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Humidor Blue Cloud

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Fürst Bismarck Royal Corona
verifiziert

Länge: 14.92Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Empfohlen wurde mir diese Zigarre durch einen Bekannten, dessen Geschmack und Einschätzung ich vertraue. Ich gebe zu, dass ich mich ein wenig überwinden musste. Erstens haben wir es hier mit einem Connecticut Shade Deckblatt zu tun, das ich sonst meide, wie der Teufel das Weihwasser und zweitens steht in meiner Gegend der Name "Fürst Bismarck" eher für einen guten Doppelkorn. Mein Vertrauen wächst wieder, als ich die schön anzusehende Royal Corona mit ihrem seidigen, glatten und fast Adern freien Claro Gewand in der Hand habe und feine Leder und Kaffeenoten den Appetit anregen. Auch der Kaltzug präsentiert diesen Ledergeschmack angereicht mit etwas Schokoladensüsse. Der Stick ist fest gerollt, nur oberhalb der Kappe offenbaren sich zwei Softspots, die aber während des Smokes nicht weiter aufweichen. Der Zigarrenring ist dezent und wirkt ein wenig verloren angesichts der Länge dieser Vitola. Dafür glänzt auf ihm eine Miniatur des früheren Reichskanzlers - ohne ein "Körnchen" in der Hand. Die ersten Züge bringen bereits Leben in die erwähnte Ledernote. Man spürt schnell, dass man keinen Nikotinschock fürchten muss und doch ist der Rauch gehaltvoll und hat einen mittleren, cremigen Körper. Ein sehr schöner Nußgeschmack stellt sich ein und allmählich tauchen sanft-würzige Holznoten auf, die sich am Gaumen angenehm ausbreiten. Ohne Zweifel hat man es mit gut gereiftem Tabak zu tun, der neben den bereits erwähnten Aromen eine natürliche Süße bereit hält. Es ist eine der wenigen Zigarren, die perfekt zu einem Spitzen-Rose-Wein - wie dem 2016 Illusion Blanc de Noire - passen. Ausser dem Nussanteil und einem sich allmählich steigernden Geschmack von Sandelholz verändert sich nicht viel während des Rauchverlaufes. Aber das muss es in diesem Fall auch nicht, weil der Geschmack stimmt und das Abbrandverhalten völlig problemlos ist. Über 90 Minuten Rauchgenuß, bis dann doch das Shade-Deckblatt mit Bitterkeit und dem muffigen Geschmack von feuchter Pappe zuschlägt. So schmerzt jedoch die Ablage des durchaus empfehlenswerten Stücks nicht so sehr. Ein feines Preis-Leistungsverhältnis wird mich die Fürst Bismarck noch öfter rauchen lassen. 8+/10



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Ashton ESG (Estate Sun Grown)  22 Years Salute (Figurado)
verifiziert

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Sehr vergleichbar mit der "ESG 20 Years Salute" im Hinblick auf die exzellente Qualität der Tabake, der Konstruktion und den bestechend gemischten Aromen. Die Geschmacksentwicklung des cremigen Rauches hält den Raucher über den gesamten Verlauf in Bann. Man erlebt buttrige Gebäckaromen, Röstnoten von Holz, Nuss- und feinen Kaffeegeschmack und angenehme Honigsüsse in immer wieder neuer, aber zu jeder Zeit spannender Zusammensetzung. Wer gerne ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer während des Smokes in der Nase hat, braucht auch darauf - zumindest im zweiten Drittel - nicht verzichten. Wer das Aroma von frischem Waldboden und edle Ledernoten mag, schmeckt auch diese immer wieder begleitend heraus. Überzeugendes Rauchverhalten ohne jeglichen Kritikpunkt setzt man fast schon voraus in dieser Preisklasse und doch sind es Naturprodukte, die auch immer wieder eine Überraschung bereit halten. Ich bin überzeugt davon, dass es alleine schon "teuer" ist , eine bestmögliche Kontinuität in einer gehobenen Qualität zu gewährleisten. Zumindest beruhigt diese Überzeugung neben dem unbeschreiblichen Genuss mein Gewissen, wenn ich wieder einmal etwas zuviel Geld für einen Smoke ausgegeben habe - oder werde. Ich muss ja jetzt noch die "24 Years Salute" bestellen, die im letzten Cigar Journal eine feine "94" erhalten hat. 9/10



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Plasencia Alma Fuerte Nestor IV Toro (6-1/4x54)
verifiziert

Länge: 15.88Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Durch die Bank war ich noch nie von einer Zigarre aus dem Hause Plasencia enttäuscht. Mit der Alma Fuerte Serie hat sich die satte Zufriedenheit zu einer solch überschwänglichen Begeisterung gesteigert, daß mir bereits beim Anblick der Banderole das Wasser im Mund zusammenläuft. Passend zum dunkelbraunen, glänzenden Deckblatt ist das "P" in einem schönen Goldton gehalten und selbst der den Fuß schützende Goldring gefällt dem Auge. Auch die Nestor IV Toro hat diesen verführerisch süßwürzigen Geruch, der auch im Kaltzug - angereichert mit einer fruchtigen Note - erkennbar ist. Die leichte Boxpressung ist zu vernachlässigen - es ist einfach eine schöne Zigarre, die zudem perfekt gerollt ist. Nach einem langsamen Toasten, das in erster Linie der Steigerung der Vorfreude dient, braucht die Nestor keine Anlaufzeit. Voller, cremiger Rauch füllt bereits bei den ersten Zügen den Mund und erinnert an das herrliche Pfeffersteak in meinem Lieblingsrestaurant. Retronasal ist der Pfeffer vielfältig und frisch, auf der Zunge bleiben leicht animalische Röstaromen. Nach einigen Zügen kommen die ersten harmonischen Friedensangebote in der Form von Sandelholz, Erde, Kaffee und einem herrlichen Mandelgeschmack. Der Pfeffer wird dezent, bleibt aber an Chilli erinnernd im Hintergrund spürbar. Zum zweiten Drittel hin taucht der Geschmack von Kakaobohnen und braunem Zucker auf. Dazu spielen Gewürze in Richtung Zimt eine kleine, aber wesentliche Nebenrolle. Kakao und Zucker mischen sich dann zu einem Geschmack von Schokolade, der unvermutet bitter erscheint, sich dann aber als ein zusätzliches Aroma von Sauerkirsche, Dörrobst und Minze entpuppt. Es entwickelt sich ein Wechselspiel dieser Geschmacksrichtungen, das Vergnügen macht. Allmählich verbinden sich die Aromen zu einem Stück Nougat und als Mitspieler taucht der buttrige Geschmack eines zerkauten Leibnitz-Kekses auf. Leichte Chillinoten sind nach wie vor im Hintergrund spürbar, auch geben Holz und Erde dem Rauch weiterhin Struktur. Alles ganz nahe an an dem schwer zu übertreffenden Potential einer Nicarao Don Rafa. Der Smoke endet mit dem Geschmack von Nougat, Trockenfrüchten, Holz und etwas Hefe und wie das Erwachen aus einem Traum. "A must to smoke" trotz des nicht gerade schlanken Preises. Kann man sich auch mal schenken lassen. Ach ja, Asche fest - Abbrand rattenscharf - und Zugwiderstand nach Bohren optimal. 9+/10



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La Estancia Edicion Exclusiva EE 52 (Robusto)
verifiziert

Länge: 14.92Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem man den völlig übertrieben gestylten goldenen Zigarrenring und den ebenfalls goldenen Schutzring am Fuss entfernt hat, schaut man auf eines der schönsten und makellosesten Deckblätter, das zumindest ich je gesehen habe. Es glänzt in gleichmässigem Colorado-Farbton seidig in der heute viel zu warmen Sonne und riecht verführerisch nach Schokolade und Zimt. Einen Moment kommt die Befürchtung auf, das schöne Teil würde bei diesen Temperaturen schmelzen. Ein kleiner Zopf am Kopf vervollständigt die optische Wertigkeit auf eine elegante Weise. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man diese Schönheit in diese fürchterliche Anilla zwängen kann. Egal, das Zöpfchen fällt dem Cutter zum Opfer und die Zigarre wird zum Brandopfer. Ein angenehm würziger erdiger Start mit etwas Pilzaromen und reichlich weissem Pfeffer in der Nase entspricht so gar nicht dem Kaltgeruch von Schokolade. Es dauert ein paar Züge, bis sich - parallel zu dem Geschmack von Waldboden - Leder und Gebäckaromen entwickeln, die dann bald schon die Süsse von Schokolade und Nuss erkennen lassen. Ein feines Aromenspiel setzt ein, zu dem Zimt, Kardamon und Ahornsirup weitere Anteile liefern. Sehr, sehr lecker und wenn auch diese komplexe Geschmacksmischung fast durchgängig unverändert bleibt, ist man bei einem solchen Genuss keinesfalls enttäuscht. Die Nikotinzufuhr ist nicht von schlechten Eltern, ab und an ist eine kleine Korrektur des Abbrands angesagt. Der Zugwiderstand ist perfekt und man wird mit cremigem, vollen Rauch bedient. Alles bewegt sich in der Klasse der besseren Fuente Produkte und trotzdem fehlt irgendetwas bei dem aufgerufenen Preis. Ohne Zweifel handelt es sich hier um allerbeste Handwerkskunst und allerbeste Tabake. Aber ich vermisse eine gewisse Spannung, diese überraschenden Geschmackspiralen, die noch einmal eine Extraportion Genuß drauflegen. 8+/10



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Don Pepin My Father La Opulencia Petite
verifiziert

Länge: 11.43Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der kleine Stick ist perfekt herausgeputzt. Zwei schöne Zigarrenringe im klassischen My Father Style und ein grüner Seidenschutz am Fuss geben nur wenig dunkelbraune Tabakfarbe zu erkennen. Dabei braucht sich das tadellose Deckblatt nicht verstecken, was man nach dem Entfernen der schmucken Bekleidung mit Vergnügen feststellt. Die nächste Erkenntnis ist, dass es sich bei der "Petite" entgegen der Beschreibung um ein "Box-Pressed" Exemplar handelt. Für mich macht das keinen Unterschied, viel mehr zieht mich der würzige Schokoladenduft an, der am Fuß - und auch beim Kaltzug - noch ein paar zusätzliche Noten von Leder und Pfeffer im Angebot hat. Wahrscheinlich liegt es am Renommee des Produzenten, aber irgendwie kommt in mir das Gefühl von besonderem, wertigem Tabak hoch. Nach dem Anzünden belohnt diese kleine Vitola den Vergnügungssüchtigen sofort mit einem cremigen, dichten Rauch, der nach Erde, Holz und süssen Gewürzen schmeckt. Eine zarte Pfeffernote begleitet die ersten Züge, bevor sich dann ein komplexes, sehr würziges Aromenspiel entwickelt. Schokolade, Kaffee und Erde sind die Hauptdarsteller, aber auch die Nebenrollen sind mit Vanille, Leder und wechselndem Nussgeschmack hervorragend besetzt. Alles wirkt sehr harmonisch und "gewollt" - es ist schon bewundernswert, was gewisse Experten der Tabakkunst immer wieder für Zauberkunststücke abliefern. Im letzten Drittel wird das Leder dominant und mineralische Anklänge lassen den Geschmack ein wenig bitter werden. Fast glaubt man nach mehr als einer Stunde Rauchvergnügen, dass diese Note als Vorsichtsmassnahme gegen verbrannte Finger eingebaut ist. Gutes Zugverhalten, feine feste Asche und eine scharfe Abbrandkante runden das Erlebnis entsprechend ab. Diese Vitola sollte man sich gönnen. 9/10



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El Artista Cimarron Connecticut Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Obwohl das Connecticut Deckblatt nicht zu meinen Favoriten gehört, war es nach den vergnüglichen Erfahrungen mit der El Artista Cimarron Maduro Robusto fast selbstverständlich auch diese Version zu probieren. Ebenfalls offensichtlich von Profis konstruiert, ist sie fest gerollt mit einem glatten Deckblatt, das nach Heu und Ingwer duftet. Nach Kaffee schmeckt der Kaltzug und hat bereits diese Pfeffer/Rettich- Note, die das gesamte Raucherlebnis begleiten wird. Diese Schärfe ist speziell und irgendwie nicht endgültig einzuordnen. Aber sie ist angenehm für den Aficionado, der diesen Geschmack nach zu vielen Schokoriegeln aus Nicaragua als willkommene Abwechslung zu schätzen weiß. Der Rest des Aromaprofils ist dem der Maduro ähnlich und ebenfalls spannend zusammen gesetzt. Kaffee, Nuss, Holz, etwas Erde, etwas Leder und Anklänge von Dörrobst sind jedoch dezenter als beim dunklen Bruder. Die getrockneten Früchten stellen sich weniger süß dar und - wie bereits gesagt - ist die Schärfe von anderer Qualität. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es weder das Zug- noch das Abbrandverhalten, sondern eine leichte Bitterkeit, die sich im letzten Drittel bemerkbar macht. Wenn einem das bis dahin durchaus spürbare Nikotin reicht, beendet man einfach den Smoke mit einem schönen Aroma von Holz, Nuss und Wasabi auf der Zunge - und in der Nase. Diese Connecticut ist - für mich ausnahmsweise - eine empfehlenswerte Abwechslung mit einem guten PLV. 8/10



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Carlos Torano Single Region Jalapa Churchill

Länge: 17.78Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine Rarität hinsichtlich der Tabakauswahl, stammen doch alle verwendeten Blätter aus einer Region Nicaraguas und dort von einer Farm - sozusagen eine Puro-Puro. Von "Carlos Torano" bin ich zwar unterschiedlichste Geschmacksrichtungen gewohnt, allerdings war bisher die Qualität der Konstruktion immer untadelig. Einige frühere Bewertungen lassen dagegen zumindest an eine fehlende Konsistenz in der Herstellung denken. Mein Exemplar entspricht meinen bisherigen Erfahrungen. Ein sehr elegantes, glattes und nur mit wenigen dünnen Blattadern besetztes dunkelbraunes Deckblatt umhüllt eine voll gefüllte, feste Rolle. Süßholz und Leder sind der erste Geruch, der in die Nase steigt. Der Geschmack beim Kaltzug erinnert an den Pfefferkuchenmann. Eben dieser krabbelt mir auch sofort nach der Flammenannahme in der Nase herum. Dazu gibt es am Gaumen würzige Holz- und Lederaromen und mit ein wenig Phantasie auch etwas Schokosüsse. Ein nicht alltäglicher Beginn, der durchaus Erwartungen für das kommende Raucherlebnis schürt. Nur einige wenige Züge später verlässt den Rauch jegliche Cremigkeit, der Holzgeschmack wird bitter und übertönt bald alle vielleicht noch vorhandenen Geschmacksnoten. Traurig - ich lege die Churchill ab nach gerade einmal zwei gerauchten Zentimetern. Sie sieht immer noch so elegant aus.....ich nehme den Cutter, durchtrenne sie knapp unterhalb der Mitte und entzünde sie nach kurzem Degasieren erneut. Nach zwei Zügen ist dann auch dieser Versuch beendet. Der faulige, bittere Geschmack im Mund ist nicht zu beschreiben und ich möchte ihn auch schnell vergessen. Gott sei Dank wächst Koriander im Kräutergarten und mit einem kleinen Bündel frischer Blätter im Mund versuche ich mir einen anderen Geschmack herbei zu kauen. Auf eine Benotung verzichte ich diesmal und gehe auch nicht weiter auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.



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Man O' War Ruination Robusto # 2

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wenn auch vom Hersteller nicht beabsichtigt, denke ich als Turffreund bei Man O´War an die amerikanische Rennpferde-Legende, die 20 von 21 Rennen gewann und mit seinem Enkel Sea Biscuit durch den gleichnamigen Film auch einem breiteren Publikum bekannt wurde. Das ist mir bedeutend lieber als alles, was mit Krieg zu tun hat. Friedlich ist auch die Atmosphäre, die sich bei einem Blick auf das wunderschöne Deckblatt dieser Zigarre ausbreitet. Ein würziger Geruch nach Holz, Kaffee und ein wenig Stallgeruch tut sein Übriges. Die Töne von Dung spiegeln sich dezent im Kaltzug. Schwer und festgerollt erinnert mich das gute Stück an alles, nur nicht an eine Robusto. Es dauert auch etwas länger als gewöhnlich, bis die #2 in Gang kommt. Aber dann macht die Ligero-Komponente mit einer einschmeichelnden Wucht auf sich aufmerksam. Man spürt früh die Schwere des Tabaks und den nicht geringen Nikotinanteil, freut sich aber gleichzeitig über frische, cremige Holz-, Nuss-, Zimt- und Pfefferaromen. Die Stärke lässt über den Verlauf nicht nach. Ebenso beständig ist aber auch die Verführung durch die komplexen Noten, zu denen in der zweiten Hälfte auch Kaffee, Aprikosen und Sandelholz gehören, das Raucherlebnis nicht verfrüht zu beenden. Gegen Ende des Rauches habe ich mir noch etwas Unterstützung durch einen alten Port gegönnt, was sich als eine hervorragende Idee herausstellte. Das Rauch- und Abbrandverhalten verdient die Note "Gut", die Asche ist etwas bröselig und inkonsistent. Der würzige Holzgeschmack bleibt lange in Erinnerung und am Gaumen, auf jeden Fall bekommt man etwas für sein Geld. Wenn nur der Portwein nicht so teuer wäre....8+/10 und vorher etwas essen.



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La Flor Dominicana Edicion Limitada Andalusian Bull
verifiziert

Länge: 16.51Durchmesser: 2.54 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Auf den Rat eines Freundes habe ich ein paar Exemplare bei bekannterweise seltener Verfügbarkeit ergattert. Die zahlreichen positiven Bewertungen haben die Erwartung noch zusätzlich geschürt und den Pfingstsonntag hielt ich für den geeigneten Feiertag für den ersten Versuch. Wenn es auch nicht der Heilige Geist war, der mich dann heimsuchte, so war es doch ein "göttliches" Raucherlebnis. Die Bull ist schon geformt wie ein Rauchopfer und riecht dezent nach Holz und Heu. Im Kaltzug kommt eine trockene Süsse hinzu. Das Deckblatt hat ein paar unregelmässige Venen, wirkt aber mit seinem rotbraunen Glanz sehr natürlich. Der Zigarrenring ist einfach nur passend schön in Farbe und Symbolik. Ein fetter geschmackvoller Rauchbeginn mit Aromen von Leder, Holz und Haselnuss macht von Beginn an ein Vergnügen, das sich mit jedem Zug steigert. Gewürze wie Kreuzkümmel und Safran treffen sich in Verbindung mit Mandeln, Karamell und Marzipan am Gaumen. Einige bittere Aromen machen neugierig - in einer Bewertung las ich "Curry" und das erscheint mir nicht zu weit hergeholt - werden aber angenehm abgefedert durch Geschmacksnoten von Feigen und Datteln. Immer wieder dringen der würzige Holz- und Ledergeschmack durch. Gegen Ende vermisst man auch eine dezente Schärfe von weissem Pfeffer nicht mehr und der Mandelgeschmack wird noch einmal mit einem Schuß Vanille veredelt. Keine Probleme mit Abbrand oder Zugverhalten beeinträchtigen dieses ausgiebige, begeisternde und empfehlenswerte Rauchvergnügen. 9+/10



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El Artista Cimarron Maduro Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine mit ganz besonderen Tabakblättern aus wiederentdeckten (Negrito) und neu gezüchteten (T13) Sorten gut gefüllte und festgerollte Zigarre. Ein schönes, adern- und zahnfreies San Andres Deckblatt in dem Colorado Maduro Farbton, der mir gefällt und ein passender unaufdringlicher Zigarrenring runden den ersten Eindruck positiv ab. Die Erde und das Nussaroma im kalten Zustand werden beim ersten Zug nach dem Cut von Espresso und Pimentgeschmack ergänzt. Die Aromen im Rauchverlauf sind gut ausbalanciert, aber auch komplex genug, um diese Robusto aus der Masse herauszuheben. Zedernholz, Erde und eine Schärfe von Sahnemerrettich sind durchgängig präsent und werden im ersten Drittel von Pimentwürze, Röstaromen und Schokolade begleitet. Der Rauch ist vollmundig und ausreichend vorhanden. Der Zugwiderstand kommt der Idealvorstellung nahe und das Abbrandverhalten ist mit leichter Tendenz zum Schiefbrand nicht groß zu bemängeln. Im zweiten Drittel werden die Schokoladennoten dunkler und kräftiger. Die Gewürze bekommen einen süssen Touch von getrockneten Früchten. Man schmeckt Nougat. Gegen Ende werden die Kakaoanteile leicht bitter, Unterholz und Leder verändern den Geschmack und die Stärke über das mittelkräftige Mass hinaus. Allerdings ist immer genug Cremigkeit im Rauch, um den Genuss nicht zu verderben. Ein rundes Vergnügen von mehr als einer Stunde und ein erstaunliches Preis- Leistungs-Verhältnis sind für mich Grund genug, ein paar Exemplare einzulagern. 8+/10



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Trinidad Fundadores
verifiziert

Länge: 19.20Durchmesser: 1.51 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Seitdem ich gestern die Bewertung von "Peanuts" gelesen habe und mich dann daran erinnerte, dass ich aufgrund der guten Erfahrungen mit der Reyes und der Coloniales mir einige dieser Vitola eingelagert hatte, konnte ich den heutigen Tag kaum erwarten. Das Wasser war mir buchstäblich im Mund zusammengelaufen und nach dem Lunch war es dann auch soweit. Zwei Stunden später sitze ich entspannt und vergnügt auf der Terrasse und überlege, ob ich mir heute Abend nicht noch eine zweite Laguito No.1, diesmal zusammen mit "Hannelore" (Ann-Eks Rum) gönnen sollte. Es wird wohl so kommen, denn diese Zigarre, die nicht ohne Grund eine lange Zeit den Diplomaten als Geschenk vorbehalten war, entspricht in vollem Umfang der Beschreibung von "Peanuts". Optisch eine Augenweide mit dezentem, erdigem Tabakgeruch lässt schon der Kaltzug etwas von einer Mischung aus Holz, Honig und Trockenfrüchten denken. Nach einem milden Beginn entfalltet sich ein feinsinniger, komplexer Geschmack von frischem Gebäck, Nuss, Holz und Erde. Retronasal findet man Anklänge von Gewürznelke. Eine leichte mineralische Note führt in das zweite Drittel. Hier werden die Aromen von getrockneten Früchten deutlicher, eine Honigsüsse entwickelt sich zunächst dezent und wird dann beständiger Begleiter. Im letzten Drittel bilden Haselnuss, Schokolade, ein wenig Kaffee, der Geschmack von Walderde und Holz mit dem Honig eine Geschmacksmischung, die ihresgleichen sucht. Das Abbrandverhalten ist gut - bei einem leichten Schiefbrand - die Asche ist fest und steht lange und der Zugwiderstand ist perfekt für dieses Format. Der Smoke ist mittelstark und die Aromen verbleiben lange am Gaumen. Wie sagt man? Teuer, aber sein Geld wert. 10/10



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Plasencia Alma Fuerte Sixto II Hexagono (6x60)
verifiziert

Länge: 15.24Durchmesser: 2.38 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein Zigarrenkunstwerk - für besondere Anlässe. Alleine der samtige Glanz des Colorado Maduro Deckblattes, das mit leichten Farbwechseln die Patina von wertvollem, gealtertem Leder besitzt und der betörende Duft nach Walderde, Honig und Schokolade sind aus einer ganz besonderen Welt. Optisch und haptisch eine perfekte Konstruktion mit drei Zigarrenringen, die das farbliche Spektrum wunderbar ergänzen. Der dritte Ring mit dem Plasencia Logo liegt wie eine Perlenkette um das untere Drittel der Zigarre und ist bis zum Schluß hübsch anzusehen. Die Vitola hat - auch durch ihre aussergewöhnliche sechseckige Pressung - eine wertige Ausstrahlung, fast möchte man sagen, eine Persönlichkeit. Darüberhinaus schmeckt sie auch noch fantastisch und verwöhnt über die gesamt Rauchdauer von fast zwei Stunden mit feinsten Aromen von Leder, Erde, Schokolade, würzigen Kakaoaromen, Walnuss, Pistazie, Trüffeln und Honigsüsse. Es gibt nur wenige Anklänge von Holz, die Struktur wird eher gestützt von dezenten, wechselnden Pfeffernoten. Der sahnig-cremige Rauch ist komplex, aber immer elegant und ich verkneife mir den Versuch, irgendeine Komposition zu definieren - denn er würde scheitern. Aus der Veränderung, die wohl in der subjektiven Wahrnehmung eines jeden Rauchers liegt, besteht die Grösse dieses Raucherlebnisses. Das Abbrandverhalten und die feste, grau gemaserte Asche runden den Smoke positiv ab. Zweimal löst sich allerdings das Deckblatt - zwar reversibel, aber das passt einfach nicht in den wunderbaren Gesamteindruck und zum Preis. Bei dem nächsten Smoke, den es geben wird, werde ich im Übrigen bohren, statt zu cutten, um dem großzügigen angebotenen Rauch etwas mehr Biss zu geben. Wegen der Deckblattablösung gibt es einen halben Punktentzug. Es bleibt aber, trotz des stolzen Preises, eine klare "Rauch"-empfehlung. 9+/10



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Montecristo Open Master A/T Tubos

Länge: 12.38Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mein Ausflug in die "Montecristo Open" - Welt ist beendet. Nachdem ich schon die Junior wegen dauernder Zugprobleme, die auch mit dem Perfec Draw nicht zu beheben waren, durch die Media Coronas ersetzt habe, werden nun die beim lokalen Fachmann erworbenen "Master" - Vitolas nur noch verbraucht (oder verschenkt). Wie sie schmeckt, kann ich kaum sagen, weil bei drei aufeinanderfolgenden Exemplaren der ständige Tunnelbrand nur vom kompletten Ausgehen der Zigarre bei nicht zumutbarem Zugwiderstand abgelöst wurde. Das sind mir zu viele "Montags"-Erlebnisse. So kommt ein wenig Platz in den Humidor, der zum Probieren anderer, vielversprechender Tabaksrollen genutzt werden kann. Es bleibt die Medias Coronas für den kurzen Smoke, die MC No. 4 für die normale Rauchdauer und die No. 2 für die Spielfilmdauer. Und natürlich die Linea 1935 Dumas, weil sie so lecker ist. 3/10, wobei die 3 Punkte ausschliesslich für die Optik sind.



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Cornelius & Anthony Daddy Mac Robusto (5x52)
verifiziert

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach runden 90 Minuten erfülltem Vergnügen mit Daddy Mac, frage ich mich, ob ich der Optik eines Deckblattes bisher nicht zu viel Bedeutung zugemessen habe. Denn gekleidet war diese Robusto keineswegs einladend. In blassem Dunkelbraun mit unterschiedlich dicken Blattadern und fühlbaren Zähnen steigerte das Deckblatt nicht die Vorfreude. Aber geschmacklich spielte die Zigarre in der obersten Liga mit. Auch das Abbrandverhalten war perfekt und wahrscheinlich hat die optische Qualität eines Deckblattes weder Einfluss auf Letzteres noch auf den Geschmack. Vielleicht kann ja einer der erfahreneren Aficionados bei einer der nächsten Kommentare aufklärend (für mich) wirken. Der Kaltgeruch von feinem Leder findet sich auch im Kaltzug wieder, allerdings ergänzt durch einen Geschmack von Heu und einer sanften Honignote. Das Rauchvergnügen beginnt mit den ersten Zügen, die nach frisch aufgebrühtem Kaffee schmecken. Erst allmählich stellt man fest, dass sich der Kaffeegeschmack aus malzigen Schokoladennoten, würzigen Gebäckaromen und Walnuss komplex zusammensetzt. Eine feine Süsse erinnert an getrocknete Früchte und um die Komposition geschmacklich abzurunden, tanzen sanfte Pfeffernote retronasal und auf der Zunge herum. Der Pfeffer verblasst zum zweiten Drittel hin, dafür wird der Rauch fülliger und nimmt neben der feinen Ledernote auch deutlichen Geschmack von frischer Walderde an. Im zweiten Drittel taucht dann zum ersten Mal Zedernholz auf, dessen Tannin durch die getrockneten Früchte angenehm abgemildert wird. Der Kaffee bleibt, ist aber nicht mehr so komplex. Das feine Lederaroma begleitet weiterhin den durchaus cremigen Rauch und zum Finish hin gibt es Walnuss mit bestem Balsamico. Das Wahlnussaroma bleibt auch noch lange am Gaumen. Dazu ein feiner Barolo und die Welt ist für mehr als eine Stunde in Ordnung. Bin gespannt auf die anderen Vitolas. 9/10



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Joya de Nicaragua Reserva Especial Cuatro Cinco Decadas Diademas
verifiziert

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine Zigarre für den besonderen Moment! Das allerdings bezieht sich zunächst einmal auf den stolzen Preis, zweitens aber war auch der Anlass, diesen Blend gelauncht zu haben, ein ganz besonderer. Das 50-jährige Firmenjubiläum von JDN ist mit der Cuatro Cinco Decadas verbunden und mir scheint, als habe man alle Erfahrung und alles Können - und allerbesten Tabak - in diesen Stick investiert. Last but not least nämlich würdigt der wundervolle Geschmack mit einer eleganten Verbeugung jeden besonderen Moment. Über Äusserlichkeiten, Konstruktion und Raucheigenschaften braucht man sich nicht unterhalten. Diese sind dem Preis angemessen. Das erste Drittel bietet einen sahnig-cremigen Rauch mit dem Geschmack von Holz, Kaffee, Pfeffer, Erde, Walnuss und Heu. Im zweiten Drittel kommen fruchtige Noten von Aprikosen, Orangen und Zitronen hinzu, das Zedernholz liefert mit dem Kaffee die Röstaromen. Aber es kommt noch besser, als sich zum letzten Drittel hin Gewürze wie Zimt und Muskatnuss in den Geschmack mischen. Karamell und eine gesunde Ledernote tun ihr Übriges, um ein denkwürdiges Finale zu garantieren. Die köstlichen Röstaromen verbleiben lange auf der Zunge. Kein Zweifel 10/10



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