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Humidor Blue Cloud

212 Einträge
Kommentar: Novice

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Viaje Skull and Bones Fat Man
verifizierter Kauf

Länge: 10.80Durchmesser: 2.22 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Einer Zigarre den Spitznamen einer Atombombe zu geben ist sicher eine etwas makabre Art, um Aufmerksamt zu generieren. Passend dazu wirkt der Zigarrenring dieser Vitola aus der Viaje-Serie „Skull and Bones“ wie ein Warnhinweis. Einladend dagegen ist das fast schwarze, ölig schimmernde und herrlich rustikale Deckblatt, das sowas nach Stall und Erde riecht, wie ich es noch nicht erlebt habe. Im Kaltzug mischt sich dieser erste Eindruck mit dem süßen Geschmack von Schokolade und lässt dem Warnhinweis zum Trotz Vorfreude aufkommen. Es dauert etwas, bis die Flamme angenommen ist, aber dann sind es nur Sekunden, bis der Gaumen von einem fast butterigen Geschmack von Erde, Schokolade und Malz erfüllt ist. Eine spürbare Ledernote verschafft diesem Aroma-Mix eine elegante Balance. Der Abbrand ist bei perfekter Rauchentwicklung langsam und scharf, die Asche hält sich fest und bildet einen schönen Kontrast zu dem nun noch öliger und schwärzer wirkenden Deckblatt. Im zweiten Drittel spielt ein Trio von Nussaromen eine ergänzende Rolle. Salzige Erdnuss, süße Haselnuss und würzige Mandeln sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit. Die Süße bleibt im Mittelpunkt des Rauches sehr beständig, auch wenn sich auf der Zungenspitze eine prickelnde Schärfe von frisch gemörsertem weißem Pfeffer bemerkbar macht. Der Rauch hat vollen Biss, ist aber mild genug, um auch retronasal seine Stärken auszuspielen. Als im letzten Drittel der Rauch angenehm kühl bleibt und Zimt, Muskat und der Geschmack von kandierten Äpfeln die bisherigen Aromen nicht ersetzt, sondern sanft ergänzt, bin ich nahe daran einen Freudensprung zu machen. Stattdessen logge ich mich ein und bestelle den bei Cigarworld verbliebenen Restbestand. Sorry, lieber Agent Bukowski, es kommt bestimmt bald wieder Nachschub. 9+/10



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Padron Series 1926 Anniversary No. 1 (Double Corona) MADURO
verifizierter Kauf

Länge: 17.15Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Champions League, ohne Zweifel. Eine perfekt ausbalancierte, cremige Mischung aus Aromen von Erde und Leder, die angereichert ist mit vollen Kaffee- und Kakaonoten. Darüber hinaus setzen Geschmacksanteile von Bourbon Vanille und rotem Pfeffer erfrischende Akzente. Ein einwandfreier, rasiermesserscharfer Abbrand mit fester, hellgrauer Asche ergänzt das Raucherlebnis mit der entsprechenden Qualität auch in diesem Bereich. Ob der Preis für die Eintrittskarte – zur Zeit deutlich ermäßigt - zu diesem Event noch vertretbar ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Irgendwie grenzt diese Double Corona schon ein wenig an Kunst und überschreitet die Grenze zum Handwerk. Dort dürfen dann auch schon einmal andere Maßstäbe gelten. 9+/10



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Kinix EB
22.03.2020

Kinix KINIX EB 2
verifizierter Kauf

Länge: 12.00Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Der Kinix – Zigarrenring, über dessen Attraktivität man streiten kann, ist bei der „EB“ in Grün gehalten. Damit entspricht er farbsymbolisch meiner Hoffnung, dass ein ähnlich geschmackvolles Raucherlebnis vor mir liegt, wie bei den bereits verkosteten anderen Vitolas. Aller guten Dinge sind „3“ könnte man in einer zweiten Allegorie hinzufügen, steht doch „EB“ für den dritten Tag im Maya-Kalender. Das Deckblatt ist seidig und glatt, einige wenige Blattadern scheinen durch. Allerdings habe ich in dieser Preisklasse schon schöner applizierte Kappen gesehen. Ein leichter Stallgeruch geht von dem Deckblatt aus, wird aber von Zimt- und Erdnussnoten angenehm ergänzt. Am Fuß ist zusätzlich eine leichte Schokoladen-Süße zu erschnuppern. Der Zimtgeschmack ist auch der Eindruck, den man bei den ersten Zügen wahrnimmt. Dieser Geschmack wird schnell ergänzt von gerösteten Holz- und saftigen Erdaromen. Andere Gewürze, die nicht leicht zu identifizieren sind, mischen sich zum Anfang des zweiten Drittels ein und erinnern irgendwie an Eukalyptus. Deutlicher ist dagegen eine Espressonote festzustellen, bevor am Horizont der Geschmack von schwarzer Herrenschokolade auftaucht, deren Bitterkeit – dem Himmel sei Dank - von Rosinensüße abgemildert wird. Immer wieder taucht eine zarte Chilinote auf, die sozusagen durch das Aroma-Rad schwebt und dieser Vitola eine eigene Identität verleiht. Da es auch noch Anklänge von gesalzenen Erdnüssen bis auf die Zunge schaffen, sind fast alle Geschmacksknospen bis zum Ende des cremig-weichen und empfehlenswerten Raucherlebnisses beschäftigt. Der Körper des Rauches ist voll, die Stärke ist etwas unter der Medium-Grenze angesiedelt. Der Zugwiderstand ist nicht zu beanstanden, die Asche ist flockig und splittet, hält sich aber tapfer über das erste Drittel. Von Zeit zu Zeit hat man eine Zigarre in der Hand, von der man möchte, dass sie nicht zu Ende geht. Die No.3 - oder auf Mayanisch: die „EB“ - aus der Kinix-Serie gehört für mich dazu. 9/10



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5 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Alec Bradley Project 40 Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem ich kürzlich erst mit der Kinix MANIK No.11 meine – vorläufig ultimative – „Morning Cigar“ zum 11.00 Uhr Kaffee entdeckt habe, wird mich die Project 40 Robusto für die nächste Zeit beim Five o´Clock Tea ;-) begleiten. So füllt sich allmählich der Tag mit sinnvollen Dingen und die aufkommende Beklemmung wegen eines eventuellen Ausgangsverbotes nimmt bei gut gefülltem Humidor etwas ab. Bitte richtig verstehen: Ich nehme die aktuelle Krisensituation und die daraus entstehende soziale Verantwortung sehr ernst. Uns allen wünsche ich, dass wir die Situation mit den entsprechenden Maßnahmen ohne allzu viel Schaden in den Griff bekommen und dann unsere Lehren daraus ziehen. Und jedem einzelnen Menschen wünsche ich aus ganzem Herzen, dass sie/er und ihre/seine Lieben die Situation wohlbehalten überstehen. Aber irgendwie passt die hinter diesem Project 40 stehende Philosophie von Alan Rubin, die man bei der Beschreibung von Cigarworld nachlesen kann, in dieses herausfordernde Umfeld. „Take Control of your Happiness“ – und da diese Zigarre auch noch gut schmeckt und preislich sehr attraktiv positioniert ist, werde ich diesem Appell durchaus eine Zeitlang Folge leisten. Den preislichen Schnapper sieht und fühlt man der Zigarre trotz eines leicht fleckigen Deckblattes nicht an. Sie riecht nach Leder, frischem Heu und Nussschalen. Der Kaltzug hat einen hohen Zugwiderstand, der sich Gottseidank nach der Flammenannahme nicht als Ärgernis herausstellt und liefert Noten von schwarzem Tee und floraler Süße. Bei den ersten Zügen haut einen die Robusto allerdings nicht gerade um und verführt dazu, ausgiebig retronasal zu genießen. Dort spürt man Heu und Leder, die dezent durch mineralische Noten ergänzt werden. Am Gaumen schmeckt man zunächst eine Salbei ähnliche Würze, Cookies und Mandelaromen. Allmählich taucht im cremigen Rauch auch der Geschmack von schwarzem Tee vermischt mit etwas Zitronenabrieb auf. Obwohl sich auf den Lippen eine salzige Note ablegt, bemerkt man im Rauch eine malzige Süße. Alles spielt sich dezent in einem mittelstarken Körper ab, ist aber ausgesprochen delikat. Die Asche fällt am Ende des ersten Drittels. Sie ist bei meinen Exemplaren nicht so flockig, wie an anderer Stelle beschrieben und durchaus standfest. Ab der Mitte des Smokes schaltet die Robusto einen halben Gang höher und wirkt zumindest etwas kräftiger mit gerösteten Holznoten und Anteilen von Erde. Der Cookie- und Mandelgeschmack bleibt und auch die Zitrusnote ist noch vorhanden. Etwas Pfeffer, etwas Muskat und etwas Anis sorgen nun für Abwechslung bis zur Ablage. Dazu ein guter Oolong aus Taiwan, wie der Oriental Beauty, und der Five o´Clock Tea wird zum „Happiness“ – Erlebnis. 8+/10



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Bespoke Club Mareva Line Spalato 2017 Limited Edition
verifizierter Kauf

Länge: 16.99Durchmesser: 1.67 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Es hat bestimmt etwas mit Einbildung oder auch Wunschdenken zu tun, aber was auch immer ich von Bespoke oder - wie man heute sagen muss - Casdagli Cigars in Flammen setze, trifft meinen Sweet Spot. Egal, ob Traditional, Basilica, Daughters of the Wind, Club Mareva oder sogar die Cabinet Selection, jedes Mal, wenn ich eine Casdagli ablege, möchte ich mir am liebsten eine Kiste der Vitola kaufen. Da muss irgendetwas wie Glutamat drin sein ;-). Diesmal ist es die Spalato 2017 Limited Edition, die zum Finale der Cigar Smoking World Championship 2017 in Split gelauncht wurde. Bei der Auswahl des Tabaks für dieses Event, wurde von Hendrick Kelner Junior nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen. Gerollt ist die Zigarre in eine leichte, elegant wirkende Pyramidenform, das Deckblatt lässt an Milchschokolade denken und ist genau so glatt wie die Tafel, an die ich gerade denke. Das passt auch zum wunderbaren Geruch, der die Milchschokolade mit Tabaknoten vermischt und an Creme Brulee erinnert. Der Kaltzug hat dazu noch ein paar Noten von Äpfeln und Rosinen zu bieten und mit ein wenig Fantasie ist es Worcestersauce, die dem Geschmack noch eine etwas markantere Struktur vermittelt. Die ersten Züge sind bereits komplex und voller Aromen. Der Körper ist oberhalb von Medium angesiedelt, der Rauch ist cremig, verliert aber nie seinen Biss. Man wartet förmlich darauf, dass sich der charaktervolle Aromaball auflöst und sich die Protagonisten zu erkennen geben. Das geschieht zum Ende des ersten Drittels – die Asche steht noch - und bis hierhin ist das Tete-a-tete mit der Spalato bereits den nicht gerade niedrigen Preis wert. Während die Stärke des Smokes ansteigt, geben sich Zedernolz, Kakao und Espresso als Erste zu erkennen. Es schmeckt so gut, dass ich versuche, so langsam wie überhaupt möglich zu rauchen und bekomme so die ersten Zitrusaromen mit, dann getrocknete Früchte, Steaksauce und Malz. Retronasal erfrischt ein wenig Eukalyptus und genau die richtige Portion roter Pfeffer die Sinne. Das letzte Drittel fasst die Highlights noch einmal zusammen. Die Süsse von Ahornsirup trifft auf die Würze orientalischer Kräuter, regennasser Waldboden auf geriebene Karotten und frisch gebackene Waffeln auf Schokotrüffel. Mehr geht nicht, ablegen und den Wunsch hochkommen lassen, sich eine Kiste davon zuzulegen. Ohne Zweifel wird dieses Sahneteilchen bei Lagerung nicht schlechter. Mit der Voreingenommenheit meines Sweet Spots: 10/10



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Kinix MANIK
11.03.2020

Kinix KINIX MANIK 2
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Auch bei dieser Vitola aus dem Hause Kinix hat Tzolkin, der Kalender der Mayas, für die Namensgebung hergehalten. „MANIK“ bedeutet „ELF“ und steht für den elften Tag dieses Kalenders. Für mich steht „MANIK“ aber auch für 11 Uhr, denn genauso muss mir eine Zigarre nach dem Frühstück bei einer Tasse besten Kaffees schmecken - würzig, aber nicht zu stark mit einem feinen Blend aus Zedernholz und Walderde und einer feinen begleitenden Ledernote. Retronasal spürt man dezent in dem großzügig angebotenen Rauch Gewürze wie Zimt und Piment, auf den Lippen macht sich eine Süße bemerkbar, die man den Holztönen zuordnen möchte. Alles brennt geradlinig mit guter Aschebildung und optimalem Zugwiderstand ab. Gegen Ende des fast zu kurz empfundenen Smokes stellt sich keine Bitterkeit ein, stattdessen sorgen Kräuteraromen von Minze und Jasmin für ein wenig Komplexität. Eine feine Zigarre für den Morgen, die man sich auch im Vergleich zu ihren Schwestern mit deutlich mehr Tabakvolumen etwas preiswerter wünschen würde. Letzteres führt auch zu einem halben Punktabzug. Trotzdem 8/10 und empfehlenswert für die Aficionada oder den Aficionado, die oder der es gerne mild und trotzdem aromatisch mag.



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14 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Oscar Valladares Altar Q Toro
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wie bei manch einer Zigarre aus dem Hause Valladares sieht man zuerst einmal nicht viel von der eigentlichen Laubrolle. Interessant ist die Geschichte, die hinter der geheimnisvoll, aber auch naturnah wirkenden Verkleidung und auch der Namensgebung steht. Diese Geschichte ist in der vorigen Bewertung anschaulich zusammengefasst. Erstmal entblättert hat man ein seidiges, in einem mittleren Colorado Farbton leicht glänzendes Deckblatt vor sich. Ein Pigtail rundet perfekt das optische Gesamtpaket ab. Bei dem Geruch, der von dem Deckblatt ausgeht, kommen fast vergessene Erinnerungen hoch. Der Tabakgeruch aus der Pfeife meines Großvaters und der Duft des Obstsalats, den meine Großmutter noch mit Kondensmilch und etwas frischer Sahne anrührte, vermischen sich zu diesem Flashback. Der Kaltzug nach dem Cut schmeckt nach Holz und in dunkle Schokolade getauchten Früchten. Irgendwie ahnt man, dass ein besonderes Raucherlebnis auf einen wartet. Und das tut es! Es gibt kaum ein Aroma, dass im Verlauf des oberhalb der Medium-Stärke liegenden Smokes, nicht auftaucht. Immer wieder gibt es im cremigen Rauch etwas zu entdecken und häufig unterscheidet sich das retronasale Empfinden deutlich von dem Eindruck am Gaumen. Die Grundstruktur aus Leder, Erde und Holz bietet abwechselnd floralen Noten, fruchtigen Mus-Anklängen und dann wieder Zitrusfrüchten den Arm zur Begleitung an. Aber es sind auch Kakaobohnen, viel Kaffee und würziger Toast, die im Geschmack immer wieder auftauchen. Auf den Lippen ist eine begleitende Süße zu spüren, retronasal ist milder weißer Pfeffer mit einem Nuss-Schoko-Touch eine Konstante. Da auch der Abbrand mit fester hellgrauer Asche vorbildlich verläuft und der Rauchwiderstand ebenfalls optimal ist, habe ich weder mit dem Preis für diese Aromavielfalt ein Problem, noch damit, eine Empfehlung auszusprechen. 9/10



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DBL Cigars Dominican Big Leaguer Amarillo Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.06 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die Amarillo Robusto ist eine mittelkräftige und sehr vollmundige Zigarre mit köstlichen Gewürzaromen. Bereits der Geruch des tadellosen Deckblattes befördert einen gedanklich in eine Weihnachtsbäckerei. Der Kaltzug erinnert an den Geschmack von türkischem Honig und ein wenig an Marshmallows. Die gesamte Verarbeitung ist hervorragend. Der Abbrand ist optimal und das Rauchvolumen gut bei optimalem Zugwiderstand. Der verarbeitete Blend ist ausgewogen, der Rauchverlauf vielschichtig und abwechslungsreich. Die Anteile von Erde, Holz, Kaffee und Nuss sind harmonisch abgestimmt und geben der vielfältigen Gewürzmischung ein gutes Zuhause. Vanillenoten und Aromen von dunklen Beeren sind eine spannende Zugabe und setzen dieser Aromabombe noch ein Sahnehäubchen auf. Diese Zigarre baut sich langsam, aber sehr beeindruckend auf. Das letzte Drittel bietet ein herrliches Zusammenspiel der beschriebenen Aromen. Das verleiht dem Milchkaffee am Vormittag ein cooles Chai-Feeling. An der Preisgestaltung gibt es bei dieser Qualität nicht das Geringste auszusetzen, ganz im Gegenteil. 8+/10



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19 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Principle Cigars Limited Edition Toro Especial
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 1.98 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachdem ich mich in die vorhergehende Bewertung dieser Vitola vertieft und sie mit Vergnügen gelesen hatte, erinnerte ich mich mit einer gewissen Vorfreude daran, dass ich diese Toro auch im Humidor liegen habe. Den Präliminarien war schnell Genüge getan und das Raucherlebnis, das sich bald als Rauchvergnügen herausstellte, konnte beginnen. Die Bemerkungen von „Alles Asche jetzt“ kann ich Eins zu Eins unterschreiben, obwohl ich zugeben muss, dass mir die Erfahrung fehlt, jede Einzelheit in dieser detaillierten Form unterscheiden, schmecken und genießen zu können. Aber der Fahrplan stimmte völlig mit meinem Erlebnis überein und ein Genuss war es allemal. Das ist einfach eine großartige Zigarre! Die Erlaubnis vorausgesetzt zitiere ich gerne: „Die hellen Fruchtnoten und die nicht abnehmende Süße sind einzigartig.“ 9+/10



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Kinix CABAN
20.02.2020

Kinix KINIX CABAN 2
verifizierter Kauf

Länge: 13.02Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nach der guten Erfahrung mit der IK aus dieser neuen Zigarrenlinie, ist ein Versuch mit einer zweiten Vitola aus dem Hause Kinix angenehme Pflicht. Die CABAN ist ebenfalls eine Puro aus Honduras, das Deckblatt aber ist im Gegensatz zur IK Maduro fermentiert und glänzt deshalb auch im besten Kastanienbraun mit fast schwarz schimmernden Anteilen. Dazu passend ist auch der Zigarrenring mit dem Logo, dem man etwas mehr optische Wertigkeit wünschen möchte, in Schwarz gehalten. CABAN bedeutet „1“ und steht nicht nur für den ersten Tag im Kalender der Mayas, sondern auch für den Begriff „Erde“. Um die Bedeutung der Ziffer „1“ rund zu machen, ist es auch der erste eigene Blend der beiden Firmengründer. Die Konstruktion hinterlässt einen guten Eindruck, die Zigarre ist fest gerollt und ohne weiche Spots. Das Deckblatt lässt mit sicht- und fühlbaren Venen erkennen, dass es einmal ein Tabakblatt war. Ich persönlich mag dieses „natürliche“ Gefühl unter den Fingern, auch wenn in den Blattadern weniger Aromen stecken sollen – keine Ahnung. Sie bilden auch hübsche, sehr individuelle Muster auf der Asche – wenn sie denn lange genug hält. Letzteres ist – vorweggenommen – bei dieser Toro der Fall. Wenn wir gerade bei der Performance sind, dann sei auch erwähnt, dass Abbrandverhalten und Zugwiderstand – gebohrt wurde mit 10 mm – ebenfalls vorbildlich sind. Im Kaltgeruch erkennt man Kaffeenoten und Gewürznelken. Davon unterscheidet sich der Kaltzug im Wesentlichen nicht, allerdings sind die würzigen Noten dominanter. Rauch wird nach der Flammenannahme großzügig zur Verfügung gestellt, es bedarf aber einiger Züge bis er Charakter annimmt. In erster Linie entfaltet sich der Geschmack um einen Kern von Zedernholz herum. Es sind dann Gewürze wie Zimt, Piment, Nelke und Rosenpaprika, die das Aromaprofil ausmachen. Der Paprika sorgt für eine dezente Schärfe, die auch und besonders retronasal ihren Auftritt hat. Der Körper neigt in dieser frühen Phase zur Leichtigkeit. Erst als gegen Ende des ersten Drittels der Geschmack von Erde und Cappuccino auftaucht, kann man von Medium sprechen. Die Schärfe ist nun verschwunden, wird aber gegen Ende des Smokes wieder eine besondere Rolle spielen. Zunächst ist es im zweiten Drittel der Geschmack frischer Backwaren, zu der sich die Anklänge von Erde, Cappuccino und Gewürzen vereinigen. Lederaromen sind nun auch zu schmecken und auf den Lippen taucht statt der bisher vergeblich erwarteten sogenannten Maduro-Süße ein salziger Geschmack auf. Aber die CABAN erfüllt mir diese Erwartung im letzten Drittel. Zusammen mit der zurückkehrenden Schärfe ist es die spritzige Süße von Paprika, die das Raucherlebnis fast komplex macht. Eine feine Zigarre, die mir zwei Stunden lang Freude bereitet hat. Die CABAN hinterlässt einen „frisch gerollten“ Eindruck und obwohl ich über den Reifezustand des verwendeten Tabaks nichts weiß, kann sie ja noch nicht lange gelagert und gereift sein. Dementsprechend brennt sie langsam, aber stetig ab und auch die feine Öligkeit auf dem Deckblatt deutet auf Entwicklungspotential hin. Ob sie dann den aufgerufenen Preis geschmacklich im vollen Umfang wert ist, wird man sehen. Für den Augenblick sehe ich den Preis eher strategisch positioniert, um Kinix von Beginn an einem gehobenen Qualitäts-Segment zuzuordnen. Dass die CABAN auch dorthin gehört, halte ich für sehr gut möglich. 8+/10



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25 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Black Label Trading Company Salvation Robusto
verifizierter Kauf

Länge: 12.70Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Das Deckblatt fühlt sich an wie extra-extra feines Schmirgelpapier und glänzt ölig in bestem Colorado Maduro Farbton. Um „Erlösung“ betende Hände vor stilisierten Sonnenstrahlen ragen aus Rosenblüten heraus und halten eine Perlenkette mit einem griechischen Lilienkreuz. Das ist einmal ein Zigarrenring, der mir gefällt und natürlich in das gelungene Designkonzept der Black Label Company passt. Ein zweiter Ring umschließt den Fuß und lässt in „Black Castle“-Schrift keinen Zweifel, was man bald in Rauch aufgehen lassen wird. Die Salvation! Viel Gotik für die Augen, viel Schokolade für die Nase und viel Rauch für den Gaumen. Erde und Holz sind die ersten Eindrücke, die nach der Flammenannahme bei etwas losem Zugwiderstand auf der Zunge landen. Eine feine Pfeffernote macht diesen Geschmack prickelnd und harmoniert auch retronasal mit einem Touch frisch gemähten Grases. Der aromatische Beitrag des Grases erscheint auf der Zunge in der Form von eleganten Ledernoten, bevor sich der Rauch mit Kaffee- und Erdnussgeschmack weiter öffnet und sich in würziger Ausgeglichenheit präsentiert. Obwohl auf der Zunge der Geschmack nach Zedernholz dominiert, ist der Rauch nicht trocken. Es sind neben den bisherigen Begleitern ab dem zweiten Drittel auch fruchtige Anklänge zu spüren, die - mit einer angenehmen Süße verbunden - auch auf den Lippen hängen bleiben. Aprikosen, Mango und Zwetschgen sind hier die Protagonisten. Insgesamt ein Smoke, der sich würzig entwickelt und nie langweilig ist. Meinem Exemplar musste ich ein paar Mal mit der Flamme Unterstützung beim Abbrand anbieten und auch die Asche fiel etwas früh und unerwartet. Aber das schmälerte den guten Eindruck nur marginal. 8/10



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26 Personen fanden diesen Beitrag hilfreich.

Drew Estate Acid Blondie

Länge: 10.16Durchmesser: 1.51 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Wer an Zigarren liebt, wie durch unterschiedliche Tabaksorten, verschiedene Bodenbeschaffenheiten, Auswahl und Pflege der Tabakblätter, Fermentierung, Blending und Reifung immer wieder andere Aromaprofile durch die Verdampfung natürlicher ätherischer Öle entstehen, der sollte die Acid links liegen lassen. Wem die Moods ausgegangen sind, der wird die Lücke durch Blondie & Verwandte sinnvoll füllen können. Für mich ist das nichts, aber es lässt mich daran denken, mal wieder eine Pfeife zu reaktivieren und sie mit einem guten aromatisierten Tabak zu stopfen. 4/10



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Kinix IK
06.03.2020

Kinix KINIX IK 2
verifizierter Kauf

Länge: 15.24Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Nachtrag zur Erstbewertung vom 14.2.2020: Ich wurde noch einmal an zwei Dinge erinnert. Erstens sollte man eine Zigarre nicht bewerten, wenn man sich nur auf die Erfahrung mit einem einzigen Exemplar berufen kann. Zweitens sollte eine bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 72% gelagerten Zigarre nicht sofort entflammt werden. Probleme bei Zugwiderstand sind ohne eine gewisse Akklimatisierung vorprogrammiert. Mea Culpa! Um der Kinix IK und auch dem früher blühenden Tabakland Honduras, in dem heute nur noch weniger als 15 verschiedene Tabacaleras Zigarren produzieren, gerecht zu werden, habe ich die Vitola noch einmal nachbestellt und nun mit der entsprechenden Sorgfalt verkostet. Tatsächlich sind die Probleme beim Rauchverhalten verschwunden und die beschriebenen Aromen von Erde, Tee, Feigen, Pistazien, Schokolade und minziger Schärfe entwickeln sich spürbar voller und abgestimmter. Ein geschmackvolles, durchdachtes Raucherlebnis, dessen Erstbewertung ein zusätzliches Plus verdient. ......................Erstbewertung: Die Marke KINIX wurde erst im vorigen Jahr gegründet. Neugierig gemacht hat mich die Beteiligung eines deutschen Landsmannes an diesem honduranischen Zigarren-Projekt. KINIX bedeutet in der Sprache der Maya „der König“, es ist also kein geringer Anspruch, der dieser Idee zugrunde liegt. Die Bezeichnung IK ist ebenfalls der Sprache der Maya entlehnt und steht für die Ziffer 6 im Maya-Kalenders Tzolkin. Aber auch der Wind, der für Lebenskraft bedeutet, wurde von den Mayas so genannt. Zumindest gibt die Internet Seite der beiden Jung-Unternehmer – und natürlich Cigarworld - diese Auskunft. Es handelt sich bei der IK um eine honduranische Puro in der immer elegant wirkenden Torpedo-Form. Das Colorado Deckblatt ist von einigen fühlbaren Venen gezeichnet und lässt eine Wiese von feinen Zähnchen ertasten. Ein dezenter Geruch nach schwarzem Tee ist festzustellen, der beim widerspenstigen Kaltzug, ergänzt durch eine Note Pistazien, auch zu schmecken ist. Fest gerollt erscheint die Konstruktion im oberen Bereich zu sein. Vorweg genommen wird jedoch der Zugwiderstand noch eine Rolle spielen. Feine Teearomen bestimmen die ersten Züge nach der Flammenannahme. Aber dem Rauch wird es schwer gemacht, auf die Zunge zukommen und ich cutte nach. Würzige Backaromen und die aus dem Kaltzug bekannte Pistaziennote sind nun angenehme Ergänzungen der floralen Noten. Aber immer noch ist es mühsam, den Zugwiderstand zu überwinden. Auch der PerfecDraw und ein weiterer Cut schaffen kaum Abhilfe. Dennoch schmeckt das Wenige, was ankommt, gut. Erde, Schoko-Donut und grüne Kräuter sind jedoch viel zu dezent aufgrund des geringen Rauchvolumens, um Begeisterung hervorzurufen. Natürlich entwickelt sich auch kein wirklicher Körper, aber weil es eben schmeckt und man kann keine zweite zur Hand hat, wird nicht aufgegeben. Der Abbrand ist auch in Ordnung und die Asche fest. Im letzten Drittel gibt es dann endlich etwas mehr Luft und man bekommt eine Ahnung davon, was hätte sein können. Würzige Erde, getrocknete Feigen, schwarzer Tee, der Donut wird zu Butterkeks und eine leichte minzige Schärfe rundet ab – und dann ist der Smoke Geschichte. Das war natürlich den Preis von über 10 Euro nicht wert – und doch, ich werde mir noch eine oder zwei schicken lassen, um mein Gefühl zu überprüfen. Auch die Bewertung ist nach Gefühl und spekuliert auf den Geschmack bei normalem Zugwiderstand. 8+/10



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Alec Bradley Fine & Rare Edition 2019 Hof/506 Toro
verifizierter Kauf

Länge: 16.51Durchmesser: 2.14 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

“In Honor to David Rubin” ist auf dem Zigarrenring, der schon eher einer informativen Schriftrolle ähnelt, zu lesen. Für diese „Ehrung“ hat man wohl neun verschiedene, wertvolle Tabake zu einem Bunch verbunden. Das Deckblatt, das einen seidig glänzenden Colorado Farbton mit Maduro-Touch hat, ist ebenfalls von unterschiedlicher Herkunft und komplettiert diese optisch und haptisch einwandfreie Toro. Bei dieser aufwendigen Herstellung und perfekten Konstruktion ist man geneigt, den fast astronomischen Preis mit ein wenig mehr Gelassenheit zu betrachten. Der Kaltgeruch ist vergleichbar mit dem Betreten einer Kaffeerösterei, im Kaltzug kommen dezente Noten von Pfeffer und Zimt hinzu. Der Zugwiderstand liegt im idealen Bereich und nach dem die Flamme das Go erteilt hat, füllt sich der Mundraum auch mit reichlich Rauch, der allerdings wenig Biss hat und transparent wirkt. Markante würzige Holznoten prägen den ersten Geschmackseindruck, Pfeffer ist ebenfalls zu schmecken und eine früh auftauchende Bitternote wird teilweise von süßen Erdaromen eingebunden. Ein voller Rauchkörper trägt diesen Geschmack über den weiteren Verlauf des Rauches und ist von wachsender Prallheit und Stärke. Ständig begleitet mich das Gefühl, dass dieser Aromaballon bald platzt und mich mit einer Unmenge komplexer Geschmacksnoten verwöhnt – leider geschieht das nicht. Die „Rare & Fine“ spricht einfach nicht mit mir. Ich schreibe das Erlebte meiner relativen Unerfahrenheit zu, denn drei Jahre Umgang mit Zigarren lässt noch viel Luft nach oben. Andererseits könnte sich aber auch auswirken, dass mein Exemplar erst im Mai 2018 gerollt wurde und die Qualität der unterschiedlichen Tabake noch nicht die optimale Reifung erreicht hat. Es bleibt das Gefühl, dass in dieser Zigarre eine Menge geschmacklicher Brisanz steckt. In der Hoffnung, dass sich in kommenden Jahren der Preis noch irgendwie rechtfertigt, verbleiben die mir verbliebenen Exemplare der Limited Edition im Humidor zur weiteren Entwicklung. Auf eine Bewertung ist unter diesen Umständen natürlich und bis auf weiteres zu verzichten.



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Carlos André Airborne Robusto

Länge: 13.02Durchmesser: 1.91 Herstellungsart Totalmente a mano - (longfiller)TAM

Die äussere Erscheinung der Robusto ist mit rustikal noch galant umschrieben. Mein Exemplar zumindest schmückt sich mit einem groben, fleckigen Deckblatt in dunklem Colorado. Zahlreiche nadeldicke Venen bilden ein Netz und vermitteln einen zusätzlichen Touch von purer Natur. Ein leichter Kaffeegeruch mit dunkler Fruchtnote steigt in die Nase. Der Kaltzug ist dezent, hat aber einen Hauch von Pfeffer zu bieten. Der optische Eindruck hindert die Airborne nicht im geringsten daran, ein würziges Raucherlebnis zu bieten. Im Mittelpunkt steht der Geschmack von Zedernholz, Mandeln und Kaffee. Zwischendurch kann man sich mit dezenten Aromen von Pfeffer, Kakao und Karamell amüsieren. Eine Fruchtnote von sauerem Obst blitzt ab und zu auf und vermittelt dann eine seltsame Mischung von Süsse und Bitterkeit. Da am Abbrandverhalten nichts auszusetzen ist und es auch Spaß macht, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, bevor die feste, graue Asche auf die Jacke fällt, bereut man nichts bei der Ablage des Sticks. Ob man dafür aber noch einmal 13 Euro auf den Tisch legt, ist wohl die Entscheidung eines jeden Einzelnen. 7/10



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Tabak aus Columbien
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