Summe
0 €

Erstellen Sie einen Personal Humidor und behalten Sie die Übersicht über Ihre bereits gerauchten Zigarren und Tabake!

Neuen Personal Humidor anlegen

Humidor Alles Asche jetzt

126 Einträge

In Humidor suchen
Produkt Preis/Leistung Qualität Stärke Datum Meinung ein-/ausblenden

Flor Real Scarlett Blue Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Flor Real Scarlett Blue Toro kommt schön, aber unauffällig daher, mit einem Ring wie man ihn schon tausendfach gesehen hat und auch abgesehen von einem gleichmäßigen, leicht orangenen Schimmer des Deckblattes gibt es hier absolut nichts besonderes zu berichten. Sie liegt gut in der Hand und gibt auf Druck ordentlich nach, was das ölige und geschmeidige Deckblatt mit seinen wenigen prominenten Venen und dem kaum fühlbaren Flaum problemlos mitmacht. Kalt duftet sie angenehm grasig-zitronig mit etwas Holz und Pfeffer. Am Brandende kommen Leder, Holz und würzige Noten durch. Der Kaltzug präsentiert sich – nachdem man die Kappe verarztet hat, die bei jedem der drei verköstigten Exemplare, egal, ob gecuttet oder gebohrt, aufplatzte – unauffällig und mit sehr dezenten Noten von Holz, Zitrus, etwas Würze, einer Idee Nuss und Salz auf den Lippen. Wenn man sie dann nach einem recht langwierigen Prozess entfacht hat, beginnt die Toro sehr holzig mit dezenten Nuss-Noten. Retronasal kommen grasige Noten und etwas Karamell auf. Nach nur wenigen Zügen kommen süße Noten röstiger Vanille mit etwas Zimt durch. Und der Abgang: glänzt durch Abwesenheit. Der Zugwiderstand ist etwas lose, der Rauch dünn, hat aber eine herrlich cremige Textur und die Asche ist fest und herrlich hell mit leichtem Blaustich. War die Scarlett Blue Toro bis hierher in allen Belangen vielleicht mild+, wird der Körper jetzt voller und kratzt an der Medium-Marke. Dabei gibt aromatisch Holz weiterhin den Ton an. Dahinter liegen würzige Vanille-Noten mit mehr Zimt, im aufkommenden, kurzen Abgang noch mehr Holz und dezente Kakao-Noten. Retronasal bleibt es grasig-würzig, jedoch mit weniger Süße. Die Toro brennt recht zügig ab, etwas wellig, aber weit weg von problematisch. Im letzten Drittel wird der cremige Rauch süßer mit noch immer sehr präsenten Noten von Holz und Vanille. Dahinter wie im Abgang finden sich dezente Noten von Kakao. Retronasal verschwinden die grasigen Noten, sie wird angenehm würzig-süß mit leichten Pfeffernoten. Mit kurzen 80 Minuten ist die Flor Real Scarlett Blue Toro ein angenehmer Vormittags-Smoke, der jedoch bereits während des Genusses nicht so richtig in Erinnerung bleiben will – das einzige, was mir wirklich in Erinnerung geblieben ist, das sind die Zitrusnoten aus dem Kaltduft, die ich im Aromenprofil schmerzlich vermisst habe.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

Davidoff 702 Series Special R

Länge: 12.38Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Zugegeben: irgendwie finde ich die weißen Davidoff-Ringe mit ihrem Gold immer etwas abschreckend, ich gehöre glaube ich einfach nicht zur Zielgruppe. Doch die sehr zurückgenommene Gestaltung ist erfrischend im Kontrast zu dem aktuellen Trend der immer üppiger und bunter gestalteten Ringen. Die „Special R“ ist dann auch für Davidoff ungewöhnlich rustikal mit ihrem sehr dunklen, interessant marmorierten Maduro-Decker. Die kleine Robusto liegt gut in der Hand, gibt auf Druck leicht nach und fühlt sich speckig-ledrig an. Einzig verwirrend finde ich, dass das Deckblatt an vielen Stellen wie gegen seinen Willen aufgeprügelt wirkt. Kalt verströmt sie einen erstaunlich kräftigen Duft von Schokolade, Leder, Lakritz, etwas brauner Zucker und Worchestershire-Würze – ein bisschen wie ein junger, Sherry-Fass-gelagerter Whisky. Am Fuß kommt mehr Würze durch mit etwas Kaffee, etwas Leder und Assoziationen von Schwarzbrot. Nach etwas schwergängigem Anschnitt und der Entfernung einiger Tabakfussel zeigt der Kaltzug vor allem Noten von Leder und Worchestershire-Sauce, Pfefferschärfe auf den Lippen und der Zungenspitze. Nach etwas langwierigem Entfachen startet die Special R dann auch wie erwartet eingebunden und süßlich-holzig mit Kaffee, laubigen Noten, Sherry-lastigen Fass-Noten, ein wenig Lakritz und salzigem Abgang. An der Nase erahnt man Leder und Mandelsüße; retronasal ebenfalls Mandeln, etwas Leder, süß-saure helle Früchte, Salz und ein kleines bisschen weißen Pfeffers. Der Zugwiderstand ist etwas lose, aber noch okay, das Rauchvolumen ordentlich mit einer etwas trocken anmutenden Textur. Die Asche, die zu Beginn fast schwarz war, ist nach wenigen Zentimetern gleichmäßig hellgrau, jedoch flakig und lose. Dazu kommt ein für Davidoff erstaunlich zickiges Abbrandverhalten, häufiges Nachfeuern gefragt, so stark entwickelt sich der Schiefbrand. In Sachen Stärke kratzt sie so gerade mal an der Medium-Marke, ohne sie je zu erreichen und der Körper, der vom ersten Zug an mittelkräftig war, nimmt kaum merklich zu. Das 2. Drittel zeigt sich würziger mit mehr Nuss, herrlich eingebunden mit holziger Schokolade, herbstlich laubigen Noten und nur wenig Lakritz. An der Nase liegen vor allem reife Laubnoten, retronasal weniger Frucht und mehr Leder mit Assoziationen von Graubrot. Im letzten Drittel wir deinerseits der Rauch trockener, andererseits werden die Noten von süß-sauren hellen Früchte präsenter, während sich dahinter ein schönes Wechselspiel von reifen Laubnoten und Sherry-lastigen Fass-Noten ereignet. Retronasal werden die Noten von Graubrot und Pfeffer präsenter. Leider wird die Special R erstaunlich früh bitter, aber das mag ich mal dem schlechten Abbrand zuordnen. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten habe ich sie abgelegt und kann für mich nur feststellen, dass ich die Special R nochmal probieren muss. Die Linie 702 ist eine moderne Davidoff – die Corona wie die Gran Cru Robusto wissen mich jedes Mal zu begeistern – und auch dieses Exemplar war interessant, aber das Abbrandverhalten hat es irgendwie kaputt gemacht.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

Plasencia Alma del Fuego Flama Panatela
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 1.51 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Flama, das schlankste Format in der Serie Alma del Fuego, ist mit dem trotz des geringen Ringmaßes nicht gleichseitigen, abgerundeten boxpress, dem makellosen und wundervoll dunklen Maduro-Deckblatt und dem geschlossenen Fuß herrlich anzusehen. Sie liegt gut in der Hand und wirkt sehr stabil, obwohl sie auf Druck gehörig nachgibt – ob die nicht vielleicht einen viel zu losen Zug haben wird? Das Deckblatt ist, dem Format „geschuldet“, das schönste innerhalb der Formate der Serie, das es kaum Blattadern und extrem viel Zahn aufweist. Der Kaltduft der Flama, die ich, trotz der Listung als Panetel, andauernd als Lancero bezeichnen möchte, hebt sich von dem der Rest der Reihe deutlich ab. Süß-holziger Waldhonig bestimmt das Profil, doch dahinter finden sich erdig-laubig-süße Noten mit etwas Fruchtsäure und ein bisschen Schokolade, am geschlossenen Fuß mehr Erde, Holz und Gewürze, die Minznote fehlt gänzlich. Obwohl sie sehr weich ist, lässt sie sich ohne Überraschungen cutten. Der Kaltzug war bei meinem Exemplar erstmal sehr off und seltsam mit Assoziationen von frischen Champignons, die aber verschwinden, wenn man sie ein paar Minuten angeschnitten liegen lässt. Dann zeigt der Kaltzug sich herrlich kräftig tannig-erdig mit Schokolade und einer ordentlichen Portion Pfeffer. Einmal entfacht – was in Anbetracht des geringen Ringmaßes erstaunlich viel Zeit in Anspruch nimmt – fällt zuallererst der erstaunlich feste (also in meinen Augen perfekte) Zugwiderstand auf. Alles in allem kann man hier also getrost vorwegnehmen: diese boxpressed Lancero ist perfekt konstruiert! Aromatisch legt sie den Schwestern ähnlich los, aber voller und meiner Ansicht nach weit komplexer. Der volle Rauch transportiert bei vom ersten Zug an sehr kräftig und mit vollem Körper Noten von süßer, mineralischer Erde mit Fruchtsäure und Chili, an der Nase finden sich sehr präsente Noten von Leder und retronasal kommen eingebunden trockene, erdig-holzig-pfeffrige Noten auf, gefolgt von einer leichten Heu-Note, die schnell verfliegt zugunsten cremiger Karamellsüße. Langsam kommt im Abgang im Mundraum eine kräftige Kaffeesüße mit fruchtigen Noten auf, ein bisschen wie Cold Brew mit Tonic. Die Flama brennt gestochen scharf ab, allerdings muss man dafür einen Vertrag mit ihr eingehen: sie möchte sehr bedacht und gemächlich genossen werden, dafür belohnt sie einen besonders im zweiten Drittel herrlich eingebunden mit den linientypischen Aromen, die von einem Wechselspiel aus Pfeffer-/Chili-Assoziationen und einer im positivsten Sinne erschlagenden Fruchtsüße mit Vanille überlagert werden. Retronasal stehen Erde und Chili im Vordergrund, der Abgang ist lang mit erdig-würzig-ledrigen Noten. Ab der Mittelmarke kommen wärmende, dezent stallige Untertöne auf. Im letzten Drittel wird es sehr wechselhaft, Pfeffer- und Chilinoten, eine kräftig holzige Vanillesüße und mineralische Erde kämpfen um die Oberhand im Profil, dahinter bauen sich Noten von zunehmend kräftigem Espresso auf. Retronasal werden die stalligen Noten präsenter, dazu kommt eine gewisse Kandissüße. Langes erdiges Finish. Die Flama ist wirklich sehr sättigend, sehr kräftig und dunkel für das unschuldig wirkende, schlanke Format. Das einzige Manko neben dem doch recht hoch angesetzten Preises – wer suchet, der findet – ist die Asche, die wirklich sehr lose ist. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten Rauch-SPASS steht für mich fest, dass die Flama definitiv und mit weitem Abstand das beste Format aus dieser Linie und die einzige, die mit einem angehmen und erstaunlichen Wechselspiel aus Kraft und Süße ein unverkennbares Alleinstellungsmerkmal hat. Wer die Alma del Fuerte bisher nicht ausprobiert hat, der sollte aus der exakt diese probieren, sie raucht sich fast so lange wie die anderen beiden Formate und macht wesentlich mehr Spaß. Ich für meinen Teil brauche die Robusto oder Toro nach diesem Erlebnis nicht mehr.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Plasencia Alma del Fuego Concepcion Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wie schon die Candente kommt die Concepcion visuell wertig und appetitanregend daher. Die Ringe passen dadurch, dass sie sich so heftig absetzen, herrlich auf das dunkel gesprenkelte, speckige, feste, stark zahnig raue (Rosado?-) Maduro-Deckblatt, das jedoch mit seinen prominenten Venen rustikaler wirkt als bei den anderen Formaten – und auch trockener und etwas überstrapaziert, was sich bei meinem Exemplar vor allem durch drei offensichtlich durch die leichte Öffnung erkennbaren beim Anbringen des Deckblattes entstandenen Risse am geschlossenen Brandende, zwischen den beiden oberen Ringen sowie unterhalb der Kappe erkennen lässt. Spoiler: es wird keine negativen Auswirkungen auf den Rauchverlauf haben, also kann ich hier vorwegnehmen, dass die Concepcion sehr gut konstruiert ist mit einem wirklich fabelhaft ausgeführtem, gleichmäßig abgerundetem boxpressed. Sie ist auf jeden Fall weit fester als die Robusto, mit weniger Spielraum, wenn man sie leicht drückt. Wenn auch zurückhaltender, duftet sie kalt ähnlich der Candente nach süß-würzigem Waldhonig, Sand und ein bisschen Leder, wohingegen am geschlossenen Fuß neben der bereits bekannten und erhoffen frischen, fast minzigen Note, die hier gedeckter ist, viel Erde mit Laub und Leder durchkommen. Nach völlig problembefreitem Anschnitt präsentiert die Concepcion sich im Kaltzug wie zu erwarten mit brutal hohem Zugwiderstand viel zurückhaltender als die Robusto mit Noten von nassem Laub und Pfeffer vor Erde und mit einem tannig-harzigen Abgang. Von den Minznoten keine Spur. Nach erstaunlich langwierigem Entfachen startet die Concepcion in allen Belangen direkt irgendwo zwischen mittelkräftig und voll mit vollem Rauch, der ein erstaunlich eiscremeähnliches Mundgefühl hinterlässt. Aromatisch legt sie hingegen los mit trockenen Noten frisch geschnittenen Tannenholzes. Doch schon nach wenigen Zügen setzt sich eine mineralisch-erdige Würze durch, unterlegt von einer seltsam leichten Süße. Retronasal weiß sie dem eingebundene laubig-reife Noten mit ein wenig Chili entgegenzusetzen. Die Concepcion ist ganz klar cremiger als die Robusto bei etwas losem, aber noch immer perfektem Zug und welligem, aber unproblematischem Abbrand und fester Asche mit besagtem Zebra-Muster. Das zweite Drittel zeigt sich recht linear mit mineralisch-erdigen Würznoten und röstigen Noten von schwelendem Tannenholz vor süßen hellen Früchten/etwas Säure. Dahinter sowie retronasal liegen etwas Salz und Pfeffer mit ein wenig Nuss. Der Abgang ist lang mit Holz, Früchten und Vanille. Langsam aber sicher überholt der Körper die Stärke, doch die zieht im letzten Drittel nach, sodass ich sie hier in allen Belangen knapp unter voll einstufen würde. Im letzten Drittel stellt sich dann eine ungeheure Röstsüße von braunem Zucker in den Vordergrund. Erdnuss-Butter, viel Leder und Erde kommen retronasal und an der Nase auf, mit dezenten Schwarzbrot-Assoziationen. Alles wirkt laubig-reif eingebunden. Die Concepcion macht Spaß, doch kommt sie mit weit weniger Komplexität als ihre kleine Schwester, die sich fast (10 Minuten weniger) genauso lange raucht.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Plasencia Alma del Fuego Candente Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem mich besonders die Alma Fuerte – und aus dieser Linie besonders die Robustus I – aus dem Hause Plasencia mehr als nur begeistert hat, musste ich die Alma del Fuego natürlich direkt probieren. Da spielt natürlich auch die Aufmachung eine große Rolle, denn einerseits bin ich ein großer Fan von Maduros, dann kriegt man mich mit boxpressed so gut wie immer – besonders, wenn es so ein wundervoll und gleichmäßig ausgeführtes ovales boxpressed ist wie bei der Candente – und andererseits ist die orange-rot/silberglänzend-weiße Farbgestaltung der Ringe im Kontrast zu dem (Rosado?-) Maduro des Deckblattes die in meinen Augen bisher treffsicherste aus dem Hause Plasencia. Die Robusto liegt gut in der Hand, wirkt wertig und gleichmäßig. Sie gibt auf Druck ordentlich nach, doch das macht der etwas raue und zahnige, dunkel gesprenkelte, speckige Decker locker mit. Kalt duftet sie unauffällig mit Waldhonig, Sand und ein bisschen Leder, am Brandende kommen trotz des geschlossenen Fußes frische, fast minzige Noten durch. Der ob des geschlossenen Fußes feste Kaltzug bestätigt dies, mit Noten von nassem Laub und Assoziationen von After Eight und tannigem Abgang. Zügig entfacht startet die Candente sehr zurückgenommen und eingebunden mit allem und nichts, das hervorsticht, obwohl sie von Beginn an in allen Belangen bei mittelkräftig++ einzustufen ist. Schnell setzt sich eine mineralisch-erdige Würze durch mit einer seltsamen Süße wie der, die sich im Abgang nach einem Schluck sehr torfigen Whiskys entwickelt. Retronasal kommen stark fruchtige Aromen auf mit etwas (mineralischer?) Säure. Der Zugwiderstand zeigt sich nun, nachdem er im Kaltzug noch viel zu heftig wirkte, am loseren Ende von perfekt, typisch boxpressed. Der Abbrand ist erstklassig, bei dichtem, festen Rauch und fester Asche mit einem interessanten Zebra-Muster. Im 2. Drittel wird das Profil der Candente bei nun vollem Körper holzig-röstig mit besagter Süße. Dahinter und retronasal liegen erdige Würze mit Nuss. Sie hat schon starke Ähnlichkeiten zu der Alma Fuerte, jedoch ist sie weniger sperrig und smoother/cremiger; mehr Caol Ila als Ardbeg, um den Vergleich zu Islay Whiskys zu ziehen. Noten von trockenem Schwarzbrot mit Butter und Schwarzkirschmarmelade kommen hin und wieder auf. Der Abgang ist lang mit Noten von Erde, Vanille und etwas Zimt. Im letzten Drittel zeigt sie sich dann definierter und definierbarer als zuvor. Karamellisiertes Fleisch auf Holzkohle und Erdnuss-Butter mit kräftiger Ahornsirup-Süße. Viel Leder und Erde finden sich retronasal und an der Nase, mit besagten Schwarzbrot-Assoziationen, laubig-reif eingebunden. Nach anderthalb Stunden Rauchvergnügens und gut 3cm Rest wird die Candente jedoch wie aus heiterem Himmel bei brutal bitter und endet so unnötig auf einer sehr unangenehmen Note. Alles in allem fand ich diese Robusto sehr interessant und knackig, aber irgendwie fehlt bei dem aufgerufenen Preis doch das gewisse Etwas, der USP. Ich bin mal auf die anderen beiden Formate gespannt, um zu sehen, wie viel der Decker ausmacht.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

A.J. Fernandez New World Puro Especial Short Churchill

Länge: 15.24Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Bei manchen Zigarren frage ich mich doch, wie ich sie aus den Augen verlieren konnte, obwohl ich sie so gerne geraucht habe. Die New World Puro Especial ist eine davon. Allein optisch gefällt sie mir, die beiden Ringe sind schön Old School und klasse, auch wenn sie farblich sowie in den gewählten Schriftarten doch einige Unstimmigkeiten haben. Dennoch heben sie sich schön von dem dunklen, grob geäderten Decker ab, dessen Säume offensichtlicher als die Blattadern sind. Das Deckblatt an sich ist auch eine kleine Augenweide, es zeigt viel Zahn, der sich tlw. auch nochmal dunkler als das Ebenholz-Maduro von diesem absetzt. Dazu ist es gesprenkelt, ja, wie marmoriert mit dunkleren Punkten und Flecken. Sie fühlt sich fest, gleichmäßig, rau (viel Zahn), etwas ölig und herrlich konstruiert an und das schlanke Format wirkt weit eleganter als die Robusto. Kalt duftet sie wie ein stark gezuckerter Kaffee, dahinter kommen kräftige Noten von Leder und Erde durch, am Fuß zeigt sie sich würzig-ledrig-erdig mit frischen, minzigen Noten und Pfeffer. Nach bis auf ein paar wenige Tabakfussel unauffälligem Anschnitt ist der Kaltzug etwas verwirrend, weil die starke Zuckersüße erstmal komplett ausbleibt und in erster Linie mineralische Erde mit Pfeffer und ein paar Kaffeebohnen zu erschmecken sind. Eine ordentliche Portion Pfefferschärfe bleibt auf den Lippen. Zügig entfacht legt sie wie ihre dicke Schwester mit einem Pepper Blast, der mir jedoch weniger heftig als bei der Robusto erscheint, und süßen Röstaromen los. Die mineralisch-erdigen Noten stellen sich recht zeitig mit der – da ist sie endlich wieder – Süße stark gezuckerten Kaffees (fast wie der kernig-zuckrige Bodensatz) in den Vordergrund, vor einer tollen Melange der Noten des Kaltduftes. Spätestens jetzt ist klar: die Short Churchill ist viel süßer als die Robusto der Linie, wie diese mittelkräftig in Sachen Stärke, jedoch mit einem Körper und Aromen, die viel präsenter, ja bereits zu Beginn auf halber Strecke zwischen mittelkräftig und voll liegen. Retronasal zeigt sie vor allem Noten von Leder und Kaffeebohnen mit viel Pfeffer und Chili, dahinter eine Idee Nuss. Anfangs etwas wellig, reguliert sich der Abbrand aber sehr schnell und bleibt dann gestochen scharf und herrlich gemütlich bei schneeweißer und recht fester Asche, an der man anhand klarer Linien sehr genau sehen kann, wann man abaschen sollte. Die buttrige Textur des recht dichten Rauches entschädigt auch für den einen Ticken zu losen Zugwiderstand. Das 2. Drittel präsentiert sich cremiger und eingebundener, bei jetzt vollen Aromen und vollem Körper. Die Süße wird sirupartig, erinnert mich jetzt mehr an Kaluha. Dazu werden die erdigen Noten salziger und auch der Abgang wird salziger mit präsenten Holz-/Fass-Noten. Retronasal kommt die New World Puro Especial Short Churchill hier weniger scharf daher, aber dennoch würzig genug mit Noten von Chili, um dem Profil ordentlich Komplexität zu geben. Im letzten Drittel legt die Short Churchill nochmal eine Schippe Erde drauf; schwelendes Holz kommt in den Vordergrund. Sie wird trockener, verliert etwas von ihrer Cremigkeit, ohne jedoch die Süße zu verlieren, und im gleichen Atemzug – hahaha, Wortwitz – zeigt sie sich auch in Sachen Stärke voller als zuvor. Retronasal kommen hinter den Chilli-Noten Ideen von Schwarzbrot auf. Nach weit über anderthalb Stunden puren Genusses kann ich nur sagen, dass die New World Puro Especial Short Churchill für mich definitiv die beste „New World“ von AJF ist – vor allem in diesem Format!



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Principle Cigars Limited Edition Frothy Monkey Corona
verifizierter Kauf

Länge: 12.07Durchmesser: 1.59 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der simpel gestaltete und ein bisschen albern daherkommende Ring der Principle Cigars Frothy Monkey Corona ist voll mein Ding und einsame Spitze! Auch passt er farblich in meinen Augen sehr gut zu dem Milchschokoladen-Colorado-Braunton des Deckblattes, das von sichtbaren, aber feine Venen durchzogen ist und von ein paar wenigen Verfärbungen, vielen winzigen dunkleren Sprenklern und feinem Haar verziert wird. Dazu soll ein auf den ersten Blick schnell übersehbares, dünnes Pigtail an der Kappe wohl den nützlichen Schweif des Affen darstellen. Ich finds witzig, aber in Sachen Albernheit bin ich auch schuldig im Sinne der Anklage. Die kleine Corona wirkt recht fest, sie gibt auf Druck kaum merklich nach. Auf den Fingerspitzen fühlt sie sich etwas trocken, seidig und leicht rau an, es ist eher das Haar, das man fühlt. Kalt duftet sie dezent erdig-ledrig-holzig-süß, am Brandende kommen floral-würzige Noten mit Milchkaffee und dezenter Vanille hinzu. Im Kaltzug bestätigen sich dann auch die erdig-ledrig-holzigen Noten und würzige Vanille. Der Zugwiderstand stellt sich bereits mit der nur sehr kleinen Öffnung, die entsteht, wenn man einfach das winzige Pigtail abdreht, als relativ lose heraus. Erstaunlich zügig entfacht legt das schaumige Äffchen los mit süßlichen Tabaknoten, die schnell verfliegen und süßen Noten von Mandeln, Holz und Zimt Platz machen, retronasal stehen florale Noten von Vanille im Vordergrund. Alles unterlegt mit einer leichten Prise Pfeffer und etwas Erde. Die Corona ist allerhöchstens als mild+ einzustufen mit mittelkräftigen Aromen und Körper. Sie ist wirklich meisterhaft konstruiert; ich bin mir nicht mehr sicher, ob das Event mit Darren Cioffi im vergangenen Jahr oder das Jahr davor stattfand, aber schon damals fiel mir auf, wie gemächlich und dabei gestochen scharf die Frothy Monkey abbrennt, mit durchschnittlichem Rauchvolumen und hellgrauer, fester Asche. Im 2. Drittel wird der cremige Rauch süßer mit aufkommenden Noten von Leder und Milchkaffee, auch die Noten von Vanille und Zimt werden präsenter. Retronasal hingegen kommen würzigere Aromen auf, für die allgemeine Komplexität. Im letzten Drittel setzt dieser Trend sich fort. Mehr Leder, mehr Kaffee, mehr Süße; sie wird auch etwas würziger mit Zimt-Assoziationen und Rauchmandeln. Angenehm und komplex, ohne zu überfordern. Retronasal wird sie wieder floraler mit trocken-würziger Vanille und langsam flacher werdenden Noten von Zimt und Pfeffer. Ein Äffchen zum Käffchen, mit dem man gerne eine Stunde bis eine Stunde und 20 Minuten verweilt, besonders bei dem zu dem Preis gebotenen.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

Crowned Heads Las Calaveras Edición Limitada 2019 LC54

Länge: 13.97Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Las Calaveras gehören für mich zu den ongoing limited productions, auf die ich jedes Jahr seit Start der Serie in 2014 doch immer sehr gespannt bin. Dieses Jahr soll sie dem ehemaligen Chef der gekrönten Häupter huldigen, Cano Ozgener, der vergangenes Jahr verstorben ist, huldigen – und der Blend liest sich wie der ursprüngliche aus dem Jahr 2014. In Kombination damit, dass die LC aus dem vergangenen Jahr zu meinen persönlichen top ten of all time zählt, waren meine Erwartungen exorbitant hoch. Vielleicht zu hoch – vielleicht habe ich mir dadurch das eigentliche Erlebnis aber auch selbst von vorneherein zerschossen. Das erste Exemplar hat mich maßlos enttäuscht, das zweite dann wieder mit der Las Calaveras LC54 Edicion Limitada 2019 versöhnt. Sie kommt, lässt man das fiese goldene Fußbändchen außen vor, in einem sehr schönen Gewand daher. Das Rot als Grundfarbe des altbekannten Ringes gefällt und steht dem rotstichigen ecuadorianischen Habano Oscuro Deckblatt gut zu Gesicht – für mich ist sie dank der Farbwahl zumindest schonmal die schönste Las Calaveras bisher. Das wird unter anderem auch dadurch unterstützt, dass das recht fette und elastische, ölig schimmernde Deckblatt abgesehen von ein paar Verfärbungen vor allem einen leichten, interessanten Farbverlauf von Kopf (heller) bis Fuß (dunkler) aufweist. Und umso dunkler das Blatt, umso mehr Zahn hat es. Sie sieht toll aus und wirkt auch sehr wertig konstruiert, wenn auch sie etwas leichter als erwartet in der Hand liegt. Kalt verströmt sie einen würzig-ledrigen Duft mit etwas Süße und viel Zedernholz, wobei ich letzteres jetzt erstmal der Kiste zuschreiben mag. Am Fuß kommen pfeffrig-ledrige Noten mit Graubrot, Herrenschokolade und getrockneten dunklen Früchten auf. Der Kaltzug bestätigt die Noten von Zeder und Leder und eine dunkle, wie angeröstete Süße, dahinter erahne ich sehr zurückhaltend etwas Zimt und Teig- oder Brot-Noten. Einmal – und das sehr zügig – entfacht startet die 2019er Las Calaveras mit buttrigem Rauch auf dunkler Röstsüße, etwas Zimt und ein paar Körnern schwarzen Pfeffers. Schnell kommen Noten von durchgetrocknetem Holz und nasser Erde auf, dahinter ein paar unbehandelte, geschälte Mandeln. Retronasal hat die LC mehr schwarzen Pfeffer mit ein bisschen Leder. Getrocknete dunkle Früchte, viel Holz und eine sirupartige Süße legen sich im langen Abgang in den Mundraum. Bis hierhin zeigt sich die LC angenehm mittelkräftig mit leicht überwiegendem Körper. Bei perfektem Zugwiderstand mit ordentlicher bis extremer Rauchentwicklung und fast schneeweißer Asche brennt sie gemächlich und wenn mal wellig, dann selbstkorrigierend ab. Im 2. Drittel werden bei weiterhin zunehmendem Körper die Röstnoten präsenter mit kernigen Rindfleisch-Assoziationen, etwas, was mich u.a. durch die Süße an „nimm2“ erinnert und mehr Nuss. Ab der Hälfte der LC54 kommen Assoziationen von Pumpernickel auf, hin und wieder blitzen heftige Noten von Kokosnuss auf. retronasal wird der Pfeffer präsenter mit heftigen Röstnoten. Bei jetzt vollem Körper dominieren diese Röstnoten von Rindfleisch mit Noten von Holz und süßem Leder im letzten Drittel das Profil, dahinter eine schöne Melange der anderen Noten. Hin und wieder kommen erfrischende Zitrusnoten auf. Retronasal tut sich nicht viel. Gegen Ende der fast zweieinhalb Stunden Rauchvergnügen kommt die für MF typische, mineralisch-erdige Bitterkeit auf und zeigt, dass der Flirt vorbei ist. Nach zwei Versuchen bleibt mir zu sagen: Eine interessante Zigarre und eine unverkennbare MF, die mich einerseits doch stark an die Flor de las Antillas Maduro erinnert und bei der mir ein wenig das Alleinstellungsmerkmal, das zumindest die letzten beiden, eigentlich sogar die letzten drei Editionen der Las Calaveras für mich hatten, fehlt. Doch wer weiß, vielleicht wird die Zeit das ja zu ändern wissen.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Hiram & Solomon Cigars Master Mason Maduro Toro 6x52

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Hiram & Solomon Master Mason Toro ist schon ein ordentlicher Eyecatcher mit dem fast tiefschwarzen Oscuro-Deckblatt und dem farblich in Blau, Schwarz und Silber gut auf diesen abgestimmten, fetten, simpel gestalteten Zigarrenring. Der dustere, glatt, speckig und geschmeidig wirkende Decker ist mit seinen fetten und prominenten Blattadern ganz schön rustikal und auf eine Art und Weise fleckig, dass sich mir die Frage stellt, ob hier in irgend einer Art und Weise vielleicht nachgeholfen und das Deckblatt eingefärbt wurde. Die im Zickzack krumm wirkende Toro wirkt sehr weich, gibt auf Druck ordentlich nach und liegt sehr leicht in der Hand, dennoch wirkt sie gut ausgeführt, einzig die Kappe wirkt eher wie im Vorbeigehen drauf geworfen und zeigt einerseits Falten und einen tiefen Riss, andererseits auch, dass das Deckblatt sehr elastisch und recht dick ist. Kalt duftet die Hiram & Solomon Master Mason Toro mit Noten von würziger, dunkler Schokolade, dreckigem Leder und etwas Pfeffer sehr appetitanregend; am Brandende kommen Assoziationen von Brownies mit Sirup (Ahorn?) auf. Spannend. Das cutten gestaltet sich sehr schwierig, da die Toro sehr weich ist, weicher sogar, als ich erwartet habe, wäre das speckige Deckblatt nicht so wahnsinnig elastisch, wäre dieses Erlebnis wahrscheinlich hier schon zu Ende gewesen. Der Kaltzug untermauert den Kaltduft, sirupartig süße Noten mit Espresso, Schokolade und Teig/Gebäck lassen sich erahnen. Mir gefällt’s, so darf es bleiben. Schnell entfacht beginnt die Hiram & Solomon Master Mason Toro dann wider Erwarten erstaunlich trocken mit erdig-ledrigen Noten und viel Holz. Das Holz dominiert dann auch den Abgang, in dem sich aber dann auch wenigstens die ersten herben Schokoladen-Noten zeigen. Ein erster zaghafter Versuch zeigt retronasal zu Beginn sirupartige süße Röstnoten und Holzkohle-Noten. Nach der ersten Verwunderung über diesen unerwarteten Kick-Off wird die Toro aber schnell cremiger; Noten von dunklen Beeren (mit leichter Fruchtsäure) kommen auf und runden das Erlebnis ab. Retronasal kommen dezent würzige Noten von ausgebranntem Weißeiche-Fass auf. Dazu kommen - auch an der Nase - Noten gerösteter und gesalzener Erdnüsse. Das Rauchvolumen der Master Mason Toro ist brutal – auf Liga Privada Level – und die Asche sehr duster, fast schwarz. Der Zugwiderstand ist sehr lose, praktisch nicht vorhanden, was bei der losen Rollung und der zunehmend lascher werdenden Toro einerseits nicht anders zu erwarten war, andererseits aber erstaunlicherweise in diesem Falle auf den Punkt und genau richtig so ist. Alles andere als auf den Punkt ist der Abbrand der Hiram & Solomon Master Mason Toro. Denn der Decker will nicht so richtig mithalten, behindert den Abbrand. Vielleicht hätte eine festere Rollung hier Abhilfe geschafft – denn sobald der Wickel das Deckblatt überholt hat, kämpft die Toro mit allen Mitteln dagegen an, zu tunneln; die Glut wird erst steinhart und erlischt dann an Ort und Stelle. Auch wird das schwere Deckblatt durch die darunter liegende Hitze gleichmäßig dunkelbraun (und viel ansehnlicher!) und ich werde das Gefühl nicht los, dass der Decker wirklich eingefärbt wurde. Dass er, wie mir das Mundende verrät, komplett wasserabweisend ist, verhärtet meinen Verdacht. Schon sehr früh ist das Feuerzeug und degasieren gefragt. Die Toro zeigt sich in allen Belangen mittelkräftig mit vollerem Körper und präsenten, klaren Aromen – letzteres immer besonders nach degasieren, was noch einige Male passieren wird. Im zweiten Drittel treten besonders Noten von Holz, Fruchtsäure und Kaffeekirschen hervor, manchmal zeigt sich eine sehr deutliche Karamellsüße. Retronasal sind die Aromen nun würziger, sonst wie zuvor, hin und wieder kommt etwas weißer Pfeffer durch, für die allg. Komplexität. Das eine oder andere Mal kommen Assoziationen von Brownies auf. Die Master Mason Toro erlischt immer wieder und will ständig degasiert werden, mit brutalen Stichflammen. Dennoch ist sie, für die paar Züge, die zwischen den Zickereien stattfinden, für mich interessant genug, um sie nicht dem Aschenbecher zu opfern. Noch. Das letzte Drittel hält jedoch keine großen Veränderungen für mich parat, einzig leicht kreidige Noten und Erinnerungen an Brisket kommen auf. Uninspirierte Eindimensionalität kommt auf – und der Abbrand wird immer nerviger. Als ich sie dann doch meines Erachtens frühzeitig mit freundlichen Grüßen dem Ascher übergebe, erstaunt mich der Blick auf die Uhr: ich habe trotz – oder vielleicht gerade wegen – des wirklich brutal schlechten Abbrandverhalten eine ganze Stunde und fünfundvierzig Minuten mit ihr ausgehalten. Dafür weiß ich immer noch nicht, was ich aus diesem Erlebnis für ein Fazit ziehen soll. Waren mir die Aromen für einen weiteren Versuch besonders genug? Ich glaube nicht. Da greife ich lieber zur Debonaire Maduro oder zur Le Careme, die sind raffinierter und brennen nicht so ab, wie als würde man unter Wasser zu rauchen versuchen.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Hemmys Abas

Länge: 16.51Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Hemmy’s Aba 56 kommt imposant daher mit einem einfachen und farblich zurückhaltenden Ring, der gut auf den Decker passt. Optisch wurde hier soweit alles richtig gemacht. Allerdings scheint hier jemand sehr von seinem eigenen Namen angetan zu sein, so oft, wie dieser auf dem Ring pragt. Gezählt hab ich sie nicht, aber ein wenig erinnert's mich doch an Kubrick’s grandiosen Shining - "all work and no play makes Jack a dull boy". Für das brutale Format liegt sie erstaunlich leicht in der Hand; sie ist sehr weich und schwammig, hinterlässt ein speckiges Gefühl auf den Fingerspitzen, ein bisschen wie Handcreme. Das Deckblatt ist sehr schön anzusehen mit seinen sehr offensichtlichen, aber feinen Blattadern und seinem marmorierten und von dunkleren Stellen übersäten, hellen, fast erdigen Colorado Claro. Es schimmert leicht im Sonnenlicht – und bei genauer Betrachtung finden sich viele Klebstoff-Reste, ein paar Löcher und Risse auf dem sonst schönen Decker, die größten davon gekonnt unter dem Ring versteckt. Die Aba 56 – zumindest mein Exemplar – ist sehr ungleichmäßig gerollt mit vielen unterfüllten Spots, das Deckblatt ist jedoch meisterhaft angebracht. Die Kappe hingegen nicht, sie scheint den Wickel ordentlich zu quetschen. Kalt duftet sie interessant nach Leder, Nuss und Maggi-Würze, am Fuß kräftiger nach Maggi. Ja, diese Würzsoße. Der Kaltzug präsentiert ebenfalls in erster Linie Maggi mit etwas Holz, Laub und Melasse; dahinter finden sich erdige Noten. Interessant soweit, macht Lust auf mehr. Doch die Aba 56 hat nicht so viel Lust, denn Flammen will sie nicht so richtig annehmen. Hat man sie dann doch zum Glimmen zwingen können, startet sie unauffällig, doch sehr cremig mit Noten von Nuss (ja, Mandelpaste scheint es zu sein), Melasse, Holz, etwas der besagten Maggi und laubigen Noten. Auffällig und angenehm ist der lange erdig-süße Abgang. Retronasal kommen Noten von Laub, Erde, Leder und etwas Tabakschärfe auf. Letztere verschwindet langsam. Der Zugwiderstand stellt sich wider Erwarten (und entgegen des losen Zuges im Kaltzug) als perfekt heraus, die Asche mit ihrem hellen Grau als wahnsinnig flakig. Dabei ist das Rauchvolumen der Aba 56 verwirrend, denn wenn man nicht gerade einen Zug genommen hat, wirkt sie, als wäre sie erloschen. Was wiederum sehr gut zum Abbrandverhalten passt, denn Schiefbrand, tunneln und häufiges Nachfeuern begleiten den Rauchverlauf. Im 2. Drittel zeigt das Profil eine angenehme Melange aus Holz, Nuss, Erde, dezente Kaffeenoten und Assoziationen von Kellogg's Frosties. An der Nase kommen Leder, Erde und etwas nasses Laub hinzu, retronasal vorwiegend Nuss und Melasse vor Maggi. Nach einem mittelkräftigen Start mit sehr milden Aromen und flachem Körper überholt der Körper im Rauchverlauf langsam und gemächlich die Kraft, bis er im letzten Drittel knapp über mittelkräftig einzustufen ist. Im letzten Drittel kommen erdige und ledrige Aromen so gerade noch durch, hin und wieder umspielt von Anklängen von Kaffee; retronasal ein bisschen Nuss und viel Gras. Sie wird aromatisch zunehmend stallig und „duftet“ nach Dung. Die Creme weicht zunehmend einem seifigen Mundgefühl. Für die knapp drei Stunden, die Hemmy’s Aba 56 einem abverlangt, ist das alles ein bisschen wenig und dünn. Ich würde wirklich gerne eine Empfehlung aussprechen – is aba nich.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

EPC Ernesto Perez-Carrillo Oscuro Small Churchill

Länge: 13.97Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Carillo Oscuro Small Churchill kommt in einem schönen, ja, eleganten und toll ausgeführten Format daher, wirkt sehr gleichmäßig und fest. Sie gibt auf Druck so gut wie gar nicht nach, das herrliche, leicht stumpf wirkende, ebenholzfarbene Oscuro-Deckblatt kommt leicht ölig mit dezentem Schmirgel, ein wenig Öl und sichtbarem Haar daher. Kalt duftet sie stallig mit leicht blumigen Noten und dem Duft frisch gerösteter Kaffeebohnen daher. Am Fuß duftet sie nochmal stalliger mit leichter Würze; im Kaltzug kommen Noten von Leder, Schokolade und etwas Erde hinzu. Nach etwas zögerlicher Flammannahme startet die Carillo Oscuro Small Churchill erdig-würzig mit süßlichen Anklängen und ein wenig Holz. Nussige und ledrige Assoziationen finden sich an der Nase. Retronasal eine Melange aus herrlich viel Pfeffer, Gewürzen und Kaffee. Die Kaffee-Noten finden sich zusammen mit Herrenschokolade auch im Abgang wieder. Für mich bis hierher eine großartig eingebundene, mittelkräftige und komplexe Zigarre mit vollen Aromen. Langsam kommen schwelendes Holz/Fassnoten und Assoziationen von Brombeermarmelade kommen auf. Der perfekte Zug und der gestochen scharfe Abbrand weisen auf eine sensationelle Konstruktion hin. Bei fast weißer Asche mit klaren, dunklen Ringen nach jedem Zug hat die Carillo Oscuro Small Churchill einen herrlich cremigen und vollen Rauch, dessen Profil im 2. Drittel die Fassnoten zusammen mit erdigen Aromen übernehmen. Dahinter kommen kräftiger Espresso, mehr Würze und etwas Herrenschokolade auf. An der Nase liegen Brombeeren und Erde mit etwas Leder, retronasal nun mehr Kaffee und (hin und wieder) etwas Nuss vor Pfeffer im Finish. Süße Röstnoten und Erde liegen im langen Abgang. Die Small Churchill wird etwas kräftiger, übersteigt die Medium-Marke aber nur leicht. So bleibt sie, wobei sie aromatisch im letzten Drittel dunkler, holziger und süßer mit Herrenschokolade und Frucht daher kommt. An der Nase zeigen sich Noten von Kaffee, Leder und Nuss, alles sehr süß. Retronasal noch mehr Kaffee, viel Fass und Pfeffer. Herrlich süße Röstnoten und Beeren werden zunehmend präsenter, bis dass ich nach zwei Stunden erstklassigen Genusses am liebsten direkt die nächste davon entfachen würde. Die Carillo Oscuro ist für mich bisher eine der Besten aus dem Hause Carillo unter eigenem Namen und auf jeden Fall um einiges interessanter als die angebliche COTY’18 laut Cigar Aficionado. Kann man bedenkenlos weiterempfehlen, besonders bei dem PLV!



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

Quesada Seleccion Espana Short Robusto

Länge: 10.16Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Quesada Seleccion Espana Short Robusto hat ein niedliches Format mit rustikalem Decker und simplem, doch auffällig gestalteten Ring. Es wundert mich fast, dass es nur einer ist, wenn man bedenkt, dass der Trend mittlerweile zum Dritt- und Viertband geht. Die Short Robusto ist anders als die boxpressed Robusto derselben Linie erstaunlich weich bei loser, irgendwie hastig ausgeführt wirkender Rollung. Das lehmfarbene, recht dunkle Colorado-Deckblatt wirkt sehr glatt und trocken auf den Fingerspitzen. Kann es sein, dass es nicht geschnitten ist, sondern die Kanten tatsächlich Blattsaum sind? Kalt duftet sie sehr zurückhaltend nach süßlichem Leder und Holz, mit leicht käsigen Assoziationen. Am Fuß hingegen duftet sie interessanter mit blumigen Noten und nassem Laub. Auch der Kaltzug ist etwas nichtssagend mit Holz, ein bisschen Leder und dezenter Würze, ein Zuckerkörnchen liegt im Abgang und macht es interessanter. Einmal und mit etwas Aufwand verbunden entfacht startet sie medium- mit süßlich-salzigen Assoziationen auf den Lippen; im Mundraum umspielt Holz nussige Aromen. Retronasal kommen Noten von Heu, Popcorn und Bauernbrot auf, dabei liegen viel Süße und Kaffee an der Nase. Bei Quesada-typisch losem Zug, sehr dunkler, dafür fester Asche und leider dauerhaftem Tunnelbrand, der jedoch keinerlei Korrektur braucht, trumpft die Seleccion Espana Short Robusto mit zwar recht dünnem, dafür extrem cremigem Rauch auf. Im 2. Drittel kommen Schokoladennoten, etwas Karamell und BBQ-Assoziationen auf. Salz bleibt angenehm auf den Lippen. Retronasal findet sich eine Melange aus Leder, Schokolade und Heu, dahinter süßes Popcorn. Im letzten Drittel überholt die Stärke den zurückfallenden Körper, bittere Grasnoten übernehmen das Profil. Retronasal kommt Tabakschärfe hinzu. Nach einer Stunde habe ich sie weggelegt und frage mich, ob ich sie einfach zu langsam geraucht habe und sie, zügiger geraucht, einfach als kleiner, knackiger short smoke von 30min mehr Spaß gemacht hätte.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

Warped Cigars Flor del Valle Cristal

Länge: 15.24Durchmesser: 1.67 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem mich die Gran Valle schon vor Begeisterung von den Socken gehauen hat, war es mir ein inneres Blümchenknicken, die herrlich ausgeführte, schlanke Cristales probieren zu dürfen. Schön die La Relatos Habano hat mir gezeigt, dass Warped Cigars in geringen Ringmaßen glänzen – und auch bei der Cristales war ich erstaunt über die beispielhaften äußeren Werte. Sie ist gleichmäßig und fest mit nur wenig Give, das feste, fette Deckblatt wirkt gebügelt und glatt mit nur wenig Öl. Der Colorado-Ton ist leicht gesprenkelt mit nur dezent dunkleren Flecken und von einem feinen Netz feinster Venen durchzogen. Kalt duftet sie zurückgenommen holzig mit Leder und leichtem (salzigem) Karamell, am Fuß kommen Noten von Weißbrot, Nuss, eine dezente Würze und florale Noten hinzu. Im Kaltzug präsentiert sie sich hingegen zurückgenommen holzig-fassig mit angenehm wärmend scharfer Würze und Lakritz auf den Lippen. Des geringen Ringmaßes wegen ist sie schnell entfacht und startet sofort knapp unter mittelkräftig und süßholzig-erdig mit Karamell und fein eingebundener Würze und dezent grasig/fruchtigen Noten. Etwas altes nasses Leder und Honig-/Karamellsüße lassen sich an der Nase erahnen, retronasal schön kontrastiert von Noten von Erde, Laub und Nuss (mehr Erdnuss-Schale als die aktuelle Nuss) mit leichter Pfefferschärfe im Finish. Die helle Asche wirkt zwar lose, ist aber sehr fest. Die Flor del Valle Cristales wirkt sehr eingebunden und reif, mit einem süßlich erdig-herbalen Abgang. Bei perfektem Abbrand und Zugwiderstand wird der zuerst dezente Rauch im Rauchverlauf zunehmend voller und vollmundiger. Im zweiten Drittel wird auch der Körper voller und noch eingebundener mit cremiger Würze, Nuss, Erde und Leder, etwas weißer Schokolade (Milcheis?) mit Honig und Steakpfeffer im Abgang. An der Nase kommen vor allem eine karamellisierte Süße und Leder auf, retronasal Erde, Zucker und Laub. Bei weiterhin zunehmendem Körper bleibt die Cristales im letzten Drittel schön zurückgenommen mittelkräftig und cremig mit süßer Erde, würzigen Leder und holzigem Honig. Röstsüße und Laub kommen retronasal auf, hin und wieder mit Erdnuss-Butter. Aufgrund der Rauchdauer von für das Format erstaunlichen 2 Stunden sind diese Veränderungen im Profil schleichend und wirken logisch, als wäre es eine "Konzept-Zigarre". Herrlich eingebunden, reif und interessant – aber auch fordernd, die Cristales möchte langsam und aufmerksam geraucht werden, sonst verpasst man sie. Sie möchte ungeteilte Aufmerksamkeit, doch wenn man sich darauf einlässt, belohnt sie einen mit komplexen und subtilen Aromen. Exclusively different. Unbedingt probieren!



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Padilla Finest Hour CONNECTICUT Double Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Padilla Finest Hour Connecticut Double Toro hat mit ihren 6 by 60 schon ein brutales Format. Die simplen, neuen Ringe lassen etwas den ehemaligen Look von Padilla vermissen und erinnern entfernt an die von Davidoff, was vor allem dadurch unterstützt wird, dass der Schrifttyp, mit dem „Finest Hour“ auf dem zweiten Ring steht, derselbe ist wie der der „Late Hour“. Für die Größe liegt die Doule Toro erstaunlich leicht in der Hand und sie gibt auf Druck stark nach, wirkt schwammig. Das senfgelbe Connecticut Shade Claro Deckblatt mit seinen weingen Blattadern wirkt glatt und papierern auf den Fingerspitzen und weist weder Öl, noch Zahn auf, hat nur ein wenig Haar. Dennoch wirkt sie sehr wertig konstruiert. Der Kaltduft ist wie erwartet heuig-holzig-süß mit mildem Honig und blumig-floralen Noten am Fuß. Nach dem Anschnitt muss man erstmal einiges an Tabakfusseln entfernen, bevor der Kaltzug einem nur ein bisschen Pfeffer und etwas Holz bietet. Zügig entfacht beginnt die Finest Hour Connecticut Double Toro mit leichter Tabakschärfe im Mundraum und auf den Lippen. Sehr gemächlich kommen karamellig-röstige Noten von Gras und Nuss vor Holz auf, dahinter liegt eine dezente Zitrusnote. Assoziationen von Weißbrot und etwas Kaffee kommen und gehen, alles in allem ist das Profil noch recht trocken, dafür retronasal wenigstens unentschlossen, mal erahnt man nur Gras, mal nur ein bisschen weißen Pfeffer. Sie ist sehr mild, dennoch überwiegt die Stärke bisher den Körper. Das zuerst sehr dünne Rauchvolumen ist glücklicherweise nun üppiger, die Asche hellgrau und wie der Zugwiderstand sehr lose. Das zweite Drittel überwiegen dezent cremig-holzig-karamellig-grasige Noten; die Zitrusnoten sind leider verschwunden und eine dezente Schärfe liegt im Abgang. Retronasal wird es etwas salziger und an der Nase kommen Noten von Leder auf. Im letzten Drittel, in dem der sonst recht unauffällige Abbrand zur Tunnelparty mutiert, hat der Körper die Stärke noch immer nicht überholt und aromatisch kommen nur noch Holz und Gras durch. Zwar leicht süß, jedoch etwas irritierend zeigen sich hin und wieder strenge Marzipan-Noten. Dafür liegen retronasal in dem sehr cremigen Rauch wieder dezente Zitrusnoten mit weißem Pfeffer. Nach knapp zwei Stunden endet die Padilla Finest Hour Connecticut Double Toro auf einer bitteren Note. Auch wenn dieses Exemplar etwas zu eintönig für mich war, werde ich wohl die Sungrown- und die Maduro-Variante noch ausprobieren, die einstigen Padillas haben mir eigentlich durch die Bank weg zugesagt.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein

A.J. Fernandez Pinolero Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Pinolero Toro kommt gut ausgeführt mit niedlichem Pig Tail und herrlich buntem Ring mit vielen kleinen Gimmicks daher, der mich an die alten Hergé-Comics erinnert. Sie ist etwas spongy, aber gleichmäßig, der laubfarbene Colorado-Decker hat nicht eine einzige Verfärbung, ganz leichtes Haar und fühlt sich an wie meine alte Lederjacke. Die Toro wirkt glatt und kaum ölig - das ist wohl alles in dem über die Jahre der Lagerung tiefbraun gewordenem Cellophan gelandet. Kalt duftet sie erstaunlich unauffällig mit süßem Leder und etwas Holz. Am Fuß hingegen ist sie kräftig stallig-tabakig mit Würze und Laub und viel Pfefferschärfe, fast senf-ähnlich. Das findet sich auch so im Kaltzug wieder, jedoch süßer mit Noten von Nuss. Einmal und zügig entfacht startet die Pinolero Toro süßlich-erdig-ledrig mit Nuss-Assoziationen und zurückhaltendem Pepper Blast. Schnell wird sie süßer und sehr cremig. Retronasal zeigt sich süßes Karamell mit, sehr dezent, Gras, jedoch ohne Pfeffer. Salzig-bittere Röstnoten liegen im Abgang. Langsam kommen erfrischende Zitrusnoten auf, besonders retronasal. Die Asche präsentiert sich fest und fast weiß, hält zumindest das erste Drittel. Im 2. Drittel bleibt die Toro angenehm cremig mit holzig-ledrig-erdigen Noten, einer tollen Karamellsüße und etwas Popcorn. Retronasal stehen Noten von geröstetem Karamell und Nuss vor leichten Zitrusnoten und etwas Pfeffer im Finish. Der Abgang ist recht kurz und süßlich-holzig. Bei ordentlicher Rauchentwicklung, perfektem Zugwiderstand und leicht welligem, aber unauffälligem Abbrand ist die Pinolero Toro in allen belangen ab dem ersten Zug mittelkräftig und geht von dort aus nirgends hin. Im letzten Drittel übernehmen Holz, Karamell und grasige Noten das eingebunden cremige Profil. Retronasal stehen jetzt Gras mit Karamellsüße und Pfeffer im Vordergrund. Popcorn und Leder finden sich an der Nase, die Zitrusnoten liegen im nun längeren Abgang. Die Pinolero ist erfrischend und komplex, dabei - in diesem Fall zum Glück – über den über anderthalbstündigen Rauchverlauf recht eindimensional. Zu dem reduzierten Preis von 7,40 unbedingt empfehlenswert.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein


CIGSOR HYGROMETER MIT APP
×