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Humidor Blue Cloud

175 Einträge
Kommentar: Novice

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EPC Ernesto Perez-Carrillo Oscuro Small Churchill

Länge: 13.97Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das ist ein lustiger Hinweis, der aktuell über dem Kommentarfeld auftaucht. Wahrscheinlich sind Zigarren auch die ersten Produkte, die mit einer gezielten Emissionssteuer belegt werden. Interessant, dass ein Tempo 130 Limit, mit dem Argument, dass wir kein "Verbotsland" sind, vom Tisch gewischt wird. Aber das alles gehört hier nicht hin und es mag auch jeder sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Am besten raucht man dabei eine EPC Oscuro Small Churchill, die einen mit einer angemessenen Portion Nikotin bei Laune hält. Mein Exemplar hat ein ölig glänzendes, fast glattes Deckblatt in einem helleren Oscuro Farbton als gewohnt. Fest gerollt und ausgestattet mit passenden, ansprechenden Zigarrenringen verbindet es Stallgeruch mit einem süsslichen Akzent. Beim Kaltzug ist die Süsse deutlicher spürbar und erinnert leicht an Rosinen und gezuckerten Kaffee. Das gesamte Abbrandverhalten ist vorbildlich mit an sich fester, heller Asche, die sich aber immer wieder überraschend löst. Geschmacklich muss man die Dominanz von bestem Zedernholz mögen. Im ersten Drittel wird die Holznote von Süsse und Erde begleitet. Dadurch ist der Rauch keineswegs trocken, sondern weist eine leichte Cremigkeit auf, die im zweiten Drittel durch Noten von Milchkaffee und Kakao verstärkt und die anwachsende Stärke erträglich macht. Ein dezente Pfeffernote begleitet diese Mischung, ist aber in erster Linie retronasal spürbar. Im letzten Drittel geniesst man die bisherigen Aromen in ausgewogener Einheit, ein feiner, ehrlicher Tabakgeschmack. Der Preis ist korrekt , für das Gebotene vielleicht sogar günstig. 8/10



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Black Label Trading Company Lawless Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wer so tickt wie ich, kommt an den Zigarren der Black Label Trading Company nicht vorbei. Die Vermarktung und Präsentation dieser "Boutique"-Marke ist ausgesprochen ansprechend. Ich muss dann einfach der verführerischen Darstellung ein Geschmacksprofil zuordnen können. Die Marketing Teams der Unternehmen mögen dies als einen Ansporn für ihre Kreativität nehmen. Bei mir kommt es an und reicht zumindest für ein paar Exemplare zum Tasting. Ein sehr schönes, leicht ölig glänzendes Rosado Deckblatt aus Ecuador mit wenigen, kaum fühlbaren Zähnchen wird bei der Lawless optisch ergänzt durch einen stylischen Zigarrenring mit der morbiden Thematik eines skelettierten Schafschädels, der ähnlich einer Dornenkrone von Stacheldraht umrahmt ist. Ein Bezug zur Tabacalera Oveja Negra ("schwarzes Schaf") ist wohl die naheliegende Erklärung für diese Bildwahl. Da muss man sich schon für erwärmen können. Leichter fällt das bei dem angenehmen Kaltgeruch nach pfeffrigem Kakao, der im Kaltzug durch eine leichte Honigsüsse noch schmackhafter wird. Mein Exemplar ist etwas luftig verarbeitet, was sich auch in einem sehr leichten Zugwiderstand äussert. Dafür erhält man aber auch reichlich, cremigen Rauch der anfangs pfeffrig unterlegt ist, vorrangig jedoch Kakao- und würzige Kaffeenoten anbietet. Nach dem ersten Drittel wird die Struktur mit Erd- und Holzaromen ernsthafter und auch körperreicher bei mittlerer Stärke. Für mich wird es zu einem angenehmen Raucherlebnis, als sich Honig- und Rosinensüsse in das Aroma mischen. Ein malziger Nussgeschmack, der sich an die Holz- und Erdnoten anlehnt, bestimmt nun den Geschmack. Alles in allem ist die Lawless auf jeden Fall - auch preislich - wert, probiert zu werden. Ich bin nun sehr gespannt auf die anderen Blends der Black Label Trading Company. 8+/10



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Matilde Serena Toro Bravo
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein Format, das mir zusagt - mit einem Deckblatt in Colorado Claro, das mir allerdings wegen einiger Unregelmässigkeiten und sehr fühl- und sichtbaren Venen nicht so gefällt. Der Duft ist sehr dezent, ein wenig Nuss und ein wenig Holz. Auch der Kaltzug bringt nicht mehr Geschmack auf die Zunge. Nach leichter Flammenannahme blüht Matilde mit viel Getöse auf. Schwarzer Pfeffer, Nuss, Holz und Erde machen ein Versprechen, das sich leider nach ein paar Minuten sprichwörtlich in Rauch auflöst. Nach und nach bleiben nur die Holzaromen zurück. Gut, der Rauch ist nicht knochentrocken, sondern hat eine leicht cremige Substanz - aber es schmeckt halt nur nach Holz. Gegen Ende des ersten Drittels wird mir das zu eintönig. Bei der Überlegung, auf welches gute Stück ich umsteigen soll, bemerke ich, wie das Holzaroma eine erste Komplexität bekommt. Plötzlich sind animalische Holztöne, süsse Holztöne und geröstete Holztöne zu erahnen. Das ist durchaus eine sensorische Herausforderung, beginnt aber Spaß zu machen. Es ist auch der Moment, in dem die Asche bricht und einen perfekten Glutkegel hinterlässt. Man hat das Gefühl, in eine zweite Phase des Smokes einzutreten und tatsächlich hält sich die auf Holz basierende Komplexität bis zum letzten Drittel. Eine nochmalige Veränderung tritt nun auf, bei der die Holznoten wieder verschmelzen und Karamell und Nuss ahnen lassen. Dazu tauchen dezent Aromen von Leder und Erde auf und das Raucherlebnis nimmt ein angenehmes Ende. Eine Bewertung dieses 3-Phasen-Smokes fällt mir schwer. Ich setze sie etwas höher als gefühlt an, weil der Preis attraktiv ist und ich glaube, dass diese Toro Bravo dem wirklich erfahrenen Aficionado noch etwas mehr zu erzählen hat, als mir. 8+/10



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A.J. Fernandez Pinolero Toro

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Süsses oder Saures?! Wenn ich auch sonst keine wirkliche Verbindung zu den Zigarren des Hauses A.J Fernandez aufbauen kann, so fällt die Pinolero diesbezüglich etwas aus dem Rahmen. Erstens bietet sie sich geradezu als Halloween Zigarre an. Süsse Elemente wie Schokolade, Karamell und Ahornsyrup kontrastieren geschmacklich gut abgestimmt mit fruchtig-sauren Anteilen aus Limonen, Orangen und Ananas. Zusammengehalten wird dieser Kontrast durch Aromen von Erde, würzigem Holz und weissem Pfeffer. Von Zug zu Zug setzen sich diese Komponenten unterschiedlich, aber immer zusammen. Damit komme ich zum zweiten Unterschied zu meinen bisherigen "Fernandez" - Raucherlebnissen. Diese Toro schmeckt mir. Sie brennt bei etwas zu leichtem Zugwiderstand mit üppigem Rauch auch perfekt ab und sieht man von einer Ablösung des dünnen, aber optisch guten Deckblattes im letzten Drittel ab, kann man diesen Smoke nur als angenehm bezeichnen. Zu dem reduzierten Preis ist die Pinolero auf jeden Fall eine Probe wert. Der eine oder andere wird die Besonderheit dieses Geschmacksprofils zu schätzen wissen und sich wie ich auch ein paar Exemplare in den Humidor legen wollen. Der Zigarrenring im Übrigen passt in seiner Originalität irgendwie auch zu Halloween. 8/10



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Gurkha Xtreme Grand Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wow - eine Gurkha mit Geschmack. Bisher war ich eher enttäuscht von der mit viel Brimborium umgebenen Marke und Gott sei Dank habe ich auf einen Bekannten gehört, der mir die "Extreme" ans Herz gelegt hat. Wie alle Gurkhas präsentiert sich auch diese Vitola lupenrein mit einem attraktiven Zigarrenring. Ein frischer Geruch nach Lebkuchen und Früchtebrot entströmt dem Deckblatt und im Kaltzug geniesst man den Geschmack von Kakao, Gewürzen und Marshmallows. Auch die "Extreme" verwöhnt mit viel Rauch, doch im Gegensatz zur bisherigen Gurkha-Erfahrung schmeckt er nicht nur gut, sondern überzeugt auch mit einer gewissen Komplexität. Eichenholz und viel Erde geben Struktur und Substanz, darum herum entwickeln sich herrliche Kakao-, Cappuccino- und Haselnussnoten. Eine gehörige Portion Pfeffer begleitet dieses Aromenspiel zu Beginn, um dann im Verlauf dezenter im Hintergrund und retronasal zu wirken. Auf den Lippen schmeckt man neben etwas Salz auch Anklänge von geriebener Orangenschale. Gegen Ende des sehr kurzweiligen Rauchvergnügens karamellisieren die Holztöne zu süsslichen Geschmacksanteilen und mit feinem, süssen Ledergeschmack geht der Smoke zu Ende. Preislich völlig in Ordnung ist dieses mittelstarke Raucherlebnis eine Empfehlung und eine Wiederholung wert. 8+/10



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Bespoke Traditional Line Cotton tail
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

52-Ringmass am Kopf und ein 62-Ringmass am Fuss, der noch dazu mit einem immer adrett wirkenden Pigtail abgeschlossen ist, lässt einen kurz überlegen, wo man denn nun cuttet. Ich beschliesse, den Pigtail in Flammen zu setzen und die Triple-Cap mit der Schere zu öffnen. Der Kaltzug entfällt damit, aber auch so ist der Duft des einwandfreien Deckblattes nach Stall, Zimt und Süßkirschen ausgesprochen Appetit anregend. Es dauert etwas, bis sich der Fuss glutrot färbt, was mit einer steigenden Vorfreude auf den ersten Zug verbunden ist. Und den vergißt man nicht so schnell, pure beste Chili-Schokolade. Darauf folgt ein Crescendo von Nussaromen, das sogar einen Hauch von Kokosnuss nicht auslässt. Diese Vitola, die schon in den frühen 60-iger Jahren erhältlich war, tut alles, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Geröstete Holztöne tauchen neben dem Nuss-Geschmack auf und erzeugen süsse Vanille- und Karamellnoten. Die Schärfe wird auf ein dezentes Mass abgemildert und die Cotton Tail entwickelt nun bei mittelstarkem Körper eine Komplexität, die ihresgleichen sucht. Auf der einen Seite sind Fruchtnoten von Rosinen, Dattel und Feigen zu schmecken, auf der anderen Seite wähnt man sich aber auch in einer von würzigen Aromen erfüllten Backstube. Der Rauch ist dabei cremig, bleibt aber akzentuiert. Langsam nähert sich der Smoke der zweiten Hälfte dieses erstaunlich vergnüglichen Erlebnisses. Der Abbrand war nicht gerade einwandfrei, hat sich aber immer wieder besonnen. Der Rauch verliert seine Kühle ein wenig und die Aromen nehmen einen erdigen und auch geradlinigeren Charakter an. Die Erdtöne werden satter und mit aufsteigenden Leder- und immer noch vorhanden Zedernholznoten kommt in Verbindung mit der aromatischen Süsse Kuba-Flavour auf. Ich bin hin und weg. Ein komplexes, abwechslungsreiches, ja geradezu spannendes Rauchvergnügen klingt langsam aus. Sehr empfehlenswert und bei dem zur Zeit reduzierten Preis fast ein Schnapper. 9+/10



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Perdomo Nicaragua Bourbon Barrel Aged (BBA) Maduro Epicure
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese Epicure aus dem Hause Perdomo ist die dritte und damit letzte Zigarre des Tasting-Projektes von CigarSense. Für mich war diese Puro aber auch das Highlight der Woche. Die lange gereiften Tabake geben ihre konzentrierten ätherischen Öle mit einer seltenen Intensität ab. Um den Geschmack von angeröstetem Zedernholz herum schmeckt man Kakao, süsse und salzige Gewürze, Kaffee, Gebäck und Haselnuss in immer wieder leicht veränderter Zusammensetzung. Im letzten Drittel tritt der Ligero-Anteil stärker in den Vordergrund und die Stärke der Zigarre ist bestimmt nicht mehr medium. Dafür bekommt man noch ein paar wuchtige Erd- und Lederaromen geschenkt. Keine Ahnung, was der Fassreifung des Maduro Deckblattes zuzuschreiben ist, aber das ist rundherum ein geschmacksintensiver, sättigender Smoke. Eine toll anzuschauende Anilla, ein guter Zugwiderstand und ein nahezu perfektes Abbrandverhalten mit weisser, lange sitzender Asche rundet das Vergnügen ab. 8+/10



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La Aurora 107 Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die zweite Zigarre von insgesamt einem Trio, das in der CigarSense "Sensory Exploration Week" verkostet wird. Auf der Haben-Seite ist das würzige Geschmackspaket von Zedernholz, Erde, Nuss, Weizenkräcker und Milchkaffee zu erwähnen. Die Aromen entwickeln sich über den Rauchverlauf und werden durch fruchtige Anteile zu einem besonderen Genuss. Das Erscheinungsbild liegt im oberen Durchschnitt mit einer old-fashioned Anilla, die irgendwie Frische und Eleganz vermissen lässt. Der zweite Ring kommt mir überflüssig vor. Schade, dass der sehr lockere Zugwiderstand die Aromen nicht bündelt und auf das sehr aufgeweichte, etwas bittere letzte Drittel möchte man verzichten. Aber an dem angenehmen Geschmack und der attraktiven Preisgestaltung kommt man bei einer Bewertung aber nicht vorbei. 8/10



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Alec Bradley Family Blend The Lineage Robusto 552
verifizierter Kauf

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Diese Robusto wurde im Rahmen des CigarSense "Cigar Sensory Exploration" - Projekts geraucht. Gefallen haben mir neben der Konstruktion mit hübschem Pigtail und dem Zigarrenring die würzigen Kräuteraromen, der Geschmack von frischer Erde, die Nußnoten und die Fruchtanteile im letzten Drittel. Ebenfalls war gegen das Abbrand- und Zugverhalten nichts einzuwenden. Das Deckblatt war gut anzusehen, es war glatt und trocken und wies nur wenige, kaum sichtbare Adern auf. Mit "Alec Bradley" macht man selten etwas verkehrt, in diesem Falle allerdings habe ich mich an dem sehr dominanten Holzgeschmack, der keineswegs cremig war, gestört. Er vermittelte dem Blend eine trockene, florale Note, die zur Bitterkeit neigte. Zusammengefasst war es halt nicht mein Ding. 7/10



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Davidoff 702 Series Special R

Länge: 12.38Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Davidoff in Black - aber gewohnt elegant und schön im ersten Erscheinungsbild, bis man weiche Spots in der Konstruktion feststellt und sich über eine dilettantisch angebrachte Kappe wundert. Der verführerische süsse Tabakgeruch, der vom schokoladenbraunen Deckblatt aufsteigt, lässt einen diese Unzulänglichkeiten fast vergessen und bei dem Geschmack von feinstem Leder im Kaltzug, der angereichert ist mit Noten von Oolong Tee, ist einem das schon wieder egal. Die ersten Züge nach der leichten Flammenannahme über dem Streichholz sind charaktervoll bestimmt von Leder, Erde und Kaffeegeschmack. Weisser Pfeffer sorgt für Spannung und wird zu einem angenehmen Begleiter, als er durch Mandelsüsse abgemildert wird. Für Komplexität sorgen eine Fülle von Gewürzen, die sich ab dem zweiten Drittel abwechselnd an dem Raucherlebnis beteiligen. Kreuzkümmel, Zimt und auch Wacholderbeeren schmeckt man, die Süsse der Mandeln nimmt parallel dazu Nougat-Charakter an. Das schmeckt, wird aber eingeschränkt durch einen trotz der vorsichtigen 7 mm Bohrung viel zu luftigen Zugwiderstand. Zumindest ein halbes Blatt des unbestreitbar wertvollen Tabaks in der Füllung hätte dem Stick gut zu Gesichte gestanden. Im letzten Drittel ist die Special R ganz schön weich geworden und ein Geschmack von Milchkaffee kann nur unzulänglich eine aufkommende Bitterkeit in Schach halten. Der Abbrand war OK, die Asche aber bröselig und immer auf der Suche nach einem anderen Aufenthaltsort. Es ist ein netter Smoke, aber mehr auch nicht und diesen Preis auf keinen Fall wert. 8/10



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Crowned Heads Limited Edition 2019 Le Careme Belicosos Finos
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Festgerollt in einem leicht fleckigen, seidig-glatten Deckblatt in schwarzbraunem Maduro Farbton liegt der kurze Stick mit dem dünn ausgerollten Belicoso Mundstück wunderbar in der Hand. Ein prächtiger Zigarrenring tut sein Übriges für einen mehr als guten ersten Eindruck. Kalt riecht diese Limited Edition 2019 nach Leder, Kaffee und getrockneten Früchten. Der Kaltzug bringt Schokolade in den Vordergrund und die Fruchtnote wirkt lebendiger und frischer. Die ersten Züge sind bereits erfreulich cremig und schmecken nach Leder, Espresso und frischem Gebäck. Der Zugwiderstand - nach großzügigem Cut - ist perfekt und damit das Angebot an Rauch großzügig. Retronasal sind Kaffeenoten zu spüren, aber auch eine Schärfe, die eher an Meerrettich erinnert als an Chili. Durch eine feine Holznote, die auch Süsse mit sich bringt, nimmt das Raucherlebnis zum Ende des ersten Drittels - das angesichts der zur Verfügung stehenden knapp 13 cm nicht so lang ist - eine komplexere Struktur an. Der Abbrand ist einwandfrei und scharfkantig und ein Blick auf den Kontrast zwischen der festen, weissen Asche und dem fast schwarzen Deckblatt macht Laune. Als sich Schokoladengeschmack ausbreitet, taucht auch eine Fülle von fruchtigen Aromen auf. Johannisbeeren, Orangen und Limonen verbinden sich mit der Schoko-Note und der dezenten Schärfe zu einem wunderbaren Geschmacksmoment. Als noch "Salted Caramel"- Anklänge hinzukommen, ist der Genuss perfekt. Der Abgesang wird eingeläutet, als sich die saueren Anteile der Fruchtmischung in den Vordergrund schieben und mineralische Noten auftauchen. Der mittlere Körper und die mittlere Stärke dieser Belicosos Finos haben ihre Schuldigkeit getan. Man legt sie zufrieden ab - wenn man noch ein paar im Humidor liegen hat. 8+/10.



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A.J. Fernandez Bellas Artes Maduro Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 13.97Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine traumhaft schöne Erscheinung in fast schwarzem Maduro-Gewand mit zwei adäquaten Zigarrenringen. Eigentlich zu schade zum Verbrennen. Ein Duft von bitterer Schokolade und frisch gebackenem Brot entströmt dem Deckblatt und in intensiverer, mit etwas Pfeffer angereicherter Form dem Zigarrenfuß. Das aktuelle CigarJournal adelt diesen Stick mit 94 Punkten und meine Vorfreude ist nicht mehr zu überbieten. Neunzig Minuten später sitze ich ratlos da und beginne zu verstehen, was in manchen Bewertungen steht: "Erfahrenen Rauchern zu empfehlen". Bisher bin ich eher mit einem kleinen Lächeln über diesen Hinweis hinweggegangen, fühlte ich mich doch dieser Klasse der erfahrenen Raucher bereits zugehörig. Pustekuchen, diese Zigarre hat mir eine Grenze aufgezeigt. Nicht dass sie zickig im Abbrandverhalten war oder der Zugwiderstand etwas zu wünschen übrig liess. Ganz im Gegenteil. Es war diese pure, ungeheuer würzige Tabakkraft, mit der mich die Robusto von Anfang an auf Abstand hielt. Jeder Zug, gleichgültig ob vorsichtig oder mutig unternommen, erzeugte eine Blase dichten, salzig-würzigen Rauch in meinem Mund, in der ich nicht keinen einzelnen Geschmackseindruck identifizieren konnte. Es war ein Gefühl, als hätten sich die Aromen von Holz, Leder, Nuss, Schokolade, Kaffee und getrockneten Früchten unlösbar miteinander verbunden. Auch retronasal bot sich keine Gelegenheit, etwas anderes als diese salzige, intensive Würze wahrzunehmen. Eine Frage der Reifezeit, eine Frage der relativen Luftfeuchtigkeit im Humidor, eine Frage des Cuts, eine Frage der Rauchtechnik oder eine Frage des individuellen Exemplars? Auf jeden Fall eine Frage der eigenen Unerfahrenheit, denn die Qualität dieser Vitola muss außer Frage stehen. Für den Augenblick erstelle ich ein provisorisches Aroma-Profil und verzichte auf eine Bewertung, die mir ohnehin schwer fiele. Ich habe noch vier Exemplare und werde je zwei unter unterschiedlichen Bedingungen mindestens ein halbes Jahr reifen lassen. Dann werde ich mit hoffentlich etwas mehr Erfahrung und vielleicht dem ein oder anderen Ratschlag von passionierter Seite einen neuen Versuch starten.



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Illusione ECCJ 20th Anniversary 1er
verifizierter Kauf

Länge: 15.88Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Von den Zigarren, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal rauchen konnte, ist diese Parejo sicher nicht das schönste Exemplar. Genauso sicher ist aber auch, dass es das geschmackvollste und harmonischste Raucherlebnis des bisherigen Jahres war. Auf einem Grundgeschmack mit sattem Erdaroma breiten sich Kräuter, Cappucino, Kakao und Haselnussnoten von einer bisher in dieser Form nicht erlebten Feinheit aus. Die begleitende Süsse erinnert an sahnige Karamellbonbons. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen und Spannung aufzubauen, sind auch immer wieder pfeffrige und/oder salzige Noten eingestreut. Im letzten Drittel wird Zedernholzaroma der besten Güte, das retronasal immer dezent zu verspüren war, prominenter. Die aufkommende Härte wird sofort vom Geschmack reifer, roter Paprika abgemildert. Der Rauch ist dicht, voller Creme und samtig. Der Geschmack der einzelnen Komponenten zerplatzt in kleinen Bläschen am Gaumen, an dem nach der Ablage noch lange das Aroma von süssen Gewürzen zu spüren ist. Der Abbrand ist messerscharf, die Asche weiss und fest und der Zugwiderstand optimal. Der Körper des Rauches ist höchsten medium, das Nikotinangebot aber großzügig und die Stärke somit im oberen Bereich. Um sicher zu sein, mich nicht einer "Illusion(e)!" hingegeben zu haben, fasse ich diese Bewertung erst nach dem Genuss von drei Exemplaren ab. Die Erlebnisse waren mit kleinen Abweichungen konsistent - deshalb trotz des Preises eine ehrliche Kaufempfehlung und meine persönliche Höchstnote. 10/10



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Hemmys Maduro Aba 56
verifizierter Kauf

Für meine Verhältnisse habe ich eine "Mordsrolle" in der Hand, deren Colorado Claro Deckblatt glatt ist und seidig glänzt. Leder- und Nussnoten kitzeln die Nase, beim Kaltzug nimmt man dagegen eher süsse und florale Geschmacksanteile wahr. Es dauert schon seine Zeit, bis der Fuß geflämmt ist, dann kommt bei geringem Rauchwiderstand ein ausbalancierter Geschmack von Zedernholz und Walnuss auf die Zunge. Im weiteren Verlauf mischen sich Lederaromen ein, seltsamerweise ist der Abgang erdig-süss. Eine ungewohnte, aber schmackhafte Variante, die über einige Zeit anhält. Im Hintergrund baut sich dezent Pfeffer auf und ab der Mitte des Raucherlebnisses tritt allmählich, aber unaufhaltsam eine bittere Kaffeenote auf. Als die Zigarre eine schwammige Konsistenz bekommt, verschwindet die Bitterkeit und frische, florale Noten von Paprika und Minze sorgen noch einmal für Abwechslung. Die Holznote und die Süsse kommt zurück und der Smoke klingt aus mit dem Geschmack von Süssholz auf den Lippen. Die Aba 56 bietet ein abwechslungsreiches und in einigen Abschnitten auch komplexes und geschmackvolles Raucherlebnis. Bei einigen Unregelmässigkeiten im Abbrand und der fehlenden Creme im Rauch reicht das aber für mich nicht für eine Wiederholung. Da dabei auch das Format, dem ich eher abgeneigt gegenüber stehe, eine Rolle spielt, sollte man diesem Urteil keine große Bedeutung zumessen. 7+/10



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Oscar Valladares 2012 by Oscar Corojo Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Als erstes fällt die zur Marketing-Idee hinter dieser Zigarre passende Anilla im Maya-Stil auf und sie gefällt mir. Weniger gefällt mir das sehr rustikale Deckblatt. Es sind nicht die fühl- und sichtbaren Blattadern, sondern die nachlässig gerollt wirkenden Nähte und eine körnige Kappe, die aus der Hobby-Tabacalera zu stammen scheint. Den V-Cut nimmt die Kappe auch übel und bevor das Raucherlebnis beginnen kann, steht eine mikrochirurgische Korrektur an. Irgendwie stören mich diese Dinge nicht - abgesehen davon, dass man in dieser Preisklasse eine bessere Qualität erwarten kann. Der würzige Tabakgeruch mit leichter Honigsüsse im Hintergrund tröstet mich bereits bei den kleinen Reparaturarbeiten. Die Flamme wird bereitwillig und nun guten Willen beweisend von der Toro angenommen. Der Rauch ist seidig-weich und schmeckt angenehm nach Erde und Kaffee. Ein kurzer Pfefferblast taucht für zwei, drei Züge auf, um danach zunächst im Hintergrund zu verschwinden. Ab dem Ende des ersten Drittels taucht er in der Gestalt von Kresse-Schärfe wieder auf und bleibt dezent begleitend, aber beständig auf der Zunge. Die Kaffee, Erde und jetzt auch Nussaromen lehnen sich bald an eine würzige Holznote an. Eine leichte Honigsüsse verhindert, dass der Rauch, der großzügig - aber beileibe nicht fett - angeboten wird, bittere Anteile bekommt. So wirkt die "2012" im Körper leicht bis medium, die Nikotinstärke jedoch ist nicht zu vernachlässigen. Einen sehr interessanten Beitrag liefert Mitte des zweiten Drittels eine florale Note von Veilchenpastillen, die auch retronasal zu spüren ist. Der Gesamteindruck bleibt gut ausbalanciert und gewinnt noch an Komplexität, als sich der Geschmack von schwarzen Früchten, der an Johannisbeeren erinnert unter das Aromenangebot mischt. So endet dieses Raucherlebnis auf einem sehr ansprechenden Niveau, das erklärt, warum der Blend viele Freunde gewinnen konnte. Me Too (!), obwohl die Verarbeitung ist das Geld nicht wert. 8+/10



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