Savinelli - Pfeifen mit Qualität und italienischer Eleganz
Made in Italy
Die Heimat von Savinelli ist ein Ort, der Pfeifenraucher in verträumte Entzückung geraten lässt. Mitten in der Mailänder Innenstadt, im geschäftigen Trubel von Geschäftsleuten, Touristen und Mode-Fans, befindet sich der kleine Laden. Achille Savinelli eröffnete 1876 in der Via Orefici, nicht weiter als den sprichwörtlichen Katzensprung entfernt vom berühmten Dom, sein Geschäft für Raucherbedarf – und bis heute ist es Anlaufpunkt für Pfeifenfreunde.
Die eleganten Modelle verbinden englischen Stil mit italienischer Leichtigkeit. Gefertigt werden die begehrten Pfeifen allerdings vor den Toren der Stadt. Die Firma liegt im lombardischen Barasso, wo sogar eine Straße den Namens Achille Savinelles trägt. Von Fabrik zu sprechen, wäre ein wenig übertrieben, handelt es sich doch um einen mittelständischen Betrieb mit 47 Mitarbeitern. Es ist auch nur ein Teil der Arbeitsschritte automatisiert; vieles geschieht noch immer in Handarbeit.
Der Komplex gliedert sich in Verwaltung, eine weitläufige Produktionshalle und ein großes Bruyerelager. Hier lagert ein beeindruckender Vorrat, der einmal pro Monat nachgefüllt wird. So ist die Produktion bei Savinelli gesichert, auch wenn der kostbare Rohstoff immer knapper wird. Dennoch hat man natürlich nichts verschenken.
Digitalisierung trifft Handwerk
Daher setzt Savinelli auf High Tech, wenn es um die Sortierung der Kanteln geht. Eine Kamera erfasst die guten Stücke und ein Algorithmus weist sie dann einer Kategorie zu. Die Ergebnisse sind verblüffend zuverlässig – und sorgen dafür, dass es zu sehr wenig Holzverschnitt kommt. Die manuelle Auswahl führte wesentlich häufiger zu Fehlern bei der Einsortierung, doch das ist Geschichte.
Auch in anderen Bereichen hält modernste Technik Einzug in ein traditionelles Handwerk. Zwar werden viele Arbeitsschritte nach wie vor ausschließlich per Hand an klassischen Drehmaschinen ausgeführt. So wird der Rauchkanal gebogener Pfeifen grundsätzlich von Hand gebohrt, was außer Savinelli bei keinem anderen Hersteller der Fall ist. Insgesamt ist der Anteil an Handarbeit so hoch, dass man weniger von Fabrik-, sondern eher von Manufakturware sprechen kann. Zur groben Ausformung der Pfeifenköpfe kommen aber hochmoderne CNC-Maschinen zum Einsatz. Tablets führen die Arbeiter durch den gesamten Fertigungsprozess, dessen Fortschritt mittels QR-Codes auf einem großen Monitor genau erfasst wird.
Eine Besonderheit ist bei Savinelli das Sandstrahlen. Nur die hochwertigsten Hölzer werden überhaupt für dieses Finish ausgewählt und dann als Einzelstücke im hauseigenen Sandstrahlkabinett bearbeitet. Serielle Massenproduktion gibt’s hier nicht.
Effizienter Mittelstand
Die Betriebsabläufe bei Savinelli wirken perfekt aufeinander abgestimmt. Das betrifft nicht nur das interne Geschehen. Geschäftsführerin Sonja Rivolta beweist Weitsicht mit ihrer Strategie, möglichst unabhängig von externen Lieferanten zu sein. Neben dem stattlichen Vorrat an Kanteln verfügt Savinelli stets über eine große Menge an vorgefertigten Pfeifenköpfen, um flexibel auf Nachfrageschwanken zu reagieren.
Der Großraum Mailand wurde von der Corona-Pandemie schwer getroffen, gleichzeitig sorgte er auch für volle Auftragsbücher. Während anderswo händeringend Fachkräfte gesucht werden, weiß Savinelli offene Stellen rasch zu besetzen. Bereits seit über zehn Jahren wirbt man aktiv Mitarbeiter an, auch vier Geflüchtete aus der Ukraine gehören zur aktuellen Belegschaft. Ist in den Fertigungshallen anderer Hersteller oft Personal im fortgeschrittenen Alter zu sehen, überrascht Savinelli mit einem angenehm durchmischten Altersschnitt.
Solide Ware
Schließlich sind es fähige Mitarbeiter, denen Savinelli seinen exzellenten Ruf verdankt. Bei den 120.000 Pfeifen (!), die pro Jahr die Manufaktur verlassen, leisten sie ganze Arbeit, denn Reklamationen bezüglich der Qualität bekommen wir kaum. Gutes Personal, perfekte Organisation und der Rückgriff auf erstklassige Rohstoffe zahlen sich eben aus.
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