Summe
0 €

Erstellen Sie einen Personal Humidor und behalten Sie die Übersicht über Ihre bereits gerauchten Zigarren und Tabake!

Neuen Personal Humidor anlegen

Humidor Blue Cloud

148 Einträge
Kommentar: Novice

In Humidor suchen
Produkt Preis/Leistung Qualität Stärke Datum Meinung ein-/ausblenden

Partagas Anejados Corona Gorda

Länge: 14.29Durchmesser: 1.83 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine sehr professionell konstruierte Zigarre im Boxpressed-Stil mit einem ausgesprochen schönen matt-seidig glänzenden und glatten Deckblatt. Ein dezenter, würziger Geruch nach frisch aufgebrühtem Kaffee schafft eine gemütlich Atmosphäre. Beim Kaltzug achte ich weniger auf den Geschmack, sondern bitte innerlich um ein gutes Zugverhalten. In letzter Zeit hatte ich in dieser Hinsicht bei Kubanern etwas Pech, allerdings scheint der V-Cut eine gute Hilfestellung zu sein - auch in diesem Fall. Einwandfreie Feuerannahme mit dem Streichholz, danach macht die Corona Gorda weitere Pluspunkte mit cremigen, würzigen Aromen von Erde, Holz und Kaffee. Eine frische Pfeffernote im Hintergrund wird bald ergänzt von einer ganz speziellen Zimtsüsse. Das alles ergibt eine höchst geschmackvolle Mischung. Die Tabake wirken gereift und tatsächlich sind die "Anejados" fünf Jahre in ihrer Zigarrenkiste gelagert worden, bevor sie ab 2016 in den Markt gegeben wurden. Das erklärt auch dieses komplette, harmonische Raucherlebnis, das keine Bitterkeit aufkommen lässt und mit den beschriebenen Aromen keinesfalls protzend, sondern elegant spielt. Ab der Mitte gibt es mit dem Geschmack von Walnüssen kleine Veränderungen in der Mischung und auch die würzige Süsse wird fruchtiger. Der Abbrand ist scharf markiert und eine hellgraue Asche hält die Aromen lange Zeit zusammen. Eine tolle Qualität, die an all das erinnert, was man in schönen Büchern über kubanische Zigarren lesen kann. 9/10 - wenn man vom stolzen Preis absieht.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Flor de Copán Maduro Rothshild
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Seit dem Heiligabend des Jahres 2005 ist diese Zigarre im Angebot von Cigarworld und bisher hat sie 99 zum grössten Teil positive Bewertungen erhalten. Da kann man schon damit beginnen,von einem Klassiker sprechen. Der aufwendige Schutz des leicht rauhen Maduro Deckblattes in Form einer Hülse aus Zedernholz und ein dazu passender, hübscher Zigarrenring lassen optisch nicht vermuten, dass es sich bei dieser Vitola um ein Angebot im 5-Euro Bereich handelt. Der Kaltgeruch ist würzig frisch und im Kaltzug schmeckt man bereits, was einen im Rauch die nächste Stunde begleiten wird: Schokolade und Nuß. Da die Rothshild sehr festgerollt und ohne jegliche SoftSpots ist, habe ich einen V-Cut benutzt, um einem potentiell zu hohen Zugwiderstand möglichst aus dem Weg zu gehen. Perfekt, die ersten Züge bereits produzieren einen cremigen Rauch, der einen schönen, mittelkräftigen Körper zum Ausdruck bringt. Sofort ist auch eine geradezu saftige Milchschokolade zu schmecken. Feine Nußnoten und malzige Kaffeearomen sind eine perfekte Ergänzung, wenn man auf Süssigkeiten steht. Für alle anderen macht sich im Hintergrund und sehr subtil eine Ingwerschärfe breit und es entwickeln sich retronasal Aromen von Leder, Lorbeer und Anis. Aber entkommen kann man dem süssen Kakaogeschmack nicht. Ab und zu jedoch genossen, kann das zu einer willkommenen Abwechslung werden. Das Finale des durchweg gleichmässigen Smokes bringt noch ein wenig Erde ins Spiel und hier und da fruchtige Noten von getrockneten Pflaumen. Um den Abbrand muss man sich nicht kümmern, er ist scharf mit gut stehender Asche. Angenehm ist auch dieses On-Off Verhalten, das einem erlaubt, die Zigarren ein paar Minuten beiseite zu legen. Nach der Wiederaufnahme ist sie augenblicklich wieder im Wachzustand. Ein unkomplizierter, schokosüsser Rauchgenuss bei dem man einige komplexere Facetten erkennen kann, wenn man sucht. 7+/10 und einen Extrapunkt für das Preisleistungsverhältnis.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

La Aroma del Caribe Mi Amor Magnifico (Toro)
verifizierter Kauf

Länge: 15.19Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Ein sehr schönes, glattes mexikanisches Deckblatt macht mit den beiden "Old School" Zigarrenringen einen ersten Eindruck, wie er besser nicht sein kann. Der feine Kaltgeruch nach Kaffee, Kakao und schwarzen Früchten verstärkt diesen ersten Eindruck positiv und der ehrliche Geschmack nach Kaffee und einem Hauch Vanille im Kaltzug lässt mich entspannt nach dem Feuerzeug greifen. Beim Anzünden spürt man die gutgefüllte Schwere dieser Boxpressed Vitola, die bereitwillig Glut aufnimmt. Von Beginn an entfaltet sich ein körperreicher, cremiger Rauch, der den Raucher über den Verlauf mit den unterschiedlichsten Kaffeesorten bekannt macht. Um die Kaffeenoten, die immer wieder mit einem Hauch Vanille abgerundet werden, legt sich geradezu elegant der Geschmack von Kakaobohnen und Karamell. Die Aromen gehen nicht schwammig ineinander über, sondern ergänzen sich fast spielerisch. Ein komplexer Meisterblend, dem eine beständige, ausgesprochen angenehme Schärfe im Hintergrund Festigkeit und Struktur verleiht. Holz, Erde und Leder spielen am Rande durchaus eine Rolle, sind aber immer leicht transparent und sorgen eher für etwas Abwechslung. Dasselbe gilt für das Aroma von frischem Apfel, das im ersten Drittel den Geschmack begleitet und seltsamerweise etwas Salz auf den Lippen zurücklässt und den Zitruskick, der im letzten Drittel noch einmal für Frische sorgt. Die Stärke der Magnifico zieht im mittleren Drittel stark an, um sich gegen Ende wieder zu entspannen. Trotzdem muss man von einem etwas mehr als mittelkräftigen Smoke sprechen, der einen mit würzigen Kaffeearomen verwöhnt und geschmacklich angenehme Abwechslung bietet. Mich erinnert das Raucherlebnis ein wenig an die Don Pepin My Father La Opulencia, es ist aber um einiges preiswerter. Nicht nur deshalb ist diese Zigarre empfehlenswert. 8+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Plasencia Alma Fuerte Robustus I
verifizierter Kauf

Länge: 13.34Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine weitere wundervolle Vitola aus der Alma Fuerte Serie. Das dunkle Deckblatt mit seinem leicht öligen Glanz ist fast makellos und lässt die Zigarrenringe wie passende Armbänder wirken. Ein betörender Geruch nach frisch gemahlenen Kakaobohnen mit einer Backstubenwürze regt die Geschmacksnerven an. Beim Kaltzug bekommt man mit dem Geschmack von Schokoladen und Pfefferminz einen ersten Eindruck von dem bevorstehenden Rauchgenuss. Gebohrt mit 7 mm ist der Zugwiderstand und später die Rauchentwicklung optimal. Begrüßt wird man nach der problemlosen Flammenannahme mit einem erdig-grasigen Geschmack, der mit einem kurzen Pfeffercrescendo "Hallo" sagt. Im Gegensatz zu anderen Bewertungen spielt diese minzige Pfeffernote bei meinen Exemplaren eine zwar dezente, aber omnipräsente Rolle über den gesamten Rauchverlauf. Retronasal ist der Pfeffer kaum zu spüren, aber er stellt allen anderen Aromen eine energiereiche Eleganz zur Seite. In der Nase sind es eher florale Erlebnisse, die durch feine Ledernoten ergänzt werden. Im ersten Drittel wird der Gaumen von dem Geschmack frischer Walderde, aromatischen Hölzern und der Süsse von getrockneten Früchten verwöhnt. Zum zweiten Drittel hin nimmt der Körper zu, der Rauch wird butterig und schmeckt nach Schokolade, Haselnuss und braunem Zucker und Cookies. Die Nougatnote zieht sich in das letzte Drittel - jetzt fällt auch die feste, weisse Asche - hinein. Die bereits erwähnte pfeffrige Hintergrundnote bekommt einen kräftigen Hauch von Pfefferminz und die Fruchtsüsse wechselt in einen Geschmack von Zitrus- und Orangenzester. Was für eine grandioses Finale! Der Preis ist nicht von schlechten Eltern, aber dieses Raucherlebnis ist ihn wert. 9+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Barrio Viejo Robusto (5x52)
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Mit der AF Rosado Sungrown R 54 hatte ich zum morgendlichen Kaffee bereits ein aussergewöhnlich geschmackvolles Raucherlebnis hinter mir. Was lag also näher, als sich vor dem Supercup-Spiel endlich einmal mit der Barrio Viejo aus dem Value-Segment zu beschäftigen. Die anerkennenden Bewertungen von Aficionados, deren Meinungen ich sehr schätze, lassen mich vorab vermuten, dass dieser Smoke kein Reinfall wird. Die Robusto ist gut und gleichmässig fest gerollt. Das Deckblatt macht in dunkelbraunem, kräftigen Colorado Farbton einen ansprechenden Eindruck. Ein würziger, leicht süsslicher Geruch ist angenehm und auch der Kaltzug mit Geschmack von Kaffee und trockenem Holz fällt nicht unangenehm aus der Reihe. Der Rauchbeginn ist sehr transparent und es dauert eine Weile, bis der Ansatz eines Geschmacksprofils erkennbar wird. Aber dann sind schöne Aromen von Holz, Kaffee und geröstetem Brot zu schmecken. Schwarzer Pfeffer stützt diese Grundnoten ab, verschwindet im zweiten Drittel und ist im letzten Drittel wieder spürbar. Im zweiten Drittel hat man dafür den Geschmack von Edelbitter-Schokolade und gebrannten Mandeln am Gaumen. Die Abwechslung macht Spaß, ohne dass man jedoch von einem komplexen Aromaspiel sprechen kann. Aber es schmeckt und weil eine dezente Süße im Hintergrund ein schöner Kontrast zum Pfeffer ist, schmeckt es sogar richtig gut. Über das Abbrandverhalten ist nicht zu klagen, ein einmaliger Schwelbrand korrigiert sich schnell durch einen kleinen Eingriff mit der Flamme. Der Zugwiderstand ist mir etwas zu niedrig, jedoch muss ich mir das selber zuschreiben. Die Empfehlung zu bohren habe ich irgendwie verpasst und mein V-Cut war völlig kontraproduktiv für diese Vitola. Da ich mir aber ein paar von diesen "Schnappern" in den Humidor legen werde, spricht nichts gegen eine Wiedergutmachung von meiner Seite. Probieren werde ich auch die Half Corona und die Short Rubosto. Es bleibt zu vermuten, dass diese Formate bei ähnlicher Geschmacksqualität perfekte und preiswerte Begleiter für die halbe Stunde zwischendurch sind. 7+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Arturo Fuente Rosado Sungrown R 54 Fifty-Four (Corona Gorda)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die bekannte Fuente-Anilla ziert diese Zigarre und sorgt bei mir für eine Art Pawlow´schen Reflex. Das leicht rustikale Colorado Maduro Deckblatt und der würzige Geruch von Bitterschokolade und Zimt trägt sein Übriges zur Vorfreude bei. Nach dem Anschnitt spüre ich beim Kaltzug den Geschmack von Erde mit einer frischen Zitrusnote auf der Zunge und habe inzwischen die leichte Boxpressung völlig verdrängt. Nach einer willigen Brandannahme überraschen mich die ersten Züge mit einem animalischen Lederaroma, das ich in dieser cremigen Form noch nicht erlebt habe. Dazu entwickelt sich eine süsse, florale Note, die an Ahornsirup erinnert. Abgerundet wird dieser erste Eindruck durch dezente Anklänge von weissem Pfeffer. Leder, Süße und dezente Schärfe bleiben über den Verlauf des Smokes die bestimmende Struktur. Um diesen Geschmackskern herum schmiegen sich bereits im ersten Drittel die Aromen von Zedernholz, Kakao, Erde und Walnuss. Die Entwicklung des geschmeidigen Rauches ist komplex, aber ausbalanciert und durchaus elegant. Zur Mitte hin entwickelt die Zigarre bei gleichbleibender, mittlerer Stärke mehr Körper und eine Zitrusnote sorgt für eine zusätzliche Abwechslung. Über das Verhalten beim Abbrand braucht man keine Worte zu verlieren. Feste helle Asche rundet den positiven Eindruck ab. Das Format gefällt (mir) ebenfalls und der Preis ist nicht von einer anderen Welt. Ein feiner, empfehlenswerter Rauchgenuß. 8+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Plasencia Alma del Campo Tribu
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Allmählich werde ich zum Plasencia-Fan. Die Alma del Campo Tribu fügt sich nahtlos in meine delikaten Erfahrungen mit anderen Blends dieser Marke ein. Ein einnehmendes Äusseres, eine Konstruktion auf allerbestem Niveau und ein problemloses Abbrandverhalten scheinen bei Plasencia eine Selbstverständlichkeit zu sein. Der Rauch wird großzügig und cremig angeboten und überzeugt durch einen komplexen, würzigen Geschmack von Erde, Sandelholz, Kakao, Kaffee, braunem Zucker, Zimt und Nuss-Vanille-Karamell. Die Entwicklung der Aromen ist in der vorigen Bewertung von "Sir Jo - Alles Asche jetzt" so ausdrucksstark und perfekt beschrieben, dass ich mir weitere Worte erspare und mir lieber eine zweite Tribu anröste. 9/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

La Aroma del Caribe Mi Amor Duque (Robusto Gordo)
verifizierter Kauf

Länge: 13.34Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine in bester Ashton-Qualität konstruierte Vitola mit einem glatten, leicht öligen glänzenden mexikanischen San Andres Deckblatt. Die beiden (herrlichen) Zigarrenringe ziehen die Aufmerksamkeit in einer Form auf sich, dass man sich an der Box-Pressed Form nicht groß stört - wenn man es denn überhaupt tut. Ein würzig-süsser Geruch entströmt dem Deckblatt und der Kaltzug gibt einen ersten Eindruck von der Geschmacksintensität, mit der der Rauch später überzeugen kann. Die Grundstruktur ist eine Verbindung von Erde und Kaffee (Espresso), um die herum sich im Verlauf die Aromen von Nougat, Vanille, Haselnuss und getrocknetem Steinobst entwickeln und harmonisch präsentieren. Die cremige Süsse wird fast elegant durch eine Note von weissem Pfeffer abgerundet. Sweet & Spicy. Die feste Asche fällt völlig überraschend nach dem ersten Drittel und meine Neuerwerbung - ein Mini-Mini-Handstaubsauger - hat seinen ersten erfolgreichen Auftritt. Ansonsten ist das Abbrandverhalten völlig problemlos und man kann sich dem Rauchgenuss entspannt hingeben. Im zweiten Drittel macht sich ein würziger Holzgeschmack bemerkbar, der zum Ende hin kräftiger wird und spürbar Nikotin mit sich bringt. Das Ende des Smokes nach etwas mehr als einer Stunde bringt noch einmal eine Nuance von Kakao und Eukalyptus. Süsse frische Gewürzaromen bleiben lange am Gaumen zurück. Angesichts des beeindruckenden PLV und den durchweg guten Bewertungen massgeblicher Aficionados zu der "Duque" ist es leicht und richtig, eine Empfehlung auszusprechen. 8+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
3 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Fürst Bismarck Royal Corona
verifizierter Kauf

Länge: 14.92Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Empfohlen wurde mir diese Zigarre durch einen Bekannten, dessen Geschmack und Einschätzung ich sehr schätze. Ich gebe zu, dass ich mich ein wenig überwinden musste. Erstens haben wir es hier mit einem Connecticut Shade Deckblatt zu tun, das ich sonst meide, wie der Teufel das Weihwasser und zweitens steht in meiner Gegend der Name "Fürst Bismarck" eher für einen guten Doppelkorn. Mein Vertrauen wächst wieder, als ich die schön anzusehende Royal Corona mit ihrem seidigen, glatten und fast Adern freien Claro Gewand in der Hand habe und feine Leder und Kaffeenoten den Appetit anregen. Auch der Kaltzug präsentiert diesen Ledergeschmack angereicht mit etwas Schokoladensüsse. Der Stick ist fest gerollt, nur oberhalb der Kappe offenbaren sich zwei Softspots, die aber während des Smokes nicht weiter aufweichen. Der Zigarrenring ist dezent und wirkt ein wenig verloren angesichts der Länge dieser Vitola. Dafür glänzt auf ihm eine Miniatur des früheren Reichskanzlers - ohne ein "Körnchen" in der Hand. Die ersten Züge bringen bereits Leben in die erwähnte Ledernote. Man spürt schnell, dass man keinen Nikotinschock fürchten muss und doch ist der Rauch gehaltvoll und hat einen mittleren, cremigen Körper. Ein sehr schöner Nußgeschmack stellt sich ein und allmählich tauchen sanft-würzige Holznoten auf, die sich am Gaumen angenehm ausbreiten. Ohne Zweifel hat man es mit gut gereiftem Tabak zu tun, der neben den bereits erwähnten Aromen eine natürliche Süße bereit hält. Es ist eine der wenigen Zigarren, die perfekt zu einem Spitzen-Rose-Wein - wie dem 2016 Illusion Blanc de Noire - passen. Ausser dem Nussanteil und einem sich allmählich steigernden Geschmack von Sandelholz verändert sich nicht viel während des Rauchverlaufes. Aber das muss es in diesem Fall auch nicht, weil der Geschmack stimmt und das Abbrandverhalten völlig problemlos ist. Über 90 Minuten Rauchgenuß, bis dann doch das Shade-Deckblatt mit Bitterkeit und dem muffigen Geschmack von feuchter Pappe zuschlägt. So schmerzt jedoch die Ablage des durchaus empfehlenswerten Stücks nicht so sehr. Ein feines Preis-Leistungsverhältnis wird mich die Fürst Bismarck noch öfter rauchen lassen. 8+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
3 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Ashton ESG (Estate Sun Grown)  22 Years Salute (Figurado)
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Sehr vergleichbar mit der "ESG 20 Years Salute" im Hinblick auf die exzellente Qualität der Tabake, der Konstruktion und den bestechend gemischten Aromen. Die Geschmacksentwicklung des cremigen Rauches hält den Raucher über den gesamten Verlauf in Bann. Man erlebt buttrige Gebäckaromen, Röstnoten von Holz, Nuss- und feinen Kaffeegeschmack und angenehme Honigsüsse in immer wieder neuer, aber zu jeder Zeit spannender Zusammensetzung. Wer gerne ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer während des Smokes in der Nase hat, braucht auch darauf - zumindest im zweiten Drittel - nicht verzichten. Wer das Aroma von frischem Waldboden und edle Ledernoten mag, schmeckt auch diese immer wieder begleitend heraus. Überzeugendes Rauchverhalten ohne jeglichen Kritikpunkt setzt man fast schon voraus in dieser Preisklasse und doch sind es Naturprodukte, die auch immer wieder eine Überraschung bereit halten. Ich bin überzeugt davon, dass es alleine schon "teuer" ist , eine bestmögliche Kontinuität in einer gehobenen Qualität zu gewährleisten. Zumindest beruhigt diese Überzeugung neben dem unbeschreiblichen Genuss mein Gewissen, wenn ich wieder einmal etwas zuviel Geld für einen Smoke ausgegeben habe - oder werde. Ich muss ja jetzt noch die "24 Years Salute" bestellen, die im letzten Cigar Journal eine feine "94" erhalten hat. 9/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Plasencia Alma Fuerte Nestor IV Toro (6-1/4x54)
verifizierter Kauf

Länge: 15.88Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Durch die Bank war ich noch nie von einer Zigarre aus dem Hause Plasencia enttäuscht. Mit der Alma Fuerte Serie hat sich die satte Zufriedenheit zu einer solch überschwänglichen Begeisterung gesteigert, daß mir bereits beim Anblick der Banderole das Wasser im Mund zusammenläuft. Passend zum dunkelbraunen, glänzenden Deckblatt ist das "P" in einem schönen Goldton gehalten und selbst der den Fuß schützende Goldring gefällt dem Auge. Auch die Nestor IV Toro hat diesen verführerisch süßwürzigen Geruch, der auch im Kaltzug - angereichert mit einer fruchtigen Note - erkennbar ist. Die leichte Boxpressung ist zu vernachlässigen - es ist einfach eine schöne Zigarre, die zudem perfekt gerollt ist. Nach einem langsamen Toasten, das in erster Linie der Steigerung der Vorfreude dient, braucht die Nestor keine Anlaufzeit. Voller, cremiger Rauch füllt bereits bei den ersten Zügen den Mund und erinnert an das herrliche Pfeffersteak in meinem Lieblingsrestaurant. Retronasal ist der Pfeffer vielfältig und frisch, auf der Zunge bleiben leicht animalische Röstaromen. Nach einigen Zügen kommen die ersten harmonischen Friedensangebote in der Form von Sandelholz, Erde, Kaffee und einem herrlichen Mandelgeschmack. Der Pfeffer wird dezent, bleibt aber an Chilli erinnernd im Hintergrund spürbar. Zum zweiten Drittel hin taucht der Geschmack von Kakaobohnen und braunem Zucker auf. Dazu spielen Gewürze in Richtung Zimt eine kleine, aber wesentliche Nebenrolle. Kakao und Zucker mischen sich dann zu einem Geschmack von Schokolade, der unvermutet bitter erscheint, sich dann aber als ein zusätzliches Aroma von Sauerkirsche, Dörrobst und Minze entpuppt. Es entwickelt sich ein Wechselspiel dieser Geschmacksrichtungen, das Vergnügen macht. Allmählich verbinden sich die Aromen zu einem Stück Nougat und als Mitspieler taucht der buttrige Geschmack eines zerkauten Leibnitz-Kekses auf. Leichte Chillinoten sind nach wie vor im Hintergrund spürbar, auch geben Holz und Erde dem Rauch weiterhin Struktur. Alles ganz nahe an an dem schwer zu übertreffenden Potential einer Nicarao Don Rafa. Der Smoke endet mit dem Geschmack von Nougat, Trockenfrüchten, Holz und etwas Hefe und wie das Erwachen aus einem Traum. "A must to smoke" trotz des nicht gerade schlanken Preises. Kann man sich auch mal schenken lassen. Ach ja, Asche fest - Abbrand rattenscharf - und Zugwiderstand nach Bohren optimal. 9+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
2 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

La Estancia Edicion Exclusiva EE 52 (Robusto)
verifizierter Kauf

Länge: 14.92Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem man den völlig übertrieben gestylten goldenen Zigarrenring und den ebenfalls goldenen Schutzring am Fuss entfernt hat, schaut man auf eines der schönsten und makellosesten Deckblätter, das zumindest ich je gesehen habe. Es glänzt in gleichmässigem Colorado-Farbton seidig in der heute viel zu warmen Sonne und riecht verführerisch nach Schokolade und Zimt. Einen Moment kommt die Befürchtung auf, das schöne Teil würde bei diesen Temperaturen schmelzen. Ein kleiner Zopf am Kopf vervollständigt die optische Wertigkeit auf eine elegante Weise. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man diese Schönheit in diese fürchterliche Anilla zwängen kann. Egal, das Zöpfchen fällt dem Cutter zum Opfer und die Zigarre wird zum Brandopfer. Ein angenehm würziger erdiger Start mit etwas Pilzaromen und reichlich weissem Pfeffer in der Nase entspricht so gar nicht dem Kaltgeruch von Schokolade. Es dauert ein paar Züge, bis sich - parallel zu dem Geschmack von Waldboden - Leder und Gebäckaromen entwickeln, die dann bald schon die Süsse von Schokolade und Nuss erkennen lassen. Ein feines Aromenspiel setzt ein, zu dem Zimt, Kardamon und Ahornsirup weitere Anteile liefern. Sehr, sehr lecker und wenn auch diese komplexe Geschmacksmischung fast durchgängig unverändert bleibt, ist man bei einem solchen Genuss keinesfalls enttäuscht. Die Nikotinzufuhr ist nicht von schlechten Eltern, ab und an ist eine kleine Korrektur des Abbrands angesagt. Der Zugwiderstand ist perfekt und man wird mit cremigem, vollen Rauch bedient. Alles bewegt sich in der Klasse der besseren Fuente Produkte und trotzdem fehlt irgendetwas bei dem aufgerufenen Preis. Ohne Zweifel handelt es sich hier um allerbeste Handwerkskunst und allerbeste Tabake. Aber ich vermisse eine gewisse Spannung, diese überraschenden Geschmackspiralen, die noch einmal eine Extraportion Genuß drauflegen. 8+/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Don Pepin My Father La Opulencia Petite
verifizierter Kauf

Länge: 11.43Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der kleine Stick ist perfekt herausgeputzt. Zwei schöne Zigarrenringe im klassischen My Father Style und ein grüner Seidenschutz am Fuss geben nur wenig dunkelbraune Tabakfarbe zu erkennen. Dabei braucht sich das tadellose Deckblatt nicht verstecken, was man nach dem Entfernen der schmucken Bekleidung mit Vergnügen feststellt. Die nächste Erkenntnis ist, dass es sich bei der "Petite" entgegen der Beschreibung um ein "Box-Pressed" Exemplar handelt. Für mich macht das keinen Unterschied, viel mehr zieht mich der würzige Schokoladenduft an, der am Fuß - und auch beim Kaltzug - noch ein paar zusätzliche Noten von Leder und Pfeffer im Angebot hat. Wahrscheinlich liegt es am Renommee des Produzenten, aber irgendwie kommt in mir das Gefühl von besonderem, wertigem Tabak hoch. Nach dem Anzünden belohnt diese kleine Vitola den Vergnügungssüchtigen sofort mit einem cremigen, dichten Rauch, der nach Erde, Holz und süssen Gewürzen schmeckt. Eine zarte Pfeffernote begleitet die ersten Züge, bevor sich dann ein komplexes, sehr würziges Aromenspiel entwickelt. Schokolade, Kaffee und Erde sind die Hauptdarsteller, aber auch die Nebenrollen sind mit Vanille, Leder und wechselndem Nussgeschmack hervorragend besetzt. Alles wirkt sehr harmonisch und "gewollt" - es ist schon bewundernswert, was gewisse Experten der Tabakkunst immer wieder für Zauberkunststücke abliefern. Im letzten Drittel wird das Leder dominant und mineralische Anklänge lassen den Geschmack ein wenig bitter werden. Fast glaubt man nach mehr als einer Stunde Rauchvergnügen, dass diese Note als Vorsichtsmassnahme gegen verbrannte Finger eingebaut ist. Gutes Zugverhalten, feine feste Asche und eine scharfe Abbrandkante runden das Erlebnis entsprechend ab. Diese Vitola sollte man sich gönnen. 9/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
3 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

El Artista Cimarron Connecticut Robusto

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Obwohl das Connecticut Deckblatt nicht zu meinen Favoriten gehört, war es nach den vergnüglichen Erfahrungen mit der El Artista Cimarron Maduro Robusto fast selbstverständlich auch diese Version zu probieren. Ebenfalls offensichtlich von Profis konstruiert, ist sie fest gerollt mit einem glatten Deckblatt, das nach Heu und Ingwer duftet. Nach Kaffee schmeckt der Kaltzug und hat bereits diese Pfeffer/Rettich- Note, die das gesamte Raucherlebnis begleiten wird. Diese Schärfe ist speziell und irgendwie nicht endgültig einzuordnen. Aber sie ist angenehm für den Aficionado, der diesen Geschmack nach zu vielen Schokoriegeln aus Nicaragua als willkommene Abwechslung zu schätzen weiß. Der Rest des Aromaprofils ist dem der Maduro ähnlich und ebenfalls spannend zusammen gesetzt. Kaffee, Nuss, Holz, etwas Erde, etwas Leder und Anklänge von Dörrobst sind jedoch dezenter als beim dunklen Bruder. Die getrockneten Früchten stellen sich weniger süß dar und - wie bereits gesagt - ist die Schärfe von anderer Qualität. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es weder das Zug- noch das Abbrandverhalten, sondern eine leichte Bitterkeit, die sich im letzten Drittel bemerkbar macht. Wenn einem das bis dahin durchaus spürbare Nikotin reicht, beendet man einfach den Smoke mit einem schönen Aroma von Holz, Nuss und Wasabi auf der Zunge - und in der Nase. Diese Connecticut ist - für mich ausnahmsweise - eine empfehlenswerte Abwechslung mit einem guten PLV. 8/10



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.

Carlos Torano Single Region Jalapa Churchill

Länge: 17.78Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Eine Rarität hinsichtlich der Tabakauswahl, stammen doch alle verwendeten Blätter aus einer Region Nicaraguas und dort von einer Farm - sozusagen eine Puro-Puro. Von "Carlos Torano" bin ich zwar unterschiedlichste Geschmacksrichtungen gewohnt, allerdings war bisher die Qualität der Konstruktion immer untadelig. Einige frühere Bewertungen lassen dagegen zumindest an eine fehlende Konsistenz in der Herstellung denken. Mein Exemplar entspricht meinen bisherigen Erfahrungen. Ein sehr elegantes, glattes und nur mit wenigen dünnen Blattadern besetztes dunkelbraunes Deckblatt umhüllt eine voll gefüllte, feste Rolle. Süßholz und Leder sind der erste Geruch, der in die Nase steigt. Der Geschmack beim Kaltzug erinnert an den Pfefferkuchenmann. Eben dieser krabbelt mir auch sofort nach der Flammenannahme in der Nase herum. Dazu gibt es am Gaumen würzige Holz- und Lederaromen und mit ein wenig Phantasie auch etwas Schokosüsse. Ein nicht alltäglicher Beginn, der durchaus Erwartungen für das kommende Raucherlebnis schürt. Nur einige wenige Züge später verlässt den Rauch jegliche Cremigkeit, der Holzgeschmack wird bitter und übertönt bald alle vielleicht noch vorhandenen Geschmacksnoten. Traurig - ich lege die Churchill ab nach gerade einmal zwei gerauchten Zentimetern. Sie sieht immer noch so elegant aus.....ich nehme den Cutter, durchtrenne sie knapp unterhalb der Mitte und entzünde sie nach kurzem Degasieren erneut. Nach zwei Zügen ist dann auch dieser Versuch beendet. Der faulige, bittere Geschmack im Mund ist nicht zu beschreiben und ich möchte ihn auch schnell vergessen. Gott sei Dank wächst Koriander im Kräutergarten und mit einem kleinen Bündel frischer Blätter im Mund versuche ich mir einen anderen Geschmack herbei zu kauen. Auf eine Benotung verzichte ich diesmal und gehe auch nicht weiter auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.



War dieser Beitrag für Sie hilfreich? Ja Nein
Eine Person fand diesen Beitrag hilfreich.


Matilde Renacer
×