit einigen Tagen gibt es diese besondere Zigarre im Handel - und da ich das große Glück hatte, dass mein Stammhändler sehr schnell bei der Order zuschlug, habe ich mir dann heute einige Exemplare dieser Zigarre gesichert. Es handelt sich um eine streng limitierte Zigarre die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Marke AVO lanciert wurde. Der /zugegeben lange) Name der Zigarre liefert einen Hinweis: Hier hat man die Limited Edition aus dem Jahre 2005 erneut belebt. Die Variante von damals ist, kaum verwunderlich, nur noch äußert schwer zu bekommen. Was die Limitierung dieser AVO angeht, so erscheint sie mir überaus rar. Nach meinen Informationen - ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren - wird die Zigarre an Händler nur in Großeinheiten (besondere Holzkisten) zu jeweils fünf einzelnen Zigarrenkisten abgegeben. Jede Zigarrenkiste hält 20 Exemplare, also 100 pro Großkiste. Von den Großkisten wiederum soll es weltweit nur 300 Stück geben. Wenn die Informationen stimmen, dann ist die Limitierung wirklich recht extrem und auch diese Version dürfte schnell ausverkauft sein. Aber genug der Vorbesprechung. Werfen wir einen Blick auf die Zigarre selbst. Die Redux ist - wie die meisten Zigarren aus dem Hause AVO - der Dom. Rep. zuzuordnen. Dabei stammt allein der Decker aus Ecuador, der Rest ist tatsächlich Tabak aus der Dom. Rep.. Die Zigarre verfügt über ein dunkles, kräftiges Deckblatt, welches ich einem Maduro zuordnen würde (aber wie immer kann ich mich irren). Es hat eine leicht ölig-seidige Textur und ist makellos verarbeitet. Der zweigeteilte Ring passt wunderbar: Der erste zeigt das bekannte Logo, wobei weiß, silber und orange dominieren. Darunter gibt es einen zweiten Ring, der die Zigarre deutlich als Redux ausweist. Auf dem zweiten Ring ist eine große 30 umgeben von den Jahreszahlen 1988 und 2018 - eben der Hinweis auf den besonderen Anlass dieser Zigarre. Nach dem Anzünden entwickelt die Zigarre einen gleichmäßigen Abbrand, jegliche kleinen Schwachen im Verlauf korrigieren sich von selbst. Die Asche tendiert ins Grau und ist eher flockig. Das Rauchvolumen ist ordentlich und der Zugwiderstand ist genau so, wie ich ihn mir von einer Zigarre wünsche. Zeit, einen Blick auf die Aromen zu werfen: Im ersten Drittel gibt es einen merklichen Pepper-Blast, dessen Intensität spürbar ist, aber keinesfalls abschreckt. Dieser klingt nach etwa zehn Zügen ab, dann entwickelt die Zigarre ihre untergründige Süße, für die sie schon 2005 gelobt wurde. Süße und Pfeffer befinden sich übrigens im gesamten Verlauf der Zigarre in einem wirklich spannenden Wechselspiel, gerade wenn man glaubt, die ein oder die andere Nuance nicht zu erwarten, taucht sie wieder auf und überrascht damit. Aber die Redux kann noch mehr. Der Rauch hat eine beachtliche, schmeichelnde Cremigkeit und ist durchsetzt von holzig-ledrigen Noten, die niemals dominant werden. Immer wieder springt ein Hauch von Fruchtigkeit im Rauchverlauf auf. Ab dem zweiten Drittel sind erkennbare Noten von Kaffee und Schokolade vorhanden. Man merkt: Es handelt sich um eine durchaus komplexe Zigarre, die zu überraschen weiß. Mein Ratschlag wäre, sie zu probieren, solange die Chance dazu da ist - und sich eine (oder mehrere) Kisten einzulagern, sofern man den platz und das Geld dafür hat. Es lohnt sich!



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VegaFina Gran Reserva Pigtail 20 Aniversario

Länge: 14.61Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Limitadas sind ja mittlerweile eine recht normale Sache: Ein Hersteller produziert eine recht begrenzte Menge an Zigarren, die einem bestimmten Anlass oder einer bestimmten Region gewidmet sind. Dazu werden - so zumindest die Angaben - besonders ausgewählte Rohstoffe verwendet um ein Erlebnis zu schaffen, dass aus der Masse hervorsticht. Himmel, was klingt das umständlich. Was ich sagen will: Von Zeit zu Zeit kommen streng limitierte Zigarren auf den Markt und eine davon ist auch die Gran Reserva Pigtail 20 Aniversario von VegaFina. Mir gefiel die Aufmachung der Kiste - aber so beginnt es ja meist. Diese limitierte Zigarre (7000 Kisten zu je 10 Zigarren) kommt in 5.75x56 daher, ist also schon recht wuchtig zwischen den Fingern. Wie der Name es erwarten lässt, handelt es sich um eine Zigarre aus der Dom. Rep., wobei der Decker aus Ecuador, das Umblatt aus Nicaragua und die Einlage aus der Dom. Rep und Nicaragua stammen. Das seidige Deckblatt ist eine echte Schönheit und so makellos, wie man es von einer so besonderen Zigarre erwarten kann. Apropos limitierte Zigarre: Der Preis, der hier aufgerufen wird ist tatsächlich fair, auch wenn er spürbar über dem liegt, was von VegaFina normalerweise aufgerufen wird. Der Handschmeichler (ich mag diese Ringmaße!) zeigt einen gerade, makellosen Abbrand und die Asche hält sich gut und auffällig lang, bevor sie dann mal den Weg alles irdischen geht. Die Asche ist darüber hinaus auffallend robust. Ein Blick auf die Aromen gefällig? In meinen Augen handelt es sich um eine angenehm cremige Zigarre, in denen Noten von Toast, Holz und Nuss stecken. Für mich ist das Zusammenspiel tatsächlich meisterhaft, so wie ich es mir von einer so besonderen Zigarre wünsche. Die Cremigkeit des Rauchs ist beachtlich, es handelt sich um eine bestenfalls mittelkräftige Zigarre. Ich muss unbedingt nachlegen, solange das noch geht - denn Kiste 4149 von 7000 habe ich soeben geleert...



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Plasencia Reserva Organica Robusto

Länge: 12.07Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Vor einigen Tagen habe ich die Corona aus dieser Linie probiert - und weil sie mir recht gut im Gedächtnis geblieben ist und ich gefallen an ihr hatte, wollte ich es dann heute einmal mit der Robusto probieren. Ich finde es immer ganz spannend, den gleichen Blend in unterschiedlichen Formaten zu probieren. Früher hätte ich nicht gedacht, dass es einen großen unterschied im Geschmack geben könnte, heute weiß ich es besser. Entscheidend ist natürlich immer das Verhältnis Umblatt zu Einlage. Und das ändert sich natürlich mit jedem Format. Es geht daher nicht nur um haptische Vorlieben. Aber wenn wir schon einmal bei der Haptik sind: Die Robusto kommt mit 4.75x52 daher, ist damit ein kleines Stück kürzer aber auch etwas dicker als die meisten Zigarren in diesem Format. Das Deckblatt ist angenehm seidig, die Plasencia hat auch in diesem Format gleich drei Ringe: Einen doppelten dort, wo man ihn erwartet und den dritten dann am Fuß, was wohl nicht nur optische Gründe hat, sondern auch mit der Vermeidung von Transportschäden zutun haben dürfte. Die Ringe in weiß und gold tragen in meinen Augen sehr zur Wertigkeit dieser Zigarre bei. Für mich jedenfalls waren sie ein echter Hingucker :Augen Ein Blick auf die Aromen und alles, was dazugehört. Im direkten Vergleich fällt mit das etwas größere Rauchvolumen auf. Gerade zu Beginn macht die Robusto einiges an Dampf, was mir sehr gefallen hat. Der Abbrand ist fast gerade und damit so, wie man es sich wünscht. Ein Nachzünden oder korrigieren war nicht nötig. Geschmacklich waren für mich wieder Kaffee und Nuss präsent, wobei die Nuss dominanter war. Der Rauch hat seine seidige Cremigkeit behalten und sich im Verlauf etwas an Wucht gesteigert. Spannend fand ich die untergründige Süße, die immer wieder auftaucht aber verschwindet, bevor man sie richtig fassen kann.



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Matilde Renacer
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