Calabash-Peife: Eigenschaften und Vorteile der Stil-Ikone


Calabash-Pfeifen gehören zu den größten Besonderheiten, die der Pfeifenmarkt zu bieten hat. Sie werden aus einem Flaschenkürbis, den Kalebassen, gefertigt. Dieser Kürbis stammt ursprünglich aus Afrika und hat dort eine lange und traditionsreiche Geschichte. Wir erzählen, warum er seit über 100 Jahren auch in Europa zur Pfeifenherstellung verwendet wird, woher seine unverwechselbare Form stammt und was die Calabash-Pfeifen so besonders macht.

Tabakpfeifen können aus den verschiedensten Materialen gefertigt werden. Die gängigste Variante ist natürlich die Holzpfeife, daneben gibt es noch Modelle aus Meerschaum oder Ton. Eine weitere Besonderheit, die nur ausgewiesenen Pfeifenkennern geläufig sein dürfte, sind die sogenannten Calabash-Pfeifen. Sie werden aus Kalebassen gefertigt. Das sind Flaschenkürbisse, die zu den ältesten Nutzpflanzen der gesamten Menschheitsgeschichte zählen. Seit etwa 100 Jahren werden die Calabash-Kürbisse auch im europäischen Raum zur Herstellung von Pfeifen verwendet.

Geschichte der Calabash Pfeife

Ursprünglich stammen die Kalebasse aus dem südafrikanischen Raum. Dort wurden sie bereits vor hunderten von Jahren zur Herstellung von Trinkgefäßen oder Musikinstrumenten wie Trommeln oder Rassen verwendet. Bereits ab dem 17. Jahrhundert fanden die Naturgewächse unter den Einheimischen auch Verwendung als provisorische Tabakpfeifen. 

Größere Popularität erreichten die Calabash-Pfeifen aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts. In der britischen Kolonialzeit in Südafrika war der junge Kaufmann HL Blatter der erste, der die Pfeifen aus Kalebassen an die britischen Soldaten verkaufte. Dazu fertigte er einen Meerschaumeinsatz an, den er am großen Ende des gebogenen Kürbis befestigte. Am kleinen, schmaleren Ende setzte er einen Gummistiel ein, der als Mundstück diente. Die ganze Geschichte ist im englischen Buch "History Of The Calabash Pipe" von Gary Schrier nachzulesen.

Nach wenigen Jahre wuchs auch im Vereinigten Königreich das Interesse an der "Kolonialpfeife". Es wurde im Laufe der Jahre mehrfach in Filmen und Literatur verwendet. Ein bekanntes Beispiel ist die berühmte Figur des Sherlock Holmes, der nie ohne seine Calabash-Pfeife anzutreffen war. 

Calabash-Pfeifen Herstellung

Der Ursprung jeder Calabash-Pfeife ist natürlich die Kalebasse selbst. Die gebogene und konische Form des Kürbisrumpfs ist später ausschlaggebend für die charakteristische Form der Pfeife. Bereits während des Wachstums wird der Kürbis vorsichtig in die gewünschte Form gebogen und erhält so das typische Aussehen. Der ausgewachsene Kürbis wird im nächsten Schritt aufwändig getrocknet und ausgehöhlt. Durch ihren natürlichen Ursprung hate jede Calabash-Pfeife ihre eigene einzigartige Form.

Weil der Calabash den hohen Temperaturen bei der Verbrennung des Tabaks ohne einen Schutz nicht standhalten würde, wird für das Innere der Pfeife in den meisten Fällen ein Einsatz aus Meerschaum verwendet. Das Material besticht durch seine hohe Porosität, das die Kondensate des Tabaks perfekt aufnehmen kann. Früher wurden die Kalebassen übrigens noch mit Toneinsätzen versehen.

Vorteile der Pfeife Calabash

Die Calabash-Pfeifen bieten eine Reihe an Vorteilen. Zunächst fällt natürlich ihre besondere Optik ins Auge, die sich durch ihre gestauchte und konische Form deutlich von regulären Pfeifenmodellen abhebt und das Rauchen somit zu einem echten Highlight werden lässt.

Diese Form bringt auch besondere Raucheigenschaften mit sich. Durch den großen Hohlraum im Inneren der Pfeife wirbelt der entstehende Rauch umher und kühlt dadurch besonders gut ab. Deshalb gilt die Calabash-Pfeife auch als eine der mildesten aller Pfeifenmodelle. 


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